Der Dividendenjaeger
Der Dividendenjaeger
<![CDATA[DerDividendenjäger]]>https://www.derdividendenjaeger.com/blogRSS for NodeSat, 13 Aug 2022 03:58:45 GMT<![CDATA[Das Depot ist wieder komplett! Die Norfolk Southern feiert ihr Debüt]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/das-depot-ist-wieder-komplett-die-norfolk-southern-feiert-ihr-deb%C3%BCt62e94508138fa4f1a32d72aeSat, 06 Aug 2022 14:40:43 GMTDer Dividendenjäger

In der Ehe steht die Zahl 30 für die Perlenhochzeit. Betrachte ich dagegen mein Depot, dann ist die Zahl 30 einfach nur eine schöne Diversifizierung von Unternehmens-Perlen, mit denen ich mich schon länger wohl fühle. Da im abgelaufenen Monat ein Unternehmen (Apple) mein Portfolio verlassen musste, war ich auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger. Leser, die schon eine Weile bei mir sind, werden nicht schockiert sein von dem, was ich als nächstes zu sagen habe: Ich habe seit Beginn meines Portfolios einen Hang zur Industrie. Deshalb wird es nicht verwunderlich sein, dass mein Anteil von Industrie-Unternehmen 26 % beträgt. Davon sind alleine 13 % aus der Transportbranche. Um das ganze nicht spannender zu machen, kann ich nun mit Freude verkünden, dass ich die Norfolk Southern Corporation (NYSE: NSC) für mein Dividendenwachstumsportfolio gekauft habe.

Warum ich mich darüber freue ist ganz einfach. Als ich noch in den Kinderschuhen steckte, war ich von Eisenbahnen angetan und stolzer Besitzer einer großen Modelleisenbahn. Dass ich 30 Jahre später an 4 Eisenbahngesellschaften beteiligt sein werde, ist jetzt umso schöner. Somit kann ich meine Begeisterung weiter aufrecht erhalten und nebenbei mein Geld zur Arbeit bringen, um mehr davon zu generieren. Meine Armee von Euroscheinen geht hinaus auf die Strecke, um mehr Euros zu rekrutieren und sie dazu zu bringen, immer mehr Euros zu generieren. In ein paar Jahren kann ich dann mein Einkommen für mich selbst abschöpfen, da mein Portfolio mit der Zeit zu einer ständigen Dividendenmaschine wird.

Ein paar Gedanken zur NSC

Nachdem die Kansas City Southern Railway von der Canadian Pacific Railway übernommen wurde, ist die Norfolk Southern nun der kleinste US-Börsen gelistete Eisenbahnriese auf dem Markt. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 57,5 Milliarden Dollar. Seit der Einführung der Eisenbahn im Jahr 1827 konnte sich die Norfolk Southern (NYSE: NSC) bis heute zu einem der führenden Transportunternehmen des Landes entwickeln. Mit über 19.300 Streckenmeilen in 22 Bundesstaaten und dem District of Columbia bedient man jeden großen Containerhafen im Osten der Vereinigten Staaten und bietet effiziente Verbindungen zu anderen Bahnunternehmen. Die Norfolk Southern ist ein wichtiger Transporteur von Industrieprodukten einschließlich Landwirtschaft, Wald- und Konsumgütern, Chemikalien sowie Metallen und Baumaterialien. Darüber hinaus betreibt die NSC das umfangreichste Netz im Osten der USA und ist ein Hauptträger von Kohle, Automobilen und Automobilteilen.

Die Hauptkonkurrenten von NSC sind die CSX Corp. (CSX), die Union Pacific (UNP) und Berkshires BNSF, die hauptsächlich im Westen operiert. Dank meiner Beteiligungen an Berkshires BNSF und Union Pacific, konnte ich den Westen sowie den Mittleren Teil Amerikas gut abdecken. Aber ich konnte nicht akzeptieren, den Osten und Süden ausgelassen zu haben ☺️. Durch einen Kauf dieser Eisenbahngesellschaft würde ich in Zukunft gut 80 % der amerikanischen Eisenbahnstrecken abdecken.

Was mich an Railways begeistert ist das "einfache" Geschäft, schwere und sperrige Güter durchs Land zu transportieren. Wer an Eisenbahngesellschaften denkt, wird oft an die gute alte Kohle denken. Doch das Transportieren von Kohle ist mit der Zeit auf nur noch 12 % der Gesamteinnahmen (2012: 24 %) geschrumpft. Das bedeutet, dass NSC genau wie ihre Hauptkollegen kein großes Spiel mehr mit Kohle spielen können, so wie wir es aus dem 20. Jahrhundert oder den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts kennen.

Die Umsatz- und Margenentwicklung von Norfolk Southern

Bei der Betrachtung des Umsatzes sieht man die starken Wirtschaftseinbrüche aus den Jahren 2008, 2015 und 2020. Aus Investorensicht muss klar sein, dass das Gütergeschäft ein zyklisches Geschäft ist und es immer wieder zu Einbrüchen kommen kann. Es ist ein Industrie-/Verbraucherspiel. Höheres industrielles Wachstum und die Verbrauchernachfrage führen automatisch zu höheren Frachteinnahmen. Fällt das industrielle Wachstum flacher aus, so sinken die Frachteinnahmen.

Auch wenn es in den letzten 10 Jahren ein industrielles Wachstum gegeben hat, so ist der Umsatz von Norfolk Southern nur um bescheidene 0,75 % gewachsen. Betrachtet man die Branchen Automotiv, Chemical, Forst und Consumer, so sind die Umsätze nicht besonders gewachsen. Doch was macht die Norfolk Southern trotzdem besonders?

Es ist der Fokus auf das intermodale Geschäft. Es generiert etwa 28 % des Umsatzes. Durch diesen Fokus ist die Norfolk Southern das zweitgrößte intermodale Eisenbahnunternehmen hinter Buffetts eigener BNSF.

Einer der Faktoren, die mich dazu gebracht haben in Eisenbahnen zu investieren, ist die Tatsache, dass sie einen enormen freien Cashflow generieren. Dies war in den frühen Jahren dieses Jahrhunderts (und davor) anders, da die Kapitalinvestitionen für den Strecken- und Tunnel-/Brückenbau hoch waren. Die Kapitalinvestitionen sind heute zwar auch noch hoch, aber dank der hohen Margen-Generierung sieht das Verhältnis zur Vergangenheit gering aus. Ein hoher freier Cashflow ist für Aktionäre ein Segen, da dieses Geld für Dividenden, Rückkäufe und Schuldenabbau ausgeben werden kann.

Die Dividendenentwicklung der letzten Jahre

Das Bestehen der Norfolk Southern ist noch jung. Zum 1. Juni 1982 wurden die Norfolk and Western Railway und die Southern Railway unter der Holdinggesellschaft Norfolk Southern Corporation vereinigt. Zum 31. Dezember 1990 fusionierten die beiden Gesellschaften dann zur neuen Norfolk Southern Railway. Diese Verstrickungen machen die Suche nach den ersten Dividendenzahlungen schwierig, aber laut meiner Recherche floss die erste Zahlung im Jahr 1972.

In den letzten 10 bzw. 5 Jahren betrugen die Dividendensteigerungen im Durchschnitt 10 % bzw. 17 %. Beim Einkauf meiner Dividenden ist mir der historische 10 Jahres-Korridor wichtig, da dies für mich ein erster Anhaltspunkt ist, ob ich ein Unternehmen historisch betrachtet zu akzeptablen Dividenden kaufen kann. Bei meinem Kauf der Norfolk Southern lag die Dividendenrendite bei 1,98 %, was im Rückspiegel betrachtet einen guten Kaufzeitpunkt darstellt. Bei einer Hochrechnung mit 10 % jährlicher Dividendensteigerung würde mir die heutige Investition im Jahr 2038 eine jährliche Dividendenrendite von 10 % einbringen. Dies mag für einige Investoren zwar unrealistisch erscheinen, aber über die Dividendensteigerungen von 150 % in den letzten 10 Jahren wurde sich nie beschwert.

Einen letzten Bezug auf die Dividende schenke ich den Dividenden-Scores die zeigen, dass das Unternehmen eines der besten und sichersten Dividendenzahler seiner Branche ist. Laut der Scorecard von Seeking Alpha schneidet das Unternehmen (im Vergleich zum kompletten Industriesektor) in Bezug auf Sicherheit, Wachstum und Konsistenz ausgezeichnet ab.

Aktienrückkäufe

Ein Faktor, der neben der Dividende nicht außer Acht gelassen werden soll und den Aktionären zu Gute kommt, sind die Aktienrückkäufe. In den letzten 10 Jahren hat die NSC eine von vier ausstehenden Aktien zurückgekauft. In den letzten 5 Jahren waren es immerhin noch 17 %.

Bewertungskennzahlen (KGV der letzen 10 Jahre)

Das bereinigte KGV (P/E Ratio) beträgt beim heutigen Kurs (250 USD) 19 und liegt damit fast auf dem Durchschnitt der letzten Jahre (17,68). Nachdem der letzte Ausverkauf in diesem Jahr die Aktien von Norfolk Southern etwa 23 % vom letztem Allzeithoch gespült hat, ist die Bewertung in großen Zügen zurückgekommen. Nur der letzte steile Ausverkauf während der Pandemie 2020 war schlimmer. Obwohl es für Investoren schwer ist, einen Tiefpunkt auszumachen und die Bewertung billiger geworden ist, heißt das nicht, dass sie billig sind. Trotzdem bin ich zufrieden mit meinem ersten Kauf.

Entwicklung des fairen Wertes von Norfolk Southern

Dieser Chart, den ich aus dem Aktienfinder.net erhalten habe, zeigt, dass der aktuelle Kurs der Norfolk Southern (schwarze Linie) immer wieder vom bereinigten Wert davonläuft und wieder zurückkommt. Zudem sieht man auch schön, dass sich der bereinigte Fair Value (orange Linie) bis auf wenige wirtschaftliche Aussetzer kontinuierlich nach oben schraubt. Nach dem Pandemietief im Jahr 2020 setzten die Papiere einen Höhenflug von 145 % an, was einen Kauf für mich regelrecht ausschloss. Doch nun lag der Kurs nach dem Rückgang wieder auf dem Fair Value Bereich (orange Linie), was mich hoffen lässt, die Norfolk Southern zu einem angemessenen Preis erworben zu haben.

Für langfristige Investoren könnte hier alles nach Plan laufen. Das Unternehmen meldete am 27. Juli fantastische Gewinne, die die Fähigkeiten des Unternehmens bestätigen, in schwierigen Zeiten von Lieferkettenproblemen und hoher Inflation gut abzuschneiden. Betriebsergebnis, Nettogewinn und der freie Cashflow erreichten alle Rekordhöhen.

Der in Atlanta ansässige Eisenbahnbetreiber meldete zudem einen Umsatzanstieg von 16 % gegenüber dem Vorjahr!

Einziger Wermutstropfen des Unternehmens bleiben die Personalherausforderungen. Man hat erhebliche Ausgaben für die Ausbildung von Lokführern und Instandhaltern. Insgesamt stiegen die Betriebskosten auf 2 Milliarden Dollar, was ein Anstieg von 21 % gegenüber dem Vorjahr ist.

Am Ende möchte ich den Prognosen der Analysten meine Aufmerksamkeit schenken, da sie weiterhin vorsichtig optimistisch bleiben. Sollte das Nachfrageumfeld bis Ende 2022 weiterhin so stark bleiben, könnte sich die Möglichkeit bieten, dass sich Volumen und Umsatz erweitern. Somit könnten Aktionäre auch weiterhin am Wachstum teilhaben. Sollte das Wachstum bis zum Ende des Jahres 2025 weiterhin so stetig steigen, hätte meine Investition in die Norfolk Southern ein Potential von gut 33 %. Dies würde einer jährlichen Rendite von 8,7 % entsprechen.

Mein Nachkauf

In den vergangenen Jahren wurden Investoren bei NSC mit saftigen Dividendenerhöhungen belohnt und dies wird möglicherweise auch nicht die letzte Erhöhung sein. Durch die Aufnahme dieser Position ist mein Depot mit 30 Titeln wieder komplett. Ich habe die Schwäche als Kaufmöglichkeit genutzt um eine erste Tranche einzugehen. Sollten sich die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum verlangsamen, wäre dies auch in Ordnung. Im Moment beträgt die Dividendenrendite der Aktie 1,95 %. Sollten die Renditen über 2 % kommen, wären weitere größere Investitionen sehr schön.

Aus diesem Grund habe ich mir 10 Aktien zu einem Kurs von 240,70 € ins Depot gekauft. Inklusive Gebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 2.420 €.

Durch die Neuaufnahme liegt der Depotanteil bei 1,3 %. Die erwarteten Dividenden für das Jahr 2023 belaufen sich auf 47 €.

Weitere Aktienkäufe sind in diesem Monat August nicht geplant.

LG Falk

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<![CDATA[Depotupdate 07.22 - WARUM ich überhaupt investiere]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/depotupdate-07-22-warum-ich-%C3%BCberhaupt-investiere62e56e8d7b80df9991ad10d8Sun, 31 Jul 2022 11:20:26 GMTDer Dividendenjäger

Die 31 Tage im Monat Juli sind Vergangenheit. Das heißt für mich wieder, ein Resümee zu ziehen und Bestandsaufnahme machen. Die aktuelle Zeit ist ja bekanntlich verrückt und somit auch das Geschehen an den Märkten.

Vor genau einem Monat musste ich noch darüber berichten, wie mein Depot dem Bären nicht standhalten konnte und dass sich der Markt gerade für mich zum besten Freund entwickelt hat. Nun ist alles wieder Geschichte! Das Depot liegt nur noch 5 % vom letzten Allzeithoch entfernt und die auserlesenen Perlen haben wieder Preise, die mich zur Verzweiflung bringen.

Das EINKOMMEN

Für Personen, die nicht an der Börse investiert sind wird es wahrscheinlich komisch klingen, dass jemand verzweifelt ist, wenn die Kurse wieder steigen. Und auch der Großteil derjenigen, die auf der Suche nach dem "total return is supreme" sind, werden verwundert sein. Die Antwort auf meine Verzweiflung ist die richtige Fragestellung. Warum investiere ich überhaupt? Wie ist meine Ausrichtung und was sind meine persönlichen Ziele? Nur ein großes Vermögen aufbauen, um beim nächsten Grillfest der King am Feuer zu sein oder ist es doch etwas anderes? Meine persönliche Antwort lautet ganz klar: EINKOMMEN.

All meine Mitmenschen wollen es und ich will es ebenfalls. Dieses EINKOMMEN. Das, was uns durchs Leben trägt und uns in vielen Dingen das Leben erleichtert. Dieses EINKOMMEN, was uns erst zu richtig freien Persönlichkeiten macht.

Es dauert vielleicht einige Zeit, bis man es richtig versteht. Auch bei mir hat es drei Jahrzehnte gedauert, bis mein Verständnis so weit war und ich erkannt habe, dass sich ein Wert, von welchem Objekt auch immer, im Laufe der Zeit ändert. Jeder, der die große Finanzkrise von 2008 oder die Krise 2020 mit seinem Aktienportfolio miterlebt hat, kann dies bestätigen. Das gleiche Portfolio sah seinen Wert im ersten dramatischen Rückgang fallen und nach einiger Zeit stieg es wieder massiv an, auch wenn alles gleich blieb.

Von daher mache ich mir bei meinen Investitionen auch keine Gedanken um den Liquidationswert. Ich mache mir auch keine Gedanken darüber, ob das Einkommen stabil ist. Ich mache mir eher Gedanken darum, ob sich mein Einkommen verbessert. Wenn nein, dann schlage ich mir persönlich vor, mehr Einkommen zu kaufen, während der Markt seine Anfälle hat. Dafür brauche ich aber gute Einkaufspreise und mehr Zeit, denn langfristig wird der Markt (wie in diesem Monat) in die Höhe schießen und mir mein zusätzliches EINKOMMEN teurer machen. Diejenigen, die aussteigen, werden auf lange Sicht verlieren! Und nicht nur ihre Buchwerte, sondern auch das geliebte EINKOMMEN. Daher ermutige ich jeden, sich etwas Zeit zu nehmen, um ernsthaft darüber nachzudenken, warum er investiert.

Investitionen im Juli:

Was ist uns das Einkommen wert? Das ist etwas, was jeder nur für sich selbst beantworten kann. Eines ist aber jedem Anleger klar, der Markt hat ausgezeichnete Einkommensmöglichkeiten überverkauft. Wer in den letzten Wochen ordentlich nachgekauft hat, wird für den Rest seines Lebens mehr Einkommen besitzen als zuvor. Noch bin ich weit davon entfernt von meinen Dividenden zu leben, aber für das zukünftige Einkommen habe ich in den letzten Wochen die bestmöglichen Einkommensquellen nachgekauft. Daher fasse ich meine Investitionen hier noch einmal kurz zusammen: Nachgekauft wurden die Positionen von Nike (25 Stück für 2.459 €), Fastenal (40 Stück für 1.906 €), Texas Instruments (12 Stück für 1.929 €), Illinois Tool Works (11 Stück für 2.011 €) und Home Depot (7 Stück für 2.038 €). Die Gesamtsumme der Nachkäufe beläuft sich auf 10.343 €. Diese Summe kam im letzten Monat nicht komplett aus meinem Geldbeutel, sondern durch einen realisierten Gewinn von Apple. In meinem letzten Artikel hatte ich darüber berichtet. Frisches Kapital dagegen waren 2.517 €, was zugleich auch die Investitionssumme im Monat Juli ist. Die Steigerung der jährlichen Dividendenzahlungen beläuft sich auf 210 €.

Erfreuliche Dividendenerhöhung:

Nachdem im Monat Juni keines meiner Unternehmen eine Dividendenerhöhung bekanntgegeben hatte, war ich gespannt auf die Erhöhungen im Juli.

Folgende Dividendenerhöhungen wurden im Juli verkündet:

  1. LVMH Louis Vuitton Moët Hennessy (MC.PA) erhöht die Zwischendividende um 66.67 %
  2. Diageo (DGE.L) erhöht die Schlussdividende um 5 %

Somit werden jetzt 20 von 28 Unternehmen ihre Dividenden steigern.

Einnahmen:

Dass mein Lieblingsthema EINKOMMEN ist, brauche ich jetzt nicht mehr erwähnen . Trotzdem werfe ich hier gerne noch einmal einen Blick zurück auf den Monat Juli. Noch ist dieser Monat bei mir schwächer ausgeprägt, da hier viele Wachstumswerte mit geringeren Dividendenzahlungen oder mit zu wenig ausgestattetem Kapital am Werke sind. Dass Wachstumswerte oder besser gesagt Dividendenwachstumswerte wichtig und ein großer Teil in meinem Portfolio sind, zeigt die Steigerungsrate von 32 %. Das Besondere an dieser Steigerung ist, dass sie organisch ist. Das heißt, dass diese Werte ohne Aufstockungen meinerseits gewachsen sind.

Schaue ich aber auf die Gesamtsumme von 116,65 €, so sehe ich hier noch viel Luft und Potential zum Nachkaufen. Denn diese Lücke drückt ein wenig aufs Gemüt.

Zum Depot:

"Versuchen Sie nicht, unten zu kaufen und oben zu verkaufen. Das kann nicht getan werden - außer von Lügnern." - Bernard Baruch

Bernard Baruch war einer der größten Investoren seiner Zeit, bevor Buffett und Graham überhaupt geboren wurden. Er verstand, dass Märkte kurzfristig sehr irrational sein können, aber langfristig immer Sinn machen. Der heutige Markt ist genauso verwirrend, wie in den letzten Dekaden. Am 16. Juni haben wir noch Tiefststände gesehen und bis heute einen stetigen Strom schlechter Nachrichten über die Wirtschaft erhalten. Doch was passierte vom 16. Juni bis heute? Das Depot erhebt sich um 14,5 % (23.500 €)!

Das ist zudem auch das fünfte Jahr in Folge, wo man im Monat Juli lieber an der Börse investiert geblieben wäre, als den Rückweg angetreten zu haben.

Auf der Gewinnerseite stehen nach diesem abgelaufenen Monat 26 von 28 Unternehmen. Am positivsten präsentierten sich Intuit mit einem Plus von 23 %, Old Dominion Freight Line mit einem Plus von 21 % und Danaher mit einem Plus von 17 %.

Auf der "Verliererseite" standen nur zwei Unternehmen, die in den letzten Handelsstunden negativer abgeschlossen hatten: Procter & Gamble mit Minus 0,5 % und Church & Dwight mit Minus 1,5 %.

Im Vergleich zum Vormonat Juni kommt mein Depot auf einen saftigen Buchgewinn von 16.320 €. Dies bedeutet eine Monatsperformance von Plus 9,70 %.

Zusammen macht dies unterm Strich seit dem Start meines Depots ein Plus von

49.878 € bzw. von 36,2 %.

Die Gesamtsumme an investiertem Kapital für das Jahr 2022 liegt aktuell bei 18.807 €.

Für das Jahr 2022 habe ich wieder den Anspruch, 29.000 € an der Börse zu investieren. Somit sind nach diesem Monat Juli 65 % des Zieles erreicht.

Aktueller Depotwert: 187.500 €

Danke fürs Lesen. Schön, dass Du hier warst!

Monatsübersicht Juli 2022

Veröffentlicht am 31.07.2022, Der Dividendenjäger

Zukäufe

25 Nike (2.459 €)

40 Fastenal (1.906 €)

12 Texas Instruments (1.929 €)

11 Illinois Tool Works (2.011 €)

7 Home Depot (2.038 €)

Verkäufe

62 Apple (7.826 €)

Insgesamt investiert im Monat Juli: 2.517 €

Dividenden im Monat Juli

Canadian National Railway (27,69 €)

Coca-Cola (13,63 €)

Danaher (4,55 €)

Illinois Tool Works (16,52 €)

Intuit (5,54 €)

Nike (5,01 €)

Stryker (6,90 €)

Union Pacific (37,08 €)

Einnahmen im Juli 2022: 116,65 € Einnahmen im Juli 2021: 88,13 € ​ Jahr zu Jahr Steigerung: + 32 % ​ 2022er Dividenden bis jetzt (YTD, Year to date): 1.961 € (280,14 Euro/Monat) Alle Dividenden seit Beginn (All-time income): + 6.421 €

Dividendenerhöhungen im Monat Juli

LVMH + 66 % (Zwischendividende)

Diageo + 5 % (Schlussdividende)

Cashbestand

Freies Kapital zum Investieren: 2.500 € monatlich

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<![CDATA[Ein Champion verlässt das Depot - Die Positionen in FAST, HD, ITW, TXN werden dafür verdoppelt]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/ein-champion-verl%C3%A4sst-das-depot-die-positionen-in-fast-hd-itw-txn-werden-daf%C3%BCr-verdoppelt62d81b7af4256b3bbaab161aFri, 22 Jul 2022 09:06:36 GMTDer DividendenjägerIn dieser Woche gab es für meine Verhältnisse eine große Änderung in meinem Depot. Ein wahrer Champion musste gehen, um das gesamte Depot zu stabilisieren und meine zukünftigen Cashflows weiter zu erhöhen.

Einleitung

Es braut sich bekanntlich ein Sturm am Horizont zusammen und bei vielen Bürgern in unserem Lande stehen jetzt schon die Schweißperlen auf der Stirn, wenn man sich nur die Wintermonate vor Augen hält. Von daher möchte auch ich sicherstellen, dass mein Depot auf einen potenziellen Sturm vorbereitet ist. Um dies zu tun, habe ich meinem Portfolio in dieser Woche weitere qualitativ hochwertige, wiederkehrende und ertragreiche Einkommensgeneratoren hinzugefügt. Es sind bewährte Unternehmen und Investitionen, die in guten und in schlechten Zeiten für mich Einkommen generieren.

Seit Anfang an (2016) bin ich ein risikoavisierter Anleger, immer mit Bedacht meine Gelder zu schützen, als die Überrendite einzufahren. Und immer mit den Gedanken:

  • Lass dich niemals ruinieren.
  • Sei darauf bedacht, aus der Situation Nutzen zu ziehen.
  • Bei einem Schicksalsschlag ist das Depot definitiv das Letzte, was noch stehen würde und muss!

Finanzielle Katastrophen sind bekanntlich häufiger als Naturkatastrophen, von daher ist es mein persönliches Anliegen, mich in den nächsten 50 Jahren so aufzuführen, dass ich im Fall einer Finanzkatastrophe immer überleben würde.

Der Verkauf von Apple Inc.

Doch wer ist dieser Champion und warum musste er genau jetzt gehen? Es war Apple Inc. (AAPL) und der Verkauf hatte rein gar nichts mit dem Unternehmen zu tun. Gerade als Apple-Fanboy fiel mir diese Entscheidung extrem schwer, da das Geschäft brillant läuft, die fundamentalen Zahlen perfekt sind und ich von jedem Produkt zu 100 % überzeugt bin.

Mein einziges Problem mit Apple ist, dass es nicht mehr zur Ausrichtung meines persönlichen Lebens passt. Ich habe hier das Luxusproblem, dass Apple mir einfach zu viel Performance bietet und mir seit 2016 (so lange bin ich dabei) keine wirklichen Nachkaufgelegenheiten angeboten hat. Für einen Nachkauf waren mir die Preise in meinen Augen seit Jahren einfach zu teuer.

Als einkommensorientierter Investor ist dies natürlich ein Problem, da mir Einstiegs- oder Nachkaufpreise einfach wichtig erscheinen. Für Investoren, die hohe Buchgewinne beim Bäcker um die Ecke auf ihrem Handy vorzeigen können, ist der Verlauf natürlich ein Träumchen. Wenn ich ein Unternehmen nachkaufe, spielt die aktuelle Dividendenrendite eine große Rolle. AAPL bietet derzeit eine Rendite von gerade einmal 0,6 % und das Dividendenwachstum der letzten 2 bzw. 5 Jahre lag zwischen 7 % und 9 %. Würde diese Wachstumsrate beibehalten werden, dann verdoppelt sich die Dividende etwa alle acht bis neun Jahren. Ein Nachkauf bei dieser sportlichen Bewertung kommt daher für mich nicht in Frage, denn ich möchte nicht bis 70+ warten, bis ich 4 % Rendite auf mein investiertes Kapital bekomme.

Wie sah der aktuelle Bestand aus? Ich hatte insgesamt 62 Aktien für 2.700 € EK im Depot mit einer persönlichen Dividendenrendite von 1,55 % (etwa 42 € brutto). Meine Möglichkeiten wären gewesen, dass ich diese Position einfach liegen lasse und nicht mehr nachkaufe, oder einen Verkauf prüfe und den Erlös anderweitig investiere. Die Aktien hatten einen Depotwert von 9.220 € (entspricht einem Kursplus von 240 %) und durch diesen Verkauf bekam ich nach Steuern ein freies Kapital von 7.826 €, was mir für "anderweitige" Investitionen zur Verfügung stand.

Mein Gedankengang

Investiere ich nun dieses freigewordene Kapital zu 3 %, dann würde ich das zusätzliche Einkommen auf das Fünffache anheben. Eine Verfünffachung der Dividende von Apple in den nächsten 10 Jahren halte ich dagegen für eher unwahrscheinlich. Selbst wenn die Investitionen mit 3 % Rendite ihre Dividenden langsamer steigern sollten als AAPL, werde ich in Summe mehr Einkommen erhalten als mit AAPL. Die Frage aller Fragen war nun, wer die potenziellen Kandidaten wären, die sogar besser als Apple abschneiden werden. Vielleicht liegen diese Kandidaten sogar schon in meinem Depot und haben sichere 3 %, sind historisch fair- oder unterbewertet und bieten langfristige Renditen von über 10 % p.a.? Und die Antwort war ja! Und da braucht sich auch keiner vor dem 2.450.000.000.000 USD schweren Riesen aus Cupertino verstecken!

Einen weiteren Vorteil bietet mir der Verkauf, indem ich die Kursgewinne von 5.120 € netto realisiert habe und diesen Betrag nun weniger sparen müsste. Rechne ich die 29.000 €, die ich in diesem Jahr an den Börsen frisch investieren möchte und die Kursgewinne von Apple mit dazu, dann komme ich auf über 34.000 € Anlage für das Jahr 2022. Oder anders ausgedrückt: mein Kalenderjahr hat 14 anstatt 12 Monate.

Mein letzter Gedankengang war, dass ich mit meiner Beteiligung an Berkshire Hathaway (Berkshire's Anteil an Apple beträgt 42 %) weiterhin an Apple beteiligt bin. Somit kann ich weiterhin Apple-Fanboy bleiben, mich für das Unternehmen begeistern und profitiere weiterhin von seinem Erfolg.

Die Positionen in FAST, HD, ITW, TXN werden dafür verdoppelt

Beim Verkauf stellt man sich auch die Frage, wer das Potential hat, mir die entscheidende Performance zu liefern und mir gleichzeitig ein Einkommen schafft, das mich zuverlässig bezahlt, unabhängig davon, was gerade die nächste Katastrophe tut. Dies bedeutet, die Exposition gegenüber den grundlegendsten und wichtigsten Teilen unserer Gesellschaft und Wirtschaft zu kaufen.

Das ganze Kapital als Einmalanlage in ein neues Unternehmen zu stecken wäre zwar auch nice, aber das Risiko eines Fehlgriffs ist mir hier einfach zu hoch. Darum habe ich meinen aktuellen Bestand geprüft und nach aussichtsreichen Kandidaten geschaut.

Meine Zielkriterien waren im Konsens:

  • 30 % Renditepotential bis 2025
  • über 14 % Dividendenwachstum jährlich
  • mindestens 2,5 % Dividendenrendite aktuell
  • über 3 % persönliche Dividendenrendite ab 2025
  • historisch unter- oder fair bewertet
  • mindestens 10 Jahre permanente Dividendensteigerung aufweisen
  • nicht mehr als 70 % Ausschüttungsquote auf den Gewinn haben
  • mindestens 10 Mrd. USD Marktkapitalisierung aufweisen
  • Schulden-Quote kleiner als Apple (34,2 %) haben
  • Cashflow-Steigerungen-Erwartet höher als Apple (13,8 %)

Und siehe da, es gibt wunderbare Unternehmen zu wunderbaren Preisen! Damit dieser Artikel nicht ewig in die Länge gezogen wird, habe ich hier aus dem Aktienfinder die entsprechenden Screenshots gezogen. Auf die einzelnen Probleme werde ich auch nicht eingehen, da diese weitestgehend bekannt sind (volle Lagerbestände, Inflation, Befürchtungen vor einer Rezession und trübe Aussichten).

Illinois Tool Works

Illinois Tool Works ist ein fantastischer Dividendenaristokrat mit einem hervorragenden Geschäftsmodell, einer hohen Bargeldkonvertierung und einem Fokus auf Aktionärsausschüttungen. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine gute Bewertung, eine attraktive Rendite und ein anständiges Dividendenwachstum. Alle Kriterien werden hier für mich erfüllt.

Home Depot

Mit einem Rückgang von mehr als 30 % bis heute erzielt Home Depot jetzt eine Einstiegsdividendenrendite von 2,4 %. Dies macht den langfristigen Bullenfall angesichts des Fokus von Home Depot auf Dividendenwachstum und Aktien-Rückkäufe sehr saftig. Obwohl ich nicht erwarte, dass die Aktie mit einem plötzlichen Aufschwung beginnt, werde ich die Gelegenheit nutzen, um meine Home Depot-Position zu verdoppeln. Home Depot erfüllt auch hier alle Kriterien.

Fastenal

Für einkommensorientierte Investoren verfügt der Distributor Fastenal über eine lange Erfolgsbilanz mit zweistelligen Dividendenerhöhungen. Bei Anbetracht des KGV bereinigt erscheint die Aktie sportlich bewertet zu sein. Doch die Aussichten bleiben weiterhin voll intakt, sodass man mit mehr als den 13,7 % (fünfjährigen CAGR/Zuwachs-Gewinn) rechnen könnte. Neue Investoren könnten in den kommenden Jahren schnell eine Dividendenrendite von mehr als 3 % erzielen. Auch Fastenal erreicht alle meine Zielkriterien.

Texas Instruments

Letzter Kandidat im Quartett ist Texas Instruments. Texas Instruments meldet weiterhin beeindruckende Wachstumsraten. Aber die Prognosen sagen einen zyklischen Höhepunkt voraus, auf dem sich Texas Instruments befindet. Eine potenzielle bevorstehende Rezession könnte negative Auswirkungen auf das Geschäft haben. Ich sehe und bleibe aber weiter optimistisch, dass eine Rezession abgewendet werden und die Exposition von TXN auf Industrie- und Automobilmärkten schnell wieder wachsen kann. Die fundamentalen Zahlen sind hervorragend und meine Kriterien sind bis auf das Renditepotential alle erfüllt.

Zusammengefasst: Aus 1 mach 4 - schöne Dividendenaktien, perfekt für alle Rezessionen oder sonstige Katastrophen

Ich weiß nicht, ob die Aktien noch einmal um 10 % bis 35 % fallen werden. Die Konsensschätzung von Blue-Chip-Ökonomen sagt ja und was noch alles passieren könnte, wenn wir eine leichte bis schwere Rezession bekommen. Werde ich meinen Apple-Verkauf später bereuen? Das weiß ich auch nicht! Wenn man weiß, warum man investiert, bestimmt man auch selbst, wie man investiert. Ich zumindest weiß, dass ich in Einkommen investiere. Es scheint zwar eine so einfache Aussage zu sein, aber es widerspricht der durchschnittlichen Anlagemethode. Investoren nähern sich oft dem Markt, um "Geld zu verdienen" und können sich von der Menge "total return is supreme" mitreißen lassen. Dennoch sage ich bei Apple erst einmal höflich: "Nein, danke, mir reicht es fürs Erste". Bis jetzt waren meine Entscheidungen zum Ausstieg nicht die schlechtesten. So mussten im Laufe der Zeit schon einige Unternehmen gehen, die nach meinem Verkauf bis heute nicht mehr an ihre Performance anknüpfen konnten und somit mein Kapital strapaziert hätten: AT&T, Fresenius, Facebook, Cisco System, Henkel, Aurelius, Airbus und Altria.

Das frei gewordene Kapital von 7.826 € teilt sich wie folgt auf:

  • 11 Aktien Illinois Tool Works für 2.011 €
  • 7 Aktien Home Depot für 2.038 €
  • 40 Aktien Fastenal für 1.906 €
  • 12 Aktien Texas Instruments für 1.929 €

Die Dividendenrendite konnte somit von 0,64 % auf 2,55 % gesteigert werden. Oder in Summe ausgedrückt von 42 € auf 201 € brutto.

Die Vorfreude auf die nächsten Monate ist jetzt schon riesig! Ich bin gespannt, wie sich die neue Ausrichtung bemerkbar machen wird und wie die Dividenden zum Tragen kommen.

Und wer den Platz von Apple einnehmen wird.

Danke, dass Du hier warst und Danke fürs Lesen!

LG

Falk

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<![CDATA[Nike Inc. - "Wenn das Leben mit Zitronen wirft, machen wir Limonade"]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/nike-inc-wenn-das-leben-mit-zitronen-wirft-machen-wir-limonade62bc5225563efe4e37bf198fWed, 06 Jul 2022 09:14:21 GMTDer Dividendenjäger

Einleitung

In den späten 70er und 80er Jahren stand die US-Wirtschaft vor einer der schwierigsten Zeiten. Schaut man sich die aktuelle Medienlandschaft an, dann stehen wir heute ebenfalls wieder vor einem Scheiterhaufen. Doch genau in diesen Zeiten kommen die besten Gelegenheiten vorbei. Mit bemerkenswerter Geduld und disziplinierten Investitionen kann hier der wichtigste Grundstein für die nächsten Jahrzehnte gelegt werden. Einkommensschaffende Vermögenswerte sind hier das A und O. Daher sehe ich auch bei Nike keinen Grund, die Käufe mit ermäßigten Preisen einzustellen. Ich begrüße die Marktturbulenzen und nutze die Möglichkeit, mein Einkommen weiter zu steigern. Es wird der Tag kommen, wo sich der Markt wieder erholt. Bis es aber soweit ist, werde ich von diesem Sportartikelhersteller mehr Aktien und mehr Dividenden besitzen. Getreu dem Motto: "Wenn das Leben mit Zitronen wirft, machen wir Limonade".

Lieferkettenprobleme, Inflations- und Devisenauswirkungen

In den letzten Tagen wurde das Unternehmen weiter an der Börse abgestraft, nachdem das in Beaverton, Oregon, ansässige Schuh- und Bekleidungsunternehmen am 27. Juni seine Quartalszahlen veröffentlicht hatte. Obwohl das Management positiv über das Direktgeschäft (Umsatzsteigerung von 7 %) berichtet hatte und ein Gewinn von 0,90 USD pro Aktie erzielt worden war, brachen die Aktien noch am selben Tag ein.

Zu den wichtigsten Fragen, die von der Wall Street in Bezug auf Verkäufe in China, Lieferkettenprobleme und Inflations- und Devisenauswirkungen erwartet wurden, hatte sich das Unternehmen jedoch weniger optimistisch gezeigt. So zeigte sich bei einem wichtigen in China ansässigen Einzelhandelspartner für Nike (NKE), dass der Umsatz in den wichtigen Region um 19 % sank, angeführt von einem Zusammenbruch der Bekleidungsverkäufe um 39 % inmitten von Lockdowns. Dies ist zwar nicht die volle Katastrophe, da einige Analysten die Lage bärischer eingeschätzt hatten, aber überraschend war jedoch, dass auch die Verkäufe in Nordamerika um 5 % zurückgingen und sich die Bekleidungsverkäufe stark verlangsamt hatten.

Zudem drückt der Schuh bei den Lieferketten und Lagerbeständen gewaltig. Letzteres stieg sogar um 23 % auf 8,4 Milliarden Dollar.

Schließlich wirkten sich auch noch Inflations- und Devisenauswirkungen negativ auf die Ergebnisse aus, sodass die Bruttomarge um 80 Basispunkte auf 45 % fiel. Hier liegen die Gründe bei den höheren Fracht- und Logistikkosten, während ein stärkerer Dollar für eine Lücke zwischen währungsneutralen Verkäufen und den gemeldeten Zahlen angegeben wurde.

Die Umsatzentwicklung von Nike Inc.

Fasse ich die aktuelle Nachrichtenlage und die Ergebnisse des letzten Quartals zusammen, so könnte man hier meinen, dass jetzt lange und schwierige Zeiten für das Unternehmen anstehen werden. Klar ist, man kann und wird nicht wissen, was die nächsten Monate mit sich bringen werden. Aber als Investor, der einen langen Atem mit sich bringt und hier schon erfolgreich eingestiegen ist, beunruhigt ein eventuell kurzfristiger Umsatzeinbruch nicht wirklich. Bei der Betrachtung der Umsätze der letzten 20 Jahre sieht man, dass es bis auf die Jahre 2009 und das Frühjahr 2020 immer einen wunderschönen und konstanten Anstieg gegeben hat. Das zeigt, dass nur sehr wenige Unternehmen, wenn überhaupt, so tiefe und persönliche Verbindungen zum Verbraucher aufgebaut haben wie Nike Inc.

Die im Juni 2017 angekündigte Nike Consumer Direct Offense-Initiative, die darauf abzielt, den digitalen und direkten Umsatz zu steigern, hat in den letzten Jahren eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung des Umsatzes und der Gewinnleistung von Nike gespielt. Digitale und D2C-Verkäufe unterstützen zudem die Margen von Nike, was noch viel Platz für weitere Vorteile an dieser Front bringen wird.

Ich denke, dass es in absehbarer Zeit zu keinen Schäden an der Marke Nike oder Jordan kommen wird. Immerhin haben die Analysten auch ihre Umsatzprognosen für das Jahr 2025 nicht geändert und gehen immer noch davon aus, dass Nike Inc. in den nächsten 3 Jahren auf 60,7 Milliarden USD an Umsatz erzielen wird. Das wäre eine Steigerung um 49 % (40,7 Milliarden USD Umsatz 2021).

Aktienrückkaufprogramm

Etwas, was mich ebenfalls sehr positiv stimmt, ist, dass der Vorstand im Q4 Bericht verlauten lies, ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 18 Milliarden Dollar aufzusetzen. Zuletzt wurden diese Rückkaufprogramme bei Pandemiebeginn ausgesetzt. Diese Neuauflage sehe ich als Zeichen, dass der Vorstand eindeutig versucht, einen wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen, indem er Nike-Aktien billig zurückkauft.

"Nikes Ergebnisse in diesem Geschäftsjahr sind ein Beweis für die unübertroffene Stärke unserer Marken und unsere tiefe Verbindung zu den Verbrauchern. Unsere Wettbewerbsvorteile, einschließlich unserer Pipeline innovativer Produkte und der wachsenden digitalen Führung, beweisen, dass unsere Strategie funktioniert, da wir durch unseren unermüdlichen Drang, der Zukunft des Sports zu dienen, Wert schaffen." - John Donahoe, CEO von Nike, Pressemitteilung für das vierte Quartal 2022

Gewinn-Entwicklung von Nike Inc.

Genau 2 Jahre (01.07.2020) ist mein letzter Nike Inc. Kauf nun her. Die Welt stand still und die Aussichten waren erdrückend. Ein Gewinneinbruch von 56 % stand am Ende in den Bilanzen, doch Nike Inc. lies sich nicht unterkriegen und machte einfach wie gewohnt weiter. So stieg der Gewinn pro Aktie im Pandemiejahr 2020 von 1,60 USD auf den Stand von heute (3,78 USD), was ein Gewinnanstieg von 134 % bedeutet. Zieht man ein Resümee mit den Jahren 2019 und bis heute, so stiegen auch hier die Gewinne um sage und schreibe 50 % an. Glaubt man den Schätzungen der Analysten, so wären 5,55 USD pro Anteilsschein bis 2025 möglich, was ebenfalls ein Anstieg von 50 % bedeuten würde.

Die Erfolgsstory von Nike Inc. könnte also noch lange so weiterlaufen. Heute ist Nike Inc. besser positioniert, um nachhaltiges langfristiges Wachstum voranzutreiben, als vor der Pandemie. Und wenn China erst einmal alles öffnet, könnte auch die Stimmung bei den Verbrauchern und Aktionären wieder in neue Höhen hüpfen.

Die Dividendenentwicklung von Nike Inc.

Nike Inc. wird mit großer Voraussicht die Dividende im Dezember 2022 zum 20. Mal ohne Unterbrechung steigern. Die einen mögen zwar behaupten, dass eine Nike-Dividendenrendite von 1,2 % einem Dividendenjäger nicht würdig wäre, doch wer die Steigerungsraten der letzten 10 Jahre beobachtet hat wird feststellen, dass diese im Durchschnitt immer im zweistelligen Prozentbereich (~13 %) gesteigert wurden.

Auch eine Nike-Dividendenrendite von über 1,5 % ist eine Seltenheit, es gab sie auch erst ein einziges Mal im Jahr 2009 (2,25 %). Der historische Mittelwert liegt bei 1,08 %, wobei die jetzigen 1,2 % schon einen Seltenheitswert haben, was mich positiv stimmt, hier einen guten zweiten Nachkauf getätigt zu haben. Laut Hochrechnung sollte mir Nike Inc. eine jährliche Dividendenrendite von 4 % im Jahr 2038 einbringen. Dies wäre optimal für einen Entnahmeplan, sollte man die beruflichen Segel vielleicht doch schon eher streichen.

Bewertungskennzahlen (KGV der letzen 10 Jahre)

Der erste Blick auf das bereinigte KGV der letzten 10 Jahre wirkt erschreckend teuer, da dieses bei knapp 31 liegt. Nike Inc. wird zum Teil wie ein Tech-Unternehmen bewertet. Geschuldet wird dies, weil Nike Inc. in den letzten Jahren sein Geschäft stark verändert und einen Muskel aufgebaut hat, der nicht nur hilft, zukünftige Widrigkeiten zu überwinden, sondern auch die Fähigkeit und Agilität gibt, das Wachstum immer weiter voranzutreiben. Doch nun, da die Aktien von ihrem Höhepunkt um über 40 % gefallen sind, lässt ein aktuell bereinigtes KGV von 27 die Papiere fair aussehen. Nach der historischen Dividendenrendite und der Betrachtung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses, ist dies mein zweiter Punkt, der für mich einen Nachkauf bestätigt.

Entwicklung des fairen Wertes von Nike Inc.

Ich weiss, wir haben es bei Nike Inc. nicht gerade mit einer Schnäppchenjagd zu tun. Dieser Chart, den ich aus dem Aktienfinder.net erhalten habe, zeigt, dass der Kurs von Nike Inc. (schwarze Linie) in den Jahren 2012 bis 2107 immer wieder vom bereinigten Wert davonläuft und wieder zurückkommt. Man sieht aber auch schön, wie das Verhältnis KGV und Kurs ab dem Jahr 2018 eine Diskrepanz aufweist, indem der Preis der Nike-Aktie dem bereinigten Fair Value (orange Linie) astronomisch davongelaufen ist.

Doch nach 2 Jahren des Wartens liegt der Kurs wieder in diesem Fair Value Bereich (orange Linie), was mich hoffen lässt, Nike Inc. nicht "billig" aber zu einem vernünftigen Preis nachgekauft zu haben.

Sollten die Erwartungen und die unerbittliche Pipeline innovativer Produkte weiterhin voll einschlagen, könnte die Trennung zwischen Nike und seinen Konkurrenten weiter gefördert werden. Keine andere Marke hat die Fähigkeit, alle Ressourcen so zu nutzen und das Geschäft so zu skalieren wie Nike. Daher glaube ich auch an die Prognosen der Analysten und will hier weiterhin am Wachstum teilhaben. Falls dies bis zum Ende des Jahres 2025 geschehen sollte, so hätte meine Investition ein Potential von gut 55 %. Dies würde einer jährlichen Rendite von über 16 % entsprechen.

Mein Nachkauf:

"Wenn das Leben mit Zitronen wirft, machen wir Limonade" war der opener meines heutigen Artikels, den ich nun gerne ausklingen lassen möchte.

Wir haben es hier mit einem Unternehmen zu tun, dass wie alle anderen gerade mit der globalen Krise kämpfen muss. Die Aktie ist von ihrem Höhepunkt um über 40 % abgestürzt, was ungefähr gleichzusetzen ist mit dem Absturz während der großen Finanzkrise. Das allein macht es gerade zu einem schreienden Kauf für mich. Ich bin kein Aktien-Händler der Geld verdienen muss, indem ich die Stimmung und die Marktaktionen vorhersagen muss. Stattdessen bietet mir die Irrationalität des Marktes die Möglichkeit, mein Portfolio weiter mit dividendenzahlenden Aktien aufzubauen. Auch wenn ich hier in den letzten 2 Jahren schon am Verzweifeln war und zusehen musste, wie die Preise immer weiter in den Himmel stiegen, so freut es mich heute ungemein, dass diese Aktie an Wert verloren hat. Nur so erhalte ich die Möglichkeit, eine höhere Rendite in den nächsten Jahren zu erzielen und verstärke zudem auch noch mein Einkommen. Wenn sich der Markt erholt, bin ich gut positioniert für den Kapitalaufwärtstrend, ohne mich mit dem Stress des Markt-Timings zu befassen.

Nike Inc. wird sein digitales Geschäft, dass im Geschäftsjahr 2022 um 18 % gewachsen ist, weiter stärken. Das Tempo in ihrer Branche werden sie weiter vorgeben, indem sie ein erstklassiges, konsistentes und nahtloses Erlebnis schaffen, das 1:1-Verbrauchererlebnis in großem Maßstab fördert.

Im abgelaufenen Quartal feierte Nike sein 50-jähriges Jubiläum. Ob heute oder wie am 1. Mai 1972 hatte Nike neben seiner Marke auch einige Missionen und Visionen. Wie Phil es in seiner Biografie ausdrückte, hatten sie damals nur einen Traum, eine Menge Ehrgeiz und einen Kofferraum voller Schuhe mit einem Swoosh drauf. Auch 50 Jahre danach ist Nike immer noch ein Wachstumsunternehmen, dass seit 5 Jahrzehnten für Sportler innovativ geblieben ist und den Sport Generation für Generation neu definiert hat.

Genau aus diesem Grund habe ich mir weitere 25 Aktien zu einem Kurs von 97,95 € ins Depot gekauft. Inklusive Gebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 2.460 €.

Da ich erst seit Januar 2020 Aktionär von Nike Inc. bin und dieser Nachkauf erst mein zweiter war, komme ich trotzdem auf insgesamt 45 Aktien. Die jährlichen Dividenden werden im nächsten Jahr 54 € betragen. Somit liegt meine persönliche Dividendenrendite bei 1,3 %.

Durch diesen Nachkauf ist Nike nicht mehr das kleinste Unternehmen in meinem Depot. Der Depotanteil liegt heute bei 2,5 %.

Weitere Aktienkäufe sind in diesem Monat Juli nicht geplant.

Danke, dass Du hier warst und danke fürs Lesen!

LG

Falk

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<![CDATA[Depotupdate 06.22 - Der -Markt ist da, trotzdem bleibt der Markt mein Freund ]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/depotupdate-06-22-der-markt-ist-da-trotzdem-bleibt-der-markt-mein-freund62b1d4813c2aaaec529c5651Thu, 30 Jun 2022 17:22:01 GMTDer Dividendenjäger

Die ruhigen und entspannten Wochen in Schweden sind nun leider vorbei und ich musste wieder die Heimreise antreten. Im Alltag angekommen und dem Börsentreiben wieder hingegeben, fällt das Fazit für diesen Monat sehr bescheiden aus.

Wir hatten in den letzten 12 Wochen nur zwei grüne und positive Woche. Zudem erreichte der Markt im abgelaufenen Monat einen neuen Tiefpunkt von -22 %, was ihn zum zweitschlimmsten Start ins Jahr in der Geschichte des US-Marktes macht. So blieb es auch nicht aus, dass sich mein Depot nach langem Wehren nach 2020 nun offiziell wieder in einem Bärenmarkt befindet.

Natürlich wollte ich wissen, wie schlimm dieser Schmerz wird und wie lange die Märkte brauchen werden, bis eine Erholung stattfindet. Immerhin war der Crash im Jahr 2020 nach 3 Monaten wieder Geschichte. Ich begann die Suche und fand diese Grafik bei Bloomberg die zeigt, dass - historisch gesehen - Aktien in einem Crash im Median um 8 Monate fallen. Das erfreuliche ist, dass wir die ersten 5 Monate schon hinter uns haben. Der durchschnittliche Rückgang des Bärenmarktes beträgt dagegen 11 Monate und die längste Abwärtsstrecke in der Geschichte dauerte ganze 31 Monate während des Tech-Crash von 2000 bis 2002.

Meine Suche nach dieser Grafik entstand nicht aus großer Sorge um meine Buchgewinne - die sich so langsam auflösen - sondern um gute Preise. Denn als langfristiger Investor brauche ich gute Angebote die es mir ermöglichen, mein Portfolio zu erweitern. Nun ist zumindest ein Zeitfenster bis Weihnachten für mich rechnerisch klar und sollte dieses länger offen bleiben, umso besser!

Der Aktienmarkt bleibt mein Freund

Wer meinen Blog schon länger verfolgt wird wissen, dass ich immer wieder die Einkommensstrategie erwähne und wie wichtig ich dieses Bar-Einkommen finde. Seit meinem Börsenstart im Jahr 2016 kann ich mich für diese Einkommensquelle begeistern und freue mich nun, dass meine Einnahmen nach nur 6 Monaten auf dem Niveau des Gesamtjahres 2021 liegen. Somit ist jetzt schon sicher, dass das Einkommen in diesem Jahr wieder einmal höher ausfallen wird als im Jahr zuvor. Dass der Markt aktuell gnädig zu mir ist, kommt mir klar zugute.

Die aktuelle Situation ist nicht das Armageddon für mich, sondern eine goldene Gelegenheit. Wir sehen, dass die Renditen aufgrund aggressiver Verkäufe durch panische Investoren erhöht sind. Der Markt säubert die schwächeren Investoren unter uns und eröffnet Möglichkeiten, hohe Renditen von exzellenten Unternehmen zu erzielen. Renditen, die nur ein- oder zweimal im Jahrzehnt erzielt werden. Renditen, die das Portfolio zu einem einkommensschaffenden Moloch machen können.

Man kann die Börse zudem auch wie einen großen Flohmarkt betrachten. Jeder Investor ist ein Verkäufer oder Kunde. Diejenigen die verkaufen, wollen ihre Waren auf diesem Markt anbieten und akzeptieren am Ende jeden Verkaufspreis, nur weil sie gezwungen sind Verluste zu minimieren. Stattdessen kann ich diesen Flohmarkt als Kunde angehen und diese massiven Rabatte und Verkäufe genießen. Ich werde jeden Monat, jedes Quartal, jedes Jahr für meinen Aktienbesitz bezahlt. Mein Einkommen steigt, wenn ich die Dividenden reinvestiere. Zudem steigt es schneller, da viele meiner Beteiligungen ihre Dividenden erhöhen, wie Union Pacific (+10 %), L'Oréal (+20 %) und ein Dutzend andere bisher in diesem Jahr.

Dies ist der Schlüssel, um das Beste aus einem Bärenmarkt zu machen. Ich brauche keine große Barreserven, ich muss den Markt nicht timen, damit ich tiefer kaufen kann. Ich kaufe und halte einfach. Ich bekomme Dividenden. Ich kaufe mehr. Wiederhole und wiederhole das ganze immer wieder. Und das Beste daran ist, die ganze Zeit wächst mein Bestand im Portfolio still und leise weiter.

Investitionen im Juni:

Auch wenn jetzt der zweite Einbruch gekommen ist, bin ich sehr zufrieden mit meinem Allwetterportfolio. Es ist bei weitem nicht das gewinnreichste Depot aller Zeiten , aber es ist meins, es dient mir gut und es funktioniert. Daher gab es auch in diesem Monat nur Nachkäufe, während Neueinsteiger bei mir weiter warten müssen. Einer meiner wichtigsten Nachkäufe in diesem Monat war das Unternehmen SAP. Hier hatte ich berichtet. Ich konnte mir weitere 25 Aktien zum Ausbau gönnen. Investiert wurden hier 2.362 EUR. Des Weiteren habe ich die Möglichkeit genutzt, um einen kleinen Nachkauf bei LVMH Moët Hennessy zu tätigen. Leider hat es im letzten Monat nur für eine Aktie gereicht, die aber trotzdem 561 € gekostet hat. Zum Schluss gab es noch ein paar Häppchen von Unilever, Amgen und 3M. Denn hier haben die automatisierten Sparpläne ihre Arbeit vollbracht und meine alle drei Monate erhaltenen Dividenden wieder reinvestiert. In Summe waren dies nochmal 241 Euro.

Kurz und bündig zusammengefasst komme ich auf eine Investitionssumme im Monat Juni von 3.164 €.

Erfreuliche Dividendenerhöhung:

Erfreuliche Dividendenerhöhungen gab es im Monat Juni keine. Somit bleibt es beim alten, dass erst einmal 18 von 29 Unternehmen ihre Dividenden steigern.

Einnahmen:

In unseren Vorstellungen ist der Ruhestand etwas, auf das wir uns alle freuen - auch ich. Die Fähigkeit zu reisen, um die Familie zu sehen oder sogar die ganze Welt, treibt uns jeden Tag an. Die meisten Menschen träumen davon alles zu tun, was sie während der Arbeit nicht tun können, weil sie schlicht und einfach keine Zeit dafür haben.

Der Ruhestand macht Zeit frei, viel Zeit sogar. Aber er schafft auch eine große Herausforderung - Geld.

Nachdem im Monat Mai stolze 665,86 € (Netto) zusammengekommen sind, war die Vorfreude für den Monat Juni ebenfalls sehr groß. Zum einen, weil die meisten Dividendeneingänge noch während meiner Reise eingegangen sind und zum zweiten, weil es wieder 10 Zahltage waren. Am Ende wurde wieder einmal alles übertroffen. Bei der Betrachtung und beim Vergleich zum Juni 2021 zeigte sich erneut eine ordentliche Steigerungsrate, diesmal von 148 %. Dabei lag die Gesamtsumme an erhaltenen Dividenden bei 371,21 €. Die Herausforderung - Geld - ist weiterhin voll im Gange.

Leider sind die stärksten Monate jetzt vorüber und die nächsten Zahlungen werden wieder kleiner ausfallen. Und genau das zeigt mir, dass hier noch einiges an Arbeit vor mir liegt.

Zum Depot:

Wie eingangs beschrieben befindet sich der Bärenmarkt nun auch wieder in meinem Depot. Somit wurden jetzt schon viele der besten Unternehmen der Welt zerquetscht.

Der große Vorteil aber ist, dass es nun unglaublich großartige Möglichkeiten für die Blue-Chip-Schnäppchenjagd gibt.

Auf der Gewinnerseite stehen nach diesem abgelaufenen Monat nur sieben Unternehmen. Am positivsten präsentierten sich Church & Dwight mit einem Plus von 5 %, Johnson & Johnson mit einem Plus von 3 % und L`Oréal mit einem Plus von 2 %.

Auf der "Verliererseite" sind am meisten negativ aufgefallen: Stryker und Berkshire Hathaway mit Minus 11 % sowie Texas Instruments und Illinois Tool Works mit einem Minus von jeweils 9 %.

Auch wenn in Spitze mein Depot um gut 8 % gefallen ist und in den letzten Tagen wieder ein positiver Anstieg vorhanden war, konnte ich einen Buchverlust von 6.081 € nicht vermeiden. Am Ende blieb nur eine Monatsperformance von Minus 3,54 % für mich übrig.

Zusammen macht dies unterm Strich seit dem Start meines Depots ein Plus von

33.173 € bzw. von 24,7 %.

Die Gesamtsumme an investiertem Kapital für das Jahr 2022 liegt aktuell bei 16.290 €.

Für das Jahr 2022 habe ich wieder den Anspruch, 29.000 € an der Börse zu investieren. Somit sind nach diesem Monat Juni 56 % des Zieles erreicht.

Aktueller Depotwert: 168.400 €

Danke fürs Lesen. Schön, dass Du hier warst!

Monatsübersicht Juni 2022

Veröffentlicht am 30.06.2022, Der Dividendenjäger

Zukäufe

25 SAP (2.362 €)

1 LVMH Moët Hennessy (551 €)

0,3 Amgen (66 €) *Dividende reinvestiert

0,6 3M (75 €) *Dividende reinvestiert

2,3 Unilever PLC (100 €) *Dividende reinvestiert

Verkäufe

Keine

Insgesamt investiert im Monat Juni: 3.154 €

Dividenden im Monat Juni

3M (81,31 €)

Amgen (68,99 €)

Church & Dwight (16,61 €)

Home Depot (22,95 €)

Johnson & Johnson (35,90 €)

Mc Donalds (17,53 €)

Microsoft (19,50 €)

Old Dominion Freight Line (4,86 €)

Rollins Inc. (10,79 €)

Unilever PLC (92,77 €)

Einnahmen im Juni 2022: 371,21 € Einnahmen im Juni 2021: 149,22 € Jahr zu Jahr Steigerung: + 148 % ​ 2022er Dividenden bis jetzt (YTD, Year to date): 1.844 € (307,33 Euro/Monat) Alle Dividenden seit Beginn (All-time income): + 6.304 €

Dividendenerhöhungen im Monat Juni

Keine

Cashbestand

Freies Kapital zum investieren: 2.500 € monatlich

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<![CDATA[Das Projekt SAP - Warum der Besitz von SAP so wichtig für mich ist]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/das-projekt-sap-warum-der-besitz-von-sap-so-wichtig-f%C3%BCr-mich-ist629faf4f305016571d9f7972Wed, 08 Jun 2022 17:27:25 GMTDer Dividendenjäger

Einleitung

Mein Ruhestand sollte eines Tages durch Dividenden finanziert werden und gerade jetzt, wo ich für einige Wochen durch das schöne Schweden tingele, wird mir auch immer mehr bewusst, wie wichtig mir ein dauerhafter Einkommensstrom ist. Während es viele exotische und aufregende Orte gibt, an denen man seine Dividendendollars erhalten könnte, sollte man nicht vergessen, sich den "Grundlagen" der Vermögensentwicklung und des nachhaltigen langfristigen Einkommens - den Dividenden - zu stellen. Sobald man erkennt, dass seine Einkommensquelle nicht aufregend sein muss, kann man sich darauf konzentrieren, was alles aufregendes mit diesem Einkommen zu machen ist! Ich mag es, meine Aufregung auf dem "Lebensniveau" zu halten und gleichzeitig den langweiligen und stetigen Einkommensstrom weiter auszubauen.

Der Tech-Bereich in meinem Depot

Der Anteil an Tech-Titeln in meinem Depot ist eher klein ausgerichtet. Zudem habe ich mich in den letzten zwei Jahren in dieser Branche auch mit Käufen zurückgehalten in der Hoffnung, hier größere Anteile "günstiger" einkaufen zu können. Nun ist für mich die Zeit gekommen, meine Anteile weiter aufzustocken. Beginnen möchte ich hier mit dem Projekt SAP, das Schlusslicht in meinem Depot.

SAP gehört neben meinen Werten wie Apple, Microsoft und Intuit zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Seit Jahresbeginn hat die Aktie etwa 24 % ihres Wertes verloren und das letzte Allzeithoch liegt sogar 30 % zum heutigen Kurs entfernt.

Bei SAP konnte man meinen, dass sich das Unternehmen zu einer grauen Maus entwickelt hat. Mein Gefühl sagt mir, dass man in den Corona-Jahren einfach nicht im Rampenlicht erschienen ist. Man war einfach nicht "en vogue", obwohl die Geschäfts- und Quartalszahlen für mich eine andere Sprache sprechen. Die letzte Quartalserklärung am 22. April 2022 überzeugten mich trotzdem. Das Unternehmen verzeichnete ein Umsatzwachstum von 11 % gegenüber dem Vorjahr (YoY). Ausschlaggebend waren die erheblichen Umsatzbeschleunigungen im Cloud-Geschäft. Hier gab es eine Steigerung von 31 %, wobei der Umsatz von S/4HANA um 78 % und der S/4HANA-Cloud-Backlog mit 86 % noch schneller wuchs. Am Ende konnte im Q1 ein Umsatz von 9,73 Mrd. € erzielt werden. Zudem fügte das Unternehmen mehr als 500 neue Kunden im ersten Quartal 2022 hinzu, welche die Cloud-Lösung S/4HANA einführten. Insgesamt verzeichnet SAP nun mehr als 19.300 Kunden.

Die Gewinne bleiben vorerst auf der Strecke

Durch den Umbruch, weg von Softwarelizenzen hin zur Cloud-Lösung, bleiben die Gewinne vorerst auf der Strecke. Dies zeigte sich ebenfalls im letzten Q1 Bericht, da der Umsatz mit Softwarelizenzen deutlich um 35 % auf 317 Mio. € zurückging. Betrachte ich den Rückgang von 4,21€ auf 3,06 € je Aktie, könnte man in Panik ausbrechen. Doch hier gilt für mich weiter, dem Umbruch Zeit zu geben und entspannt Anteile aufzusammeln. Denn, sollte der Umbruch bis ins Jahr 2025 vollbracht werden, könnten die Gewinne wieder neue Höhen von 5,67 € je Aktie erreichen.

Neben dem erwarteten Gewinneinbruch von 37 % ist auch der freie Cashflow im Vergleich zum Vorjahr um 24 % zurückgegangen. Hauptsächlich aufgrund der Auswirkungen des Betriebskapitals auf den Übergang von SAP in die Cloud und höhere Investitionsausgaben.

Besserung ist in Sicht

Wie am 22. April 2022 angekündigt wurde, erweitert das Unternehmen seine strategische Partnerschaft mit Kyndryl Holdings. Demnach soll Kyndryl Holdings neue Lösungen entwickeln, um Kunden bei ihrer digitalen Geschäftstransformation zu unterstützen. Kyndryl wird mit seiner Expertise in der künstlichen Intelligenz (KI) Dienstleistungen anbieten, die die RISE mit SAP-Lösungen ergänzen und die Business Technology Platform (SAP BTP) von SAP nutzen.

Einen weiteren Schritt unternahm SAP mit der Ankündigung vom 3. Mai 2022, sein Lernplattformgeschäft Litmos zu verkaufen, das von mehr als 30 Millionen Nutzern in 150 Ländern genutzt wird. Der Verkauf könnte auf 1 Milliarde Dollar geschätzt werden und es SAP ermöglichen, seinen Betrieb weiter zu rationalisieren und sich auf seine wichtigsten Wachstumstreiber (Cloud) zu konzentrieren.

Am 11. und 12. Mai 2022 erwarb Aufsichtsratsvorsitzender und Mitgründer Hasso Plattner SAP-Aktien mit einem Volumen von insgesamt 5,7 Mio. €. Angesichts des günstigen Preises ein guter Schachzug!

Bewertungskennzahlen (KGV der letzen 10 Jahre)

Als langfristiger Investor will man trotzdem oft schnelle Dinge. Doch das Warten und eine Engelsgeduld können entscheidend bei der Geldanlage sein. Gerade hier im Tech-Universum werden oft hohe KGV's an den Tag gelegt. Auf die KGV's von Apple und Microsoft brauche ich nicht weiter groß eingehen, denn diese liegen mir immer noch viel zu weit über den Durchschnitten der letzten 10 Jahre. Aber bei SAP könnte sich das Warten nun für mich ausgezahlt haben.

Während man Mitte 2020 noch ein KGV von 24 für SAP bezahlt hat, erhält man diese heute mit einem KGV von 14,7. Der Durchschnitt der letzten 10 Jahre liegt bei 19, was mich zu der Annahme bringt, SAP hier zu einem guten Preis nachgekauft zu haben.

Die Dividendenentwicklung der letzten Jahre

Mein Beitrag beginnt ja mit dem Titel "Warum der Besitz von SAP so wichtig für mich ist". Einer der wichtigsten Punkte bei meiner Auswahl der Unternehmen ist Wachstum und der Ertrag, der am Ende wirklich in meiner Tasche landet. Ich habe 95 % meines Nettovermögens in dieses Portfolio investiert. Wie man sehen kann, ist es eine Mischung aus Aktien mit hoher Rendite und Dividendenwachstumsaktien. Mit fast 25 % industrieller Unternehmen und mit einer geringeren Technologieexposition verwalte ich für einige Anleger eine etwas ungewöhnliche Zusammensetzung von Aktien. Mein Ziel ist es nicht einen Index zu kopieren, sondern Aktien zu kaufen von denen ich glaube, dass sie es mir ermöglichen werden, den Markt langfristig zu schlagen und stetig wachsende Dividendeneinnahmen zu generieren. Und hier kommt jetzt SAP ins Spiel!

SAP zahlt an seine Aktionäre 28 Jahre ohne Unterbrechung eine Dividende aus.

Davon sind nun 11 Jahre am Stück die Dividenden gesteigert worden und der Durchschnitt der Steigerungen betrug dabei 11 %. Als Bonus kamen Sonderdividenden im Jahr 2012 und 2022 mit obendrauf. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt 2,1 % und die Ausschüttungsquote beträgt dabei gesunde 58 %. Was will man als Aktionär mehr?

Sollte ich in ein paar Jahren wirklich diese Dividenden für mich und meinen Konsum in Anspruch nehmen müssen, wären rechnerisch im Jahr 2031 die 4 % Dividendenrendite machbar. Bis dahin dürfen gerne weitere Anteile und Dividenden in mein Depot einfließen.

Entwicklung des fairen Wertes von SAP

SAP ist ein sehr starker Akteur im Technologiesektor und überführt nun sein Geschäft erfolgreich auf seine Cloud-Lösungen mit starkem Wachstum und verbesserter Rentabilität in den letzten zwei Jahren. Ich sehe hier, dass das einzige Problem der aktuelle Gewinnrückgang (orange Linie) ist. Dies hat dazu geführt, dass SAP ordentlich an Bewertung eingebüßt aber auch ein Potenzial von 13 % p.a. bis 2025 für mich als Aktionär übrig hat.

Doch nun liegt der Kurs nicht nur unterhalb dieses Fair Value Bereiches (orange Linie), sondern auch unter dem Fair Value auf den Umsatz (grüne Linie) gerechnet. Dies lässt mich hoffen, SAP zu einem günstigen Preis gekauft zu haben.

Analysten glauben, dass SAP seine historische Wachstumsrate durch den Umbau in die Cloud auch in naher Zukunft wiedererlangen kann. Sollte dies wirklich eintreten, würde ich voll und ganz am Wachstum teilhaben. Falls dies bis zum Ende des Jahres 2025 geschieht, so hätte meine Investition ein Potential von gut 55 %.

Dies würde einer jährlichen Rendite von 13,7 % entsprechen. Sollte dieser Fall nicht eintreten, beruhigt mich die angenehme Dividendenrendite von 2,5 %.

Mein Nachkauf

SAP ist wichtig für mein Depot und meine Strategie. SAP hat ein Preisniveau erreicht, das für mich sehr interessant ist. Die Dividenden aktuell und auch die Dividenden der nächsten Jahre sehe ich als nicht gefährdet an. Die erwarteten Renditen bei der Performance und den Steigerungen meiner Erträge liegen im zweistelligen Bereich. Somit war für mich alles erfüllt, um hier meine Investition für den Monat Juni zu tätigen.

Aus diesem Grund habe ich mir weitere 25 Aktien zu einem Kurs von 93,97 € ins Depot gekauft. Inklusive Gebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 2.362 €.

Da ich nun seit April 2017 Aktionär von SAP bin und mit diesem Nachkauf auf insgesamt 75 Aktien komme, lassen sich die jährlichen Dividenden von 147 € im nächsten Jahr gut sehen. Somit liegt auch meine persönliche Dividendenrendite bei 1,9 %.

Durch diesen Nachkauf schiebt sich SAP auf Platz 10 von der Positionsgröße her. Der Depotanteil liegt bei 4,1 %.

Weitere Aktienkäufe sind in diesem Monat Juni nicht geplant.

Danke, dass du hier warst und danke fürs Lesen!

LG

Falk

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<![CDATA[Depotupdate 05.22 - "Wer nicht dabei bleibt, der verpasst 100 % der Schüsse"]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/depotupdate-05-22-wer-nicht-dabei-bleibt-der-verpasst-100-der-sch%C3%BCsse62934bcfd5d756ec365ac46fTue, 31 May 2022 18:55:28 GMTDer Dividendenjäger

Der Monatsrückblick Mai kommt heute mal zur Abwechslung aus dem wunderschönen Schweden.

In den letzten Wochen hatte ich mich für eine mehrwöchige Rundreise durch Schweden entschieden, nicht als Flucht, sondern um mich nach zwei nervlich anstrengenden Jahren mal wieder zu resetten. So ein Zurücksetzen geht bei mir im Grunde genommen sehr schnell. Ein bisschen Natur, Sonne, Kanu fahren, wandern auf den Schäreninseln vor Göteborg und in den grünen Wäldern, Lagerfeuer an einem abgelegenen See und absolute Stille - das war's.

Um nun das ganze ein wenig abzurunden, gab es jetzt eine Woche lang mal richtigen Börsendetox. Kein Handy, kein Laptop, keine Inflations- oder Kriegsnachrichten aus den Medien. Und siehe da, man hat wieder einmal nichts verpasst!

Klar ist, das Auf und Ab ist immer eine interessante Sache. Gerade wenn man zu 100 % investiert ist wie ich und dies auch bleibt. Denn wie sagte "Great One" Wayne Gretzky einmal so schön: "Wer nicht dabei bleibt, der verpasst 100 % der Schüsse". Wer sich selber aus dem Spiel nimmt, kann nie gewinnen. Wer sein Geld an der "Seitenlinie" liegen lässt, hätte sich genauso gut nie die Mühe machen brauchen, es überhaupt zu investieren.

Es ist einfach die Realität bei meinen Investitionen, dass der größte Teil meines Geldes nicht am absoluten Tiefpunkt investiert wird. Fast alle meine Börsenkäufe waren oder werden irgendwann in der Zukunft zu einem niedrigeren Preis gehandelt als ich heute bezahlt habe. Es kann über Tage, Wochen und Monate gehen, bis sich die Märkte wieder fangen und beruhigen.

Langfristig ist auf jeden Fall klar, dass der Markt viel mehr steigt und die Beträge um ein Gutes höher ausfallen werden, als wir jetzt gerade sehen. Diejenigen, die auf lange Sicht immer im Spiel bleiben, wurden am Ende immer belohnt.

Um das eigene Spiel immer wieder am Laufen zu halten und die Pläne des kalten, rauen Marktes durcheinander zu bringen, ist das lodernde, helle und erwärmende Feuer der Dividenden die Zauberformel. Meine Dividenden kommen von Monat zu Monat immer wieder zu mir herein. Es erlaubt mir, mich für mehrere Wochen beruhigt auf Reisen zu begeben ohne mir das Gefühl zu geben, etwas verkaufen oder absichern zu müssen - Danke verrückter Markt! Der Markt und das zusätzliche Einkommen geben mir sogar die Möglichkeit, dass ich mir tatsächlich mehr kaufen könnte, wenn ich will.

Nicht zu vergessen ist, dass auf der anderen Seite (Verkäufer) irgendjemand sitzt, der gezwungen ist zu verkaufen. Vielleicht weil er jetzt Bargeld braucht? Ich habe immer meine Dividenden und diese laufen komplett in meine Reinvestitionen. Ich bin immer auf der Seite der Käufer. Selbst wenn ich ohne einen Cashbestand in einen fallenden Bären-Markt gehe, werden innerhalb einiger Wochen mehr Unternehmen mehr Dividenden auf mein Konto einzahlen.

Am Ende des Tages, wenn wir also im Nachhinein alle Gründe für die Einbrüche und Stürze des Marktes entlarvt haben, sollte das Vermögen größer und prachtvoller dastehen als zuvor. Am besten mit mehr von diesen "lästigen Dividenden" .

Ich bleibe weiterhin überzeugt, dass der Vermögensaufbau nicht stark von den Launen des Marktes beeinflusst werden sollte. Und sein Geld zu verprügeln bringt am Ende ebenfalls nichts. Stattdessen sollte man sich entspannt zurücklehnen und weiter nach guten Kaufgelegenheit Ausschau halten. Denn nur so werden die Einkommensströme weiter erhöht, die einfach nicht zu fließen aufhören wollen!

Nun ab zum Rückblick...

Investitionen im Mai:

Meine Investitionen im Monat Mai waren wieder sehr unspektakulär. Seit den Monaten März und April drehen sich die Aktienkäufe ausschließlich um das Unternehmen ,FUCHS PETROLUB SE. Mir scheint es so, dass mein Geld gerade hier die besten Chancen auf eine ordentliche Vermehrung in den nächsten Jahren hat. Die günstige Bewertung und eine hohe Dividende von über 4 % sind für meine Ziele und Ausrichtung genau richtig. Zudem macht es mir seit längerem Spaß, gewisse Positionen hoch zu ziehen. So wurden in den letzten drei Monaten 6.219 € in den weltweit größten und unabhängigen Anbieter von Schmierstoffen investiert. Von den 6.219 € wurden 2.814 € im Monat Mai investiert. Da am 06.05.2022 gleich die Dividende für das Geschäftsjahr 2021 an mich fällig wurde, konnte ich diese ebenfalls gleich wieder reinvestieren. Gekauft habe ich insgesamt 127 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 24,30 €. Die Kaufsumme lag hier bei 3.219 €.

Das Kapitel FUCHS PETROLUB ist durch diese Nachkäufe abgeschlossen. Insgesamt befinden sich nun 407 Aktien in meinem Besitz. Der Dividendenertrag im kommenden Jahr wird mir um die 447 € einbringen. FUCHS PETROLUB wird sich nun selbst überlassen. Meine Aufgabe besteht nur noch darin, mir jedes Jahr im Mai von den Dividenden neue Anteile ins Depot zu legen.

Erfreuliche Dividendenerhöhung:

Wiederkehrender Cashflow ist eine schöne Sache. Wenn der Cashflow jährlich noch erhöht wird, umso besser. Nachdem in den letzten vier Monaten 16 Unternehmen ihre Dividendenerhöhung angekündigt haben, schlossen sich im Mai nochmals 2 Unternehmen an. Somit werden jetzt 18 von 29 Unternehmen ihre Dividenden steigern.

Folgende Dividendenerhöhungen wurden im Mai verkündet:

  1. Union Pacific (UNP) erhöht die vierteljährliche Dividende um 10,2 %
  2. Royal Bank of Canada (RY) erhöht die vierteljährliche Dividende um 6,7 %

Einnahmen:

Im letzten Update schrieb ich, dass ich sehr gespannt sein würde, ob die Hürde von 500 € geknackt werden kann. Und ja, sie wurde geknackt! Die Gesamtsumme an erhaltenen Netto-Dividenden betrug im abgelaufenen Monat stolze 665,86 €. Die regelmäßigen Nachkäufe in stabil-steigenden und langweiligen Dividenden machen sich immer mehr bemerkbar. Bei der Betrachtung und beim Vergleich zum Mai 2021 zeigt sich wieder, dass bei nur 8 Zahltagen eine ordentliche Steigerungsrate von 104 % möglich ist. So kann es gerne weitergehen.

Zum Depot:

Ich bin ein geduldiger und gut finanzierter Einkommensinvestor. Mein Portfolio gießt weiterhin immer mehr Einkommen in meine Kassen, sodass ich das auflaufende Geld und meinen Arbeitslohn weiter reinvestieren und das aufkaufen kann, was andere aus Angst und Sorge verkaufen. Trotzdem werfe ich gerne noch einen Blick in die "Buchgewinne".

Auf der Gewinnerseite stehen nach diesem abgelaufenen Monat nur vier Unternehmen. Unternehmen Nummer eins war Amgen mit Plus 6 %, der Kammerjäger Rollins Inc. mit einem Plus von 5 % und Platz drei und vier gehen an Starbucks und die Royal Bank of Canada mit jeweils Plus 2 %.

Auf der "Verliererseite" sind am meisten negativ aufgefallen die Old Dominion Freight Line, Church & Dwight und Diageo mit Minus 14 % bzw. Minus 10 %.

Im Vergleich zum Vormonat April gab es in meinem Depot erneut einen kleinen Buchverlust von 5.798 €. Dies bedeutet eine Monatsperformance von Minus 2,90 %.

Zusammen macht dies unterm Strich seit dem Start meines Depots ein Plus von

39.356 € bzw. von 29,7 %.

Die Gesamtsumme an investiertem Kapital für das Jahr 2022 liegt aktuell bei 13.136 €.

Für das Jahr 2022 habe ich wieder den Anspruch, 29.000 € an der Börse zu investieren. Somit sind nach diesem Monat Mai 45 % des Zieles erreicht.

Aktueller Depotwert: 171.700 €

Danke fürs Lesen. Schön, dass Du hier warst!

Monatsübersicht Mai 2022

Veröffentlicht am 31.05.2022, Der Dividendenjäger

Zukäufe

​110 Fuchs Petrolub SE (2.814 €)

17 . Fuchs Petrolub SE (405 €) *Dividenden reinvestiert

Verkäufe

Keine

Insgesamt investiert im Monat Mai: 3.219 €

Dividenden im Monat Mai

Apple (11,58 €)

Fastenal (18,48 €)

Fuchs Petrolub SE (397,80 €)

Royal Bank of Canada (49,07 €)

SAP (122,50 €)

Starbucks (27,54 €)

Texas Instruments (17,61 €)

Procter & Gamble (21,25 €)

Einnahmen im Mai 2022: 665,86 € Einnahmen im Mai 2021: 326,13 € Jahr zu Jahr Steigerung: + 104 % ​ 2022er Dividenden bis jetzt (YTD, Year to date): 1.473,37 € (294,67 Euro/Monat) Alle Dividenden seit Beginn (All-time income): + 5.933 €

Dividendenerhöhungen im Monat Mai

Union Pacific + 10,2 %

Royal Bank of Canada + 6,7 %​

Cashbestand

Freies Kapital zum Investieren: 2.500 € monatlich

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<![CDATA[10.000 € sind jetzt investiert - Fuchs Petrolub wird mir die Rente versüßen]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/10-000-sind-jetzt-investiert-fuchs-petrolub-wird-mir-die-rente-vers%C3%BC%C3%9Fen62724d89f97eb1a1f2f2384cSat, 07 May 2022 16:10:28 GMTDer Dividendenjäger

Ein neuer Monat hat begonnen und ein neues Unternehmen... äh halt, schon wieder FUCHS PETROLUB?

Ja, ich habe erneut meine Position in FUCHS PETROLUB aufgestockt. Und dieses Mal gleich auf den Zielwert von 10.000 € gebracht. Es mag für Leser meines Blogs ein wenig langweilig erscheinen, wenn sich drei Monate lang alles nur um ein Unternehmen dreht. Viel Neues gibt es auch nicht zu berichten, da sich die Ausgangslage in 3 Wochen nicht geändert hat. Darum kann ich nur auf meinen letzten Artikel aus dem Monat April verweisen.

Doch einen Artikel und ein paar Wörter möchte ich trotzdem darüber verlieren, da ein Investment von 10.000 € immer eine Besonderheit für mich und viele andere darstellt.

Der Zielwert von 10.000 € hat bei mir eine magische Wirkung. Einmal diese Summe in ein Unternehmen gebracht, beruhigt es mich enorm. Der größte Teil meiner Arbeit ist vollbracht und die einzige Aufgabe die ich noch habe, ist, das Investment in Ruhe zu lassen und die angesammelten Dividenden wieder zu reinvestieren. Mehr braucht es dann nicht mehr! Viele Anleger, die wie ich erst in den letzten Jahren den eigenständigen Weg an die Börse gefunden haben, werden oft mit Themen, Ratschlägen und Strategien überfrachtet worden sein. Einige Ratschläge, die ich öfters gehört habe, waren unter anderem: Mache den "The trend is your friend" und vermeide Aktien, die gefallen sind. Andere Investoren meinten auch: "Kaufe niedrig und verkaufe hoch" oder "Kaufe und halte langfristig". Wiederum meinten andere: "Reduziere deine Verluste" oder "Nimm deine Gewinne mit" oder am besten "Lasse deine Gewinner einfach laufen".

Am Ende muss jeder selber herausfinden, was für ihn in seiner Situation am besten funktioniert. Der übliche Refrain besteht auch meist darin, dass man einen Portfoliowert von 1 oder 2 Millionen Euro (gerne auch mehr) aufbauen müsse, um dann im Ruhestand durch den Verkauf von Aktien sein Lebensunterhalt finanzieren zu können.

Wie es am Ende kommt, weiß man ja bekanntlich nicht. Doch diese ganzen Themen sind für mich manchmal verstörend und oft kurzfristig gedacht. Vielleicht bringe ich als introvertierter Mensch auch zu wenig Begeisterung für solche Ratschläge mit. Ich weiß es einfach nicht .

Viel besser passt es zu mir, dass die Einkommensmethode einen ganz anderen Ansatz verfolgt. Anstatt sich immer auf das Auf und Ab einzelner Aktienkurse zu fokussieren, ist es viel besser, den Fokus auf das Einkommensgenerierungspotenzial unseres Portfolios zu legen. Darum möchte ich mich heute nur den erstaunlichen Dividenden widmen, die über die nächsten 30 Jahre allein nur von FUCHS PETROLUB auf mein Konto auflaufen werden und meine Rente versüßen können.

Die Macht der Dividende von FUCHS PETROLUB

Am 3. Mai 2022 war der Tag der Hauptversammlung von FUCHS PETROLUB. Bei dieser HV, die in diesem Jahr noch einmal virtuell abgehalten wurde und ich als Aktionär dabei sein durfte, überzeugte mich wieder einmal sehr. Bei diesem Familienunternehmen in guten Händen aufgehoben zu sein, ist ein wichtiger Punkt für mich. Es wurde noch einmal über das letzte Geschäftsjahr berichtet und darauf hingewiesen, wie gesund das Unternehmen dasteht und wie es sich für die Zukunft aufgestellt hat.

Als Einkommensinvestor war es zudem wieder einmal schön, dass eine Dividende in Höhe von 1,02 € je Stammaktie und 1,03 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2021 vorgeschlagen wurde. Das ist die 20. Dividendensteigerung in Folge! Und die 29. Dividendenausschüttung hintereinander! Ein Zeichen, dass man die stabile Dividendenpolitik weiter fortsetzt.

Meine einzige Aufgabe besteht nun darin, mich zurückzulehnen und dem Unternehmen dabei zuzusehen, ob es seine Arbeit in den nächsten 30 Jahren weiter so fortführt oder nicht. Ob der Preis je Aktie jetzt kurzfristig weiter nach oben oder unten läuft, kann mir egal sein. Gewiss ist auf jeden Fall, dass der Dividenden-Motor mir mein Einkommen Jahr für Jahr nach oben drückt!

Um dies anschaulicher darzustellen, habe ich mich dieses Dividendenrechners bedient. Ich habe meine Beteiligung an diesem Unternehmen günstig für 10.000 € kaufen können und erhalte ab sofort eine Dividendenrendite von 4 %.

Konservativ habe ich das Dividendenwachstum nur mal mit 5 % angegeben, obwohl es in der Vergangenheit um einiges höher ausfiel. Da ich mit meinen jungen 38 Jahren noch gut 30 Arbeitsjahre vor mir habe, spielt mir die Zeit für den Zinseszins gut in die Karten.

Das Ergebnis bei immer brav reinvestierten Dividenden ist verblüffend! Es zeigt, dass ich aus meinen heutigen 10.000 € bis ins Jahr 2052 ein Gesamteinkommen von 115.000 € erzielen kann. Eine Wertsteigerung ist hier nicht mit eingerechnet und würde on Top mit oben drauf kommen.

Schlussfolgerung

Wenn es darum geht, dass ich mir ein Einkommensportfolio aufbaue, ist es wichtig, kleine Schritte zu unternehmen, um die perfekte, gut geölte einkommensgenerierende Maschine zusammenzustellen. Wenn ich in ein Unternehmen investiere, was reichlich und gesunde Dividenden produziert, werde ich feststellen, dass ständig Geld auf mein Brokerkonto fließt.

Das ganze macht es einfacher für mich, da ich einen Teil meiner Dividenden zum Reinvestieren hernehmen und das Einkommen meines Portfolios jeden Monat weiter wachsen lassen kann.

Mein Nachkauf

Die gute Nachricht für Dividendenfreunde ist, dass die Aktien von FUCHS jetzt ordentlich nachgegeben haben, da die Anleger das Risiko in ihren Portfolios verringern. Ein bewölkter wirtschaftlicher Ausblick führte zu einer erneuten kaufbaren Schwäche. Daher habe ich am Tag der Hauptversammlung meine letzte Order aufgegeben und mir weitere 110 Aktien zu einem Kurs von 25,45 € ins Depot gekauft. Inklusive Gebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 2.799,50 €.

Insgesamt befinden sich nun 390 Aktien in meinem Besitz. Die Dividende von 397,80 € habe ich am gestrigen Freitag ebenfalls schon erhalten. Somit liegt meine persönliche Dividendenrendite nun bei 3,97 %.

Durch diesen Nachkauf schiebt sich FUCHS auf Platz 6 von der Positionsgröße her. Der Depotanteil liegt bei 5,2 %.

Das Projekt Fuchs Petrolub ist nun für mich abgeschlossen und kann sich bei 3M und Unilever mit einreihen, da diese Unternehmen ebenfalls die Zielsumme von 10.000 € erreicht haben.

Danke fürs Lesen. Schön, dass Du hier warst!

Update 11.05.2022: Hier habe ich noch eine neue XXL Analyse von Aktienfieber

https://youtu.be/xn9YGZCQMXo

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<![CDATA[Depotupdate 04.22 - "Eine steigende Flut hebt alle Boote"]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/depotupdate-04-22-eine-steigende-flut-hebt-alle-boote626cf8bcf0322858db0dcab2Sun, 01 May 2022 15:30:55 GMTDer Dividendenjäger

Viele werden schon einmal das populäre Idiom "Eine steigende Flut hebt alle Boote" gehört haben. Da nun wieder 30 Tage seit meinem letzten Update vergangen sind, werfe ich einen Blick auf mein Depot und überprüfe meine Werte (Boote) erneut. Auch wenn ich weiß, dass ich in der aktuellen Krise gut schlafen kann, kann ich diesen Drang der Kontrolle nicht ablegen.

Bekanntlich ist es ja so, dass, wenn die Flut des Ozeans steigt, alles mit dieser Flut, was an der Oberfläche schwimmt, mit ihr steigt. Es ist auch gleichzeitig wahr, dass alles auf dem Meeresboden weiter von der Oberfläche entfernt ist, wenn die Flut steigt. So geschehen wie bei der Titanic, deren Trümmer noch immer am Boden des Ozeans zu finden sind.

Na und? Wen kümmert es, dass dieses Idiom zwei Seiten der Münze hat? Mich!

Denn ich halte die aktuelle Inflation für diese besagte Flut. Es fegt über die Preise von Grundgütern (Tanken, Lebensmittel, Heizung etc.) und erhöht die Kosten für uns alle. Die Gesamtlebenskosten steigen! Zudem ist die Inflationsflut nicht ganz einheitlich. Einige Preise steigen schneller und höher als andere. Wie Wellen, die sich über die Oberfläche des Ozeans bewegen, auch wenn sich die Gesamtflut höher bewegt.

Was ist also die andere Seite der Medaille, wenn man weiß, dass die Inflation alle Preise mit einer Rate anhebt, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr hatten, und in letzter Zeit 8,5 % erreicht hat?

Die Inflation und die Steuer

Wir alle zahlen Steuern. Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Grundsteuer und unzählige mehr. Von daher kann ich auch die aktuelle Inflation in vielerlei Hinsicht als eine zusätzliche Steuer betrachten.

Wenn ich für jedes Gut mehr bezahlen muss, dann zahle ich auch mehr Steuern auf dieselben Waren. Das gleiche würde auch bei meinem Gehalt passieren, wenn es mit der Inflation steigen würde - was eher unwahrscheinlich bleiben wird . Auch hier würde ich höhere Steuern abgeben müssen.

Doch wie komme ich zu so einem Thema? Ganz einfach, weil mir dieser Gedanke in diesem Monat durch den Kopf gegangen ist und ich beobachten konnte, das dieses Thema "Inflation" nicht alle gleichermaßen betrifft!

Die Personen, die meinen Blog verfolgen, lesen und eigenständig investieren, sind diese besagten Boote, die auf der Wasseroberfläche schwimmen. Wir können sehen, wie sich unser Einkommen und unsere Vermögenswerte an diese Gegebenheit anpasst, wenn sich die Inflation bewegt. Viele haben leider nicht so viel Glück.

Unsere "ärmere" Gesellschaft und unsere Rentner sind besonders betroffen. Wie das?

Rentner ohne einen zusätzlichen Einkommensstrom leben oft von einem festen Einkommen. Sie haben feste Rentenbezüge, auf die noch Steuerabgaben on top drauf kommen und bewegen sich damit nicht so, wie wir es können. Ihre Fähigkeit, mit dem Ozean mit zu schwimmen, stagniert wörtlich. Wenn die Inflation steigt, verringert sich ihr angesparter Bargeldhaufen, die Lebenshaltungskosten zu decken wird schwierig und ihre Bemühungen werden Jahr für Jahr untergraben. Zumindest sind dies die Informationen, die ich so aus meiner Familie erfahren habe.

Der Mittelschicht (wo ich vollumfänglich mit drinnen stecke) wurde seit langem gesagt, sie sollten sich über eine 3 %-Gehaltserhöhung freuen, um ihren Lohn vs. ihre Inflation aufrechtzuerhalten. Ok, 3 % p.a. mehr Lohn gab es bei mir auch nie wirklich und nun siehe da - 8,5 % Inflation. Überraschung! Ich verdiene im Grunde nun weniger als zuvor, wenn ich meinen Gehaltszettel vs. Butterpreis betrachte.

Darüber hinaus kommen meine Gehaltserhöhungen in der Regel nur jährlich und das im 0,x % Bereich, während die Inflation sofort zuschlägt und bei den täglichen Dingen wie Benzin und Lebensmitteln besonders schnell ist. Von daher bietet es mir nur wenig Trost, dass ich im Januar eine schöne Gehaltserhöhung erhalten könnte, wenn meine monatlichen Ausgaben gerade steigen.

Jammern hilft nicht - Investitionen müssen her!

Was ist also die Alternative, wenn die Kosten für Waren steigen? Genau. Jammern aufhören, dankbar sein, dass man mit dem Investieren begonnen hat und weiter am Einkommen schrauben. Man kann die jetzige Situation nicht ändern, von daher denke ich, dass man einfach Monat für Monat weitermachen muss. Da die Inflation weiterhin ein globales Phänomen ist, ist der Kauf von realen Vermögenswerten und an sie gebundene Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit. Somit sieht man schön, wie das eigene Portfolio immer wieder neue Höhen erreicht.

Warren Buffett begann während des Zweiten Weltkriegs zu investieren. Sein Erfolg im Laufe der Jahre kommt daher, dass er gierig ist, wenn andere Angst haben.

Es wird selten einen idealen Zeitpunkt geben, um in den Markt einzutreten. Daher ist auch heute ein guter Zeitpunkt, um mit dem Investieren zu beginnen! Und so sahen meine Investitionen im April aus.

Investitionen im April:

Nachdem ich schon im Monat März bei FUCHS PETROLUB SE einen kleinen Nachkauf getätigt hatte, war meine erste Investition im April wieder ein Nachkauf bei FUCHS PETROLUB SE. Hier habe ich ausführlicher berichtet. Bei einer aktuellen Dividendenrendite von gut 4 % konnte ich die ersten Schritte gegen die Inflation unternehmen. Gekauft habe ich 98 Aktien zu einem Kurs von 26,24 €. Die Kaufsumme lag hier bei 2.520 €. Durch diesen Nachkauf habe ich nun 280 Aktien in meinem Besitz und kann mich im Mai auf 285 € an Dividende erfreuen.

Nachkauf Nummer zwei ging an Old Dominion Freight Line. Da die Speditionsunternehmen jetzt unter dem anhaltenden Wirtschaftsabschwung leiden, war ODFL natürlich mit davon betroffen. Da die Aktie so stark von den jüngsten Höchstständen gesunken ist, musste ich meine Position hier ebenfalls weiter aufstocken. Hier habe ich ebenfalls berichtet. Da mein monatliches Budget leider schon aufgebraucht war, mussten die angehäuften Dividenden hergenommen werden. Gereicht hat es für genau 2 Aktien zum Kurs von 246,55 €.

Kurz und bündig zusammengefasst komme ich auf eine Investitionssumme im Monat April von 3.027 €.

Erfreuliche Dividendenerhöhung:

Nachdem in den letzten drei Monaten 13 Unternehmen ihre Dividendenerhöhung angekündigt haben, schlossen sich im April nochmals 3 Unternehmen an. Somit werden jetzt 16 von 29 Unternehmen ihre Dividenden steigern.

Folgende Dividendenerhöhungen wurden im April verkündet:

  1. Procter & Gamble Co. (PG) erhöht die vierteljährliche Dividende um 5 %
  2. Johnson & Johnson (JNJ) erhöht die vierteljährliche Dividende um 6,6 %
  3. Apple Inc. (AAPL) erhöht die vierteljährliche Dividende um 4,55 %

Einnahmen:

Während der S&P nur um 12 % gegenüber seinen Höchstständen gesunken ist, hat der Nasdaq nun ein Minus von 22 % erreicht und ist in einen Bärenmarkt gefallen. Ich habe jetzt ein Jahr lang dividendenschwache Tech-Investitionen gemieden, da mir die Preise einfach nicht gerecht erschienen. Nun kann ich mich glücklich schätzen, weniger negativ betroffen zu sein als andere. Ob und wann ich meine Tech-Positionen weiter ausbaue, wird sich zeigen. Preislich will ich bei Apple, Microsoft und Intuit noch mehr Rabatt. Stattdessen lag mein Fokus auf einkommensstarken Werten wie Unilever, 3M, Amgen und FUCHS Petrolub. Die Dividendenrenditen stiegen in den letzten Monaten vor dem Jahreswechsel gut an. Die Beliebtheit dieser Werte war eher stiefmütterlich zu betrachten. Die Unternehmen waren - und sind - zum Teil immer noch unterbewertet, bieten mir aber dennoch hervorragende Renditen.

Das zeigte sich vor allem im Monat April, der mit 11 Zahltagen sehr erfreulich war. Die Gesamtsumme an erhaltenen Netto-Dividenden betrug 241,17 €. Die Betrachtung im Vergleich zum April 2021 zeigt, wie sich meine regelmäßigen Nachkäufe bemerkbar machen. Gerade die letzten Käufe mit den oben besagten Unternehmen mit ihren stabil-steigenden und langweiligen Dividenden machen sich sehr bezahlt für mich.

Für den Monat April gab es wieder eine 31 %-Steigerungsrate, was mich sehr freut. Nun bin ich auf den nächsten Monat gespannt, da hier die Hürde von 500 € geknackt werden kann.

Zum Depot:

Im Monat März waren die großen Gewinner bei mir noch Union Pacific und die Canadian National Railway, die gleich auf ein neues Allzeithoch rollten. Im Monat April sieht das Bild schon wieder umgedreht aus, was das aktuelle Marktgeschehen gut widerspiegelt. Die letzten Plätze gehen an Starbucks mit -15 %, Danaher mit -10 % und dicht gefolgt kommen schon UP und CN mit -8 %.

Auf der Gewinnerseite stehen nach diesem abgelaufenen Monat die krisensicheren Unternehmen Procter & Gamble und Johnson & Johnson mit einem Plus von 10 % dagegen. Erfreulich auch, dass sich Unilever nach längerer Zeit wieder mit einem Plus von 8 % zurückmeldet.

Im Vergleich zum Vormonat März gab es in meinem Depot einen kleinen Buchverlust von 2.989 €. Dies bedeutet eine Monatsperformance von Minus 1,57 %.

Zusammen macht dies unterm Strich seit dem Start meines Depots ein Plus von

44.520 € bzw. von 34,2 %.

Die Gesamtsumme an investiertem Kapital für das Jahr 2022 liegt aktuell bei 9.917 €.

Für das Jahr 2022 habe ich wieder den Anspruch, 29.000 € an der Börse zu investieren. Somit sind nach diesem Monat April 34 % des Zieles erreicht.

Aktueller Depotwert: 174.400 €

Zu guter Letzt möchte ich noch einen Netzfund präsentieren, der mir letzte Woche ins Auge fiel und mich begeistert hat. Um Casablanca zu paraphrasieren:

Wenn der Markt den Boden verlässt und Sie noch keine Blue-Chip-Schnäppchen gekauft haben, werden Sie es bereuen. Vielleicht nicht heute. Vielleicht nicht morgen, aber bald und für den Rest deines Lebens.

Danke fürs Lesen. Schön, dass Du hier warst!

Monatsübersicht April 2022

Veröffentlicht am 30.04.2022, Der Dividendenjäger

Zukäufe

​2 Old Dominion Freight Line (508 €)

96 Fuchs Petrolub SE (2.519 €)

Verkäufe

Keine

Insgesamt investiert im Monat April: 3.027 €

Dividenden im Monat April

Canadian National Railway (26,77 €)

Coca-Cola (12,62 €)

Danaher (4,41 €)

Diageo (27,20 €)

Illinois Tool Works (15,17 €)

Intuit (5,21 €)

L'Oréal (64,80 €)

LVMH (42,00 €)

Nike (4,74 €)

Stryker (6,69 €)

Union Pacific (31,56 €)

Einnahmen im April 2022 : 241,17 € Einnahmen im April 2021 : 183,16 € Jahr zu Jahr Steigerung : + 32 % ​ 2022er Dividenden bis jetzt (YTD, Year to date) : 806,28 € (201,57 Euro/Monat) Alle Dividenden seit Beginn (All-time income) : + 5.266 €

Dividendenerhöhungen im Monat April

Procter & Gamble + 5 %

Johnson & Johnson + 6,6 %

Apple + 4,55 %

Cashbestand

Freies Kapital zum investieren: 2.500 € monatlich

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<![CDATA[ODFL - Bei 26 % Abschlag sage ich nicht Nein!]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/odfl-bei-26-abschlag-sage-ich-nicht-nein625993fda999c599fe4067eeSat, 16 Apr 2022 10:06:35 GMTDer Dividendenjäger

Nach meinem letzten FUCHS PETROLUB-Kauf vor gut zwei Wochen schrieb ich, dass ich in diesem Monat keine weiteren Käufe mehr tätigen werde. Doch ich hatte noch eine kleine Summe (500 €) in meiner Sparsau auffinden können. Da das Geld momentan sowieso inflationär wegrationalisiert wird dachte ich mir: "Warum nicht gleich noch weitere Anteile von ODFL einverleiben?".

Old Dominion Freight Line

Normalerweise bin ich kein größer Fan von Nachkäufen, die unterhalb von 1.000 € liegen. Und darüber noch einen Blogpost zu machen ist für mich im Normalfall zeitlich zu aufwändig und nicht lohnenswert. Doch bei ODFL packte mich einfach die Lust, hier noch einmal nachzulegen, meine bestehende Position von 18 auf 20 Stück aufzustocken und darüber zu schreiben.

Am 13. Januar 2022 kaufte ich Aktien und schrieb meinen Artikel über dieses für mich faszinierende Unternehmen im Industrie- und Frachtsektor. ODFL - dieses in Thomasville, North Carolina, ansässige Speditionsunternehmen ist eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen in seiner Branche. Doch im Moment befindet sich die Aktie in der Tat in einem wahren Abwärtstrend (- 26 %).

Die Unsicherheit an den Märkten veranlasst einige Investoren, ihre Vermögenswerte abzubauen oder umzuschichten. Genau diese Momente sind der Segen für langfristige Anleger. Denn wer die Zeit mitbringt, kann im großen Teich die schönsten Fische alleine fangen. Ich persönlich bin ein großer Fan, was die Logistik- und Transportbranche betrifft. Egal ob auf Schienen, zu Land (LKW) oder auf hoher See. Meine ganze Familie war schon immer in dieser Branche tätig und hat diese Faszination an mich weiter gegeben. Doch seit einigen Wochen wird die gesamte Transportbranche (J. B. Hunt, United Parcel Service, FedEx, ect.) hart abverkauft, was auch ich in meinem Depot zu spüren bekomme.

Ich habe ungefähr 12 % meines Geldes in Logistik-Aktien investiert. Dieser Sektor ist die Heimat von Transportunternehmen aus den USA. In diesem Fall habe ich (relativ gesehen) viel Geld in Union Pacific, Canadian National Railway und Old Dominion Freight Line investiert.

Da mein Aufbau der Transportwerte nun schon einige Zeit zurückliegt, haben sich nach dem letzten Corona-Crash einige Kapitalgewinne angehäuft, die ich auch sehr zu schätzen weiß. Nun aber freue ich mich, wieder Kapitalgewinne verloren zu haben . Das ist zwar für viele nicht ganz verständlich, aber wer langfristig seine Positionen weiter aufstocken will, der interessiert sich für mittelfristige Kapitalgewinne nicht wirklich.

Daher macht es mir absolut nichts aus, wenn meine Aktien gesunken sind.

Das ist jedoch nur möglich, wenn ich qualitativ hochwertige Aktien kaufe, von denen ich zu 100 % überzeugt bin. Der Kauf einer zufälligen Aktie, die nie wirklich Stärke zeigt und dessen Geschäft ich nicht ansatzweise verstehe, ist nicht der richtige Weg für mich!

Old Dominion Freight Line erhöht die Dividende um 50 %.

Die erste Dividende wurde im Jahr 2017 ausgeschüttet und betrug 0,27 USD pro Aktie. Im Jahr 2021 gab es schon 0,80 USD an Dividende. Am 2. Februar, kurz nach meinem letzten Nachkauf, verkündete das Management von ODFL, seine Dividende um 50 % zu steigern. Dies ist natürlich eine Hausnummer für sich, da es nun 1,20 USD im Jahr pro Aktie geben wird.

Damit bleibt ODFL zwar immer noch ein Zwerg (0,4 % Dividendenrendite) in meinem Depot, aber das Wachstum und die Richtung stimmen auf jeden Fall schon mal.

Old Dominion Freight Line meldet 38,3 % Wachstum des Umsatzes pro Tag.

"Das Umsatzwachstum von Old Dominion in den ersten beiden Monaten des Quartals spiegelt unsere anhaltende Fähigkeit wider, Marktanteile zu gewinnen und gleichzeitig unsere Rendite zu verbessern. Die Nachfrage nach unserem überlegenen Service sowie der Binnenwirtschaft blieben weiterhin konstant stark", sagte Präsident und CEO Greg C. Gantt.

Am 2. Februar gab das Unternehmen seine Ergebnisse für das 4. Quartal 2021 bekannt. Diese Ergebnisse zeigten erneut die Fähigkeiten des Unternehmens. ODFL erzielte einen Quartalsumsatz von 1,41 Milliarden Dollar, was ein Anstieg von 31,8 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Beim Gewinn pro Aktie kam man auf 2,41 $, was 0,14 $ höher ist als erwartet.

Mein Nachkauf im Januar

Im Januar schrieb ich: ,Preislich halte ich ODFL für teuer, glaube aber, dass die Erfolgsaussichten weiterhin voll intakt sind. Ich glaube, hier lag ich nicht falsch. Doch die Aktie gab weiter nach und wird nun günstiger gehandelt.

Mein Nachkauf heute

Heute erhalte ich das gleiche Unternehmen mit einer viel besseren Bewertung. Die Aussichten bleiben weiterhin gut. Im Januar lag die zu erwartende Rendite (bis Ende 2023) bei 22 %, drei Monate später schon bei 41 %.

Bewertungskennzahlen (KGV der letzen 10 Jahre)

Das bereinigte KGV (P/E Ratio) von ODFL beträgt beim heutigen Kurs (264 USD) 27,7.

Im Januar wurde noch ein KGV von 40 verlangt. Mit anderen Worten, die Bewertung ist im Verhältnis der letzten 8 Jahre nicht einmal mehr hoch, trotz der Fähigkeit des Unternehmens, in einen stark fragmentierten Markt einzudringen. Es ist auch davon auszugehen, dass ODFL bei steigender Nachfrage von LTL-Dienstleistungen (Less Than Truck Load) weitere Akquisitionen nicht ausschließt. Dies würde das Wachstum weiter beschleunigen.

Mein Nachkauf

Ich gestehe mir ein, mich hier in eine Branche und in ein Unternehmen verliebt zu haben. Dies sollte man ja stets vermeiden, aber schwierig ist es trotzdem. Egal ob es Eisenbahngesellschaften oder LKW-Sparten sind. Für mich ist es immer wieder faszinierend, wie Güter quer durch ein Land transportiert werden. Man spricht ja immer vom "logistischen Aufwand", der für viele Dinge betrieben wird.

Der LKW-Transport war vor einigen Monaten noch eine glühende Branche und jetzt fliehen die Investoren. Ein langsameres Wirtschaftswachstum, hohe Inflation, Unsicherheit in Bezug auf die Federal Reserve, geopolitische Spannungen und andere Probleme führen zu sinkenden Erwartungen an das Wirtschaftswachstum.

Die Aktie von Old Dominion Freight Line wurde da leider nicht ausgeschlossen, auch wenn es meine Lieblingsaktie in dieser Branche ist. Ich bin weiterhin überzeugt davon, dass das Wachstum von diesem Unternehmen noch lange nicht sein Ende gefunden hat. Die Fundamentaldaten schauen hervorragend aus. Die durchschnittliche Anzahl der Vollzeitbeschäftigten stieg im Laufe des letzten Quartals um 20,3 % und ODFL beabsichtigt im Jahr 2022 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, um das erwartete Wachstum zu unterstützen. Das Unternehmen ist im Laufe der Zyklen konsequent gewachsen. Im Jahr 2023 geht man beispielsweise davon aus, dass das Unternehmen 960 Millionen Dollar an freiem Cashflow generieren wird, wobei die Operativen-Margen fast 33 % betragen sollen.

Was will man als Anteilseigner mehr? Das Dividendenwachstum sieht hervorragend aus, es gibt viel überschüssiges Bargeld in den Kassen und die Bilanzgesundheit muss nicht angegangen werden.

Daher habe ich die Gelegenheit genutzt, um mir weitere Anteile von diesem außergewöhnlichen Unternehmen zu kaufen. Leider waren meine Bar-Mittel für diesen Monat ein wenig eigeschränkt. Doch 2 Aktien zum Kurs von 246,55 EUR musste ich einfach an mich reißen. Die Investitionssumme lag hier inklusive Gebühren bei 508 EUR. Durch diesen Nachkauf habe ich meine Stückzahl von 18 auf 20 Aktien ausgebaut. Die Investitionssumme beläuft sich auf insgesamt 5.080 €. Die persönliche Dividendenrendite liegt bei 0,32 %. So erhalte ich eine jährliche Dividende im Wert von 16,60 €.

Der Depotanteil von Old Dominion Freight Line liegt weiterhin bei 2,78 %.

LG Falk

Der Dividendenjäger

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<![CDATA[Fuchs Petrolub SE - Meine Öl-Aktie mit 3,9 % Dividendenrendite ]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/fuchs-petrolub-se-meine-%C3%B6l-aktie-mit-3-9-dividendenrendite624ad89ac6b8aed4f597dde4Thu, 07 Apr 2022 12:35:15 GMTDer Dividendenjäger

Im April habe ich meine Position in das deutsche Unternehmen Fuchs Petrolub weiter ausgebaut. In einem erneut herausforderndem Umfeld hat FUCHS 2021 sein Geschäft erfolgreich abgeschlossen. Es wurde ein Umsatz in Höhe von 2,9 Mrd. EUR erwirtschaftet. Damit konnte nicht nur eine Steigerung von 21 % im Vergleich zum Pandemie beeinträchtigtem Vorjahr erzielt werden, sondern auch ein Plus von 12 % im Vergleich zum Vor-Krisenjahr 2019!

Nachdem ich im Juli und Oktober 2021 meine letzten Nachkäufe bei FUCHS getätigt hatte, war ich eigentlich der Annahme, dass die Korrektur bald enden würde. Doch keine sechs Monate später steht der Schmierstoffspezialist aus Deutschland (Motorenöle, Motorradschmierstoffe, Serviceflüssigkeiten, Fette, Korrosionsschutzmittel, Reiniger und Betontrennmittel) zum zweiten Mal über 10 % tiefer. Bei meinem letzten Nachkauf hatte die Dividendenrendite von FUCHS 3,1 % für mich und meinen Geldbeutel abgeworfen. Nachdem FUCHS im abgelaufenen Monat seine positive Jahresbilanz veröffentlichte, wird der Aktienkurs nun durch weitere Unsicherheiten in Europa und einem starken Ölpreis gedrückt. Für mich war das ein Grund, die Aktie von FUCHS noch einmal genauer anzuschauen und nachzukaufen.

Während altbekannte Öl-Unternehmen wie EXXON MOBILE, SHELL und CHEVRON nach den Corona-Tiefs wieder neue Höhen erreichten, blickt FUCHS nun wortwörtlich "dumm aus der Wäsche". Die Nachrichten fluteten 2018 die Presse mit der E-Mobilität und dem Wandel der erneuerbaren Energien. Ab diesem Moment wurden die Preise der FUCHS PETROLUB-Aktien in die Knie gedrückt. 2020 kam Corona und die Weltwirtschaft wurde von heute auf morgen abgestellt. Dies hatte wieder einen großen Einfluss auf FUCHS, da die globalen Lieferketten aus dem Gleichgewicht gekommen waren. Eine so noch nie gesehene Knappheit an Rohstoffen und Verpackungsmaterialien sowie steil ansteigende Einkaufspreise waren die Folgen, die FUCHS tagtäglich vor neue Herausforderungen stellte. Hinzu kam eine anhaltende Halbleiterknappheit, welche insbesondere die automotiven Kunden weltweit negativ beeinträchtigte. Gegen Ende des Jahres 2021 führten zudem die Virusvariante Omikron und Quarantänebestimmungen zu Ausfällen in Teilen der Belegschaft. Vor dem Hintergrund all dieser Widrigkeiten sind die erzielten Umsatz- und Ergebnissteigerungen sehr erfreulich. Doch nun steht FUCHS wieder vor einer neuen Herausforderung, da in Europa Krieg ausgebrochen ist und die Inflation sowie ein starker Öl-Preis die geschäftliche Lage von FUCHS PETROLUB SE belasten.

Qualität ist die erste Voraussetzung für ein Schlüsselinvestment.

Doch FUCHS überraschte mich nach den veröffentlichten Zahlen wieder einmal mehr, da ich mit einem schlechteren Jahr gerechnet habe. Wer die letzten Jahre so durch die Krisen kommt, hat meinen größten Respekt verdient. Die Voraussetzung, dass ein Unternehmen all diese Hürden nimmt, ist die Qualität des Managements und die Qualität des Geschäftes.

Auch wenn das Unternehmen bei vielen Anlegern uninteressant ist und die Bewertung immer günstiger wird - dies macht es für mich nur noch attraktiver. Getreu dem Motto: Wer eine günstige Bewertung nicht abwarten kann und keine 10 Jahre warten möchte, der sollte seine Anfangsinvestments gering halten. Denn nur so erhält man die Möglichkeit, bei massiven Rücksetzern seine bestehende Position mit hochwertigen Dividendenzahlern aufzubauen, drastisch zu verbilligen und sein Einkommen zu steigern. Und das habe ich nun getan.

Bewertungskennzahlen (KGV der letzen 10 Jahre)

Das bereinigte KGV (P/E Ratio) von FUCHS beträgt beim heutigen Kurs (25,90 EUR) 13,9. Betrachtet man den Durchschnitt der letzten 10 Jahre, so hätte man meistens das 19-fache des Gewinns bezahlen müssen. Ausnahmen mit einem KGV von 16 kommen zwar öfters vor, aber ein KGV von 13,9 hatte FUCHS PETROLUB zuletzt im Jahr 2012.

Die Umsatzentwicklung von Fuchs Petrolub SE

Trotz des anspruchsvollen Umfelds konnte FUCHS seinen Umsatz in allen Regionen deutlich steigern. Die Region EMEA konnte trotz deutlicher Rohstoffpreissteigerungen und einer erheblichen Zunahme von Transport- und Arbeitskosten im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Umsatz auf 1.710 Mio. EUR erhöhen. Im Vergleich zu 2020 ist das eine Steigerung von 20 %. Die Region Asien-Pazifik steigerte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 22 % und die Region Nord- und Südamerika steigerte den Umsatz um 22 %.

Unter Vorbehalt der noch nicht abschätzbaren Einflüsse des Krieges in der Ukraine und den verhängten Sanktionen gegen Russland, plant der FUCHS-Konzern zum derzeitigen Zeitpunkt für das Jahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum auf 3,0 bis 3,3 Mrd. EUR, was einem Umsatzwachstum von 10 % entspricht.

Einen weiteren Blick lege ich auf die Umsatzbereiche. Wie hier schön zu sehen ist, hat der Automobilsektor im Geschäftsjahr 2021 wieder an Fahrt aufgenommen. So ist der Umsatz gegenüber dem Jahr 2018 um 14 % gestiegen. Ein Zeichen, dass Schmierstoffe noch nicht das Ende in der E-Automobilindustie sind.

Gewinn-Entwicklung von Fuchs Petrolub

Ein weiterer Blick geht immer auf den Gewinn eines jeden einzelnen Unternehmens. Der lange Betrachtungszeitraum zeigt, dass die Gewinne von FUCHS bis zum Jahr 2018 stetig gewachsen sind. Besserung ist nun in Sicht, da FUCHS seinen Gewinn um 50 Mio. EUR auf 363 Mio. EUR (+ 16 %) verbessert hat. Damit hat FUCHS die ursprüngliche Prognose für das Jahr 2021 und auch das Ergebnis des Jahres 2019 übertroffen.

Im Jahr 2018 lag der Gewinn je Aktie bei 2,04 EUR. Für das Geschäftsjahr 2021 wurde wieder ein Gewinn von 1,95 EUR ausgewiesen. Laut Prognose soll der Gewinn für das Jahr 2023 bei 2,13 EUR je Aktie liegen und somit das Tal der letzten Jahre geschlossen werden.

Die Dividendenentwicklung der letzten Jahre

Die "Einkommensmethode" - wie ich sie gerne nenne - ermöglicht mir, einen passiven Einkommensstrom aus verschiedenen Wertpapieren zu schaffen. Eines dieser Wertpapiere ist FUCHS PETROLUB, die ihre Dividende auch im kommenden Jahr wieder um + 4 % auf 1,03 EUR (0,99 EUR) je Vorzugsaktie und 1,02 EUR (0,98 EUR) je Stammaktie steigern wird.

Seit 28 Jahren zahlt FUCHS eine Dividende an seine Aktionäre und steigerte diese nun zum 17. Mal in Folge.

Das starke Umsatz- und Ergebniswachstum - trotz Inflation und Lieferkettenproblemen - untermauert die Robustheit und den Erfolg des Geschäftsmodells von FUCHS und bestätigt die Politik einer stetig steigenden, mindestens aber stabilen Dividende.

Im Schnitt der letzten 10 Jahre wurde die Dividende um 7,6 % gesteigert. Dabei lag die Ausschüttungsquote immer zwischen 30 % und 60 %

Entwicklung des fairen Wertes von Fuchs Petrolub

Investoren, die nach der Finanzkrise in FUCHS eingestiegen sind, konnten 10 Jahre am Stück vom großen Aufschwung profitieren. Dagegen haben Investoren, die in den letzten 5 Jahren ihren Einstieg gefunden haben, keinen großen Grund zur Freude gehabt. Unter den zuletzt Genannten befinde auch ich mich, als ich im Jahr 2018 diese Position eröffnete habe. Meine Ziele mit FUCHS waren andere, doch zu dieser Zeit machte ich mir noch keine Gedanken um irgendwelche Bewertungen, was auch ein Teil der Gründe ist, warum FUCHS bis heute in meinem Depot zu den Schlusslichtern gehört.

Doch nun wird aus einer Wachstumsaktie eine Einkommensmaschine, die sich nicht verstecken muss! Die Preise werden steigen, und die Preise werden auch wieder fallen. Doch nun bin ich bei FUCHS stärker denn je bereit, die Aktie viele Jahre lang zu halten und den Großteil meiner Renditen durch Einkommen (Dividenden) zu generieren.

Dieser Chart, den ich aus dem Aktienfinder.net erhalten habe, zeigt, dass der aktuelle Kurs von FUCHS PETROLUB (schwarze Linie) immer wieder vom bereinigten Wert davonläuft und zurückkommt. Zudem sieht man auch schön, dass der bereinigte Fair Value (orange Linie) im Jahr 2018 eingebrochen ist und nun wieder zu alten Höhen aufbricht. Die Gründe habe ich bereits weiter oben beschrieben. Doch nun liegt der Kurs weit unterhalb dieses Fair Value Bereiches (orange Linie), was mich hoffen lässt, FUCHS PETROLUB zu einem günstigen Preis gekauft zu haben. Heute kann ich diesen Weg besser gehen und nachkaufen, da die Preise niedrig und die erwarteten Renditen hoch sind.

Sollten alle Erwartungen eintreffen, so hätte dieses Investment bis zum Ende des Jahres 2024 ein Rendite-Potential von gut 76 %.

Dies würde einer jährlichen Rendite von über 20 % entsprechen. Sollte dieser Fall nicht eintreten, beruhigt mich im Jahr 2024 die stattliche Dividendenrendite von 4,6 %, die andere Öl-Unternehmen erst einmal wieder aufzeigen müssen.

Mein Nachkauf:

Wenn ich passives Einkommen aufbauen möchte, ist die Gelegenheit am günstigsten, während der Marktkorrektur mit vollen Händen zuzugreifen. Am besten, wenn sich Angst abzeichnet und die Aktienkurse sinken. Investoren wie Mr. Buffett haben durch diszipliniertes Investieren und die Ausnutzung von Situationen, die durch die Ängste des durchschnittlichen Anlegers verursacht wurden, große Vermögen angehäuft.

Keiner weiß, was die Börsenkurse morgen machen werden und auch Mr. Market wird keine Warnungen twittern, wenn er am Tiefpunkt liegt und eine neue Bullenrallye beginnt. Passives Einkommen muss langsam und stetig aufgebaut werden, indem Korrekturen ausgenutzt werden. Ich hoffe, hier die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Gelegenheit war zumindest heute für mich reif!

Aus diesem Grund habe ich mir weitere 96 Aktien zu einem Kurs von 26,24 € ins Depot gekauft. Inklusive Gebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 2.520 €.

Da ich nun seit 6 Jahren Aktionär von FUCHS PETROLUB bin und mit diesem Nachkauf auf insgesamt 280 Aktien komme, lassen sich die jährlichen Dividenden von 285 € ordentlich sehen. Somit liegt auch meine persönliche Dividendenrendite bei 3,9 %.

Durch diesen Nachkauf schiebt sich FUCHS auf Platz 10 von der Positionsgröße her. Der Depotanteil liegt bei 4,1 %.

Weitere Aktienkäufe sind in diesem Monat April nicht geplant.

LG Falk

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<![CDATA[Depotupdate 03.22 - Der Wind dreht sich wieder im Depot...]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/depotupdate-03-22-der-wind-dreht-sich-wieder-im-depot62447fb4b9fda1fdf29a4f8eThu, 31 Mar 2022 19:59:47 GMTDer Dividendenjäger

Der Monat März ist frisch zu Ende gegangen und man könnte meinen, dass sich der Wind wieder in die positive Richtung dreht. Zumindest sehe ich im eigenen Depot schon wieder Parallelen zum Corona-Crash. Auch wenn die Märkte noch immer leichter tendieren, notieren alle Investments inzwischen wieder höher als unmittelbar vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Klar, es gibt zur Zeit keine guten Nachrichten, egal wohin man sieht. Das Aufzählen der schlechten Nachrichten würde hier die ganze Seite fluten.

Mein Herz geht trotzdem an alle, deren Leben während dieses Konflikts verloren geht oder ruiniert wird. Der Krieg in Europa ist etwas, von dem viele dachten, dass wir es in unserem Leben nie wieder sehen werden.

Doch für die meisten von uns hat sich der tägliche Ablauf nicht sehr verändert. Wir gehen unserem Alltag nach und tun mehr oder weniger die gleichen Dinge, die wir am Vortag getan haben. Unsere Rechnungen müssen weiter beglichen werden und unser Ruhestand wird sich auch nicht von selbst bezahlen. Von daher ist mit dem Aufhören des Vermögensaufbaus niemandem geholfen.

Was die Börse und den Anleger betrifft, sollte man auf jeden Fall folgendes nicht vergessen: dass in den letzten vier Jahrzehnten schon einige Krisen stattgefunden haben. Unter anderem der Schwarze Montag von 1987, der DOT-COM-Crash von 2000, die große Finanzkrise von 2008 und zuletzt die globale Pandemie mit ihren Nachwirkungen.

Während der Krisen gab es zusätzlich auch alle 1-2 Jahre "Korrekturen" an den Finanzmärkten mit vielen Turbulenzen.

In Wirklichkeit ähnelt die aktuelle Marktvolatilität den starken Turbulenzen während eines Urlaubsfluges. Jeder wird es schon einmal bei sich oder anderen wahrgenommen haben: manche Passagiere (zum Beispiel ich) verfallen bei Bewegungen des Flugzeugs regelrecht in eine Schockstarre. Doch jedem ist insgeheim bewusst, dass das Flugzeug und die Passagiere überleben werden. Genauso empfindet man es bei seinem Portfolio, wenn es Volatilität erlebt. Ob nach oben oder unten, mancher Investor könnte hier in Panik verfallen und schlechte Entscheidungen treffen. Oft werden diese getroffen, wenn Investoren und Anleger weniger Vertrauen in ihre Auswahl haben und sich nur den Preisbewegungen hingeben.

Heute kämpfen wir/ich mit einem weiteren Ansturm von Börsenturbulenzen, und es ist wichtig, zwei Regeln im Auge zu behalten:

  1. Treffe niemals Handelsentscheidungen auf der Grundlage der aktuellen Nachrichten.
  2. Gestalte das Portfolio so, dass kurzfristige Ergebnisse keine Rolle spielen.

Mein oberstes Anliegen ist die Langfristigkeit beim Investieren. Daher sind kurzfristige Gedanken weniger wichtig für mich, wenn ich in Einkommen investiere. Die aktuelle Marktvolatilität versuche ich so gut wie möglich zu ignorieren und schärfe den Blick eher auf die Einkäufe, die ich tätige. Denn nur so steigen die Renditen! Mit meiner Einkommens-Dividendenstrategie kaufe ich nicht mit dem Ziel, eines Tages zu einem höheren Preis verkaufen zu müssen, sondern ich kaufe Aktien, um einen Teil der Gewinne des zugrundeliegenden Unternehmens als Dividende zu erhalten. Der Preis der Aktien spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, die Rentabilität des Unternehmens schon.

Investitionen im März:

Auch nach 6 Jahren Börsenerfahrung stelle ich immer wieder erstaunt fest, dass es ständig "In"- und "Out"-Aktien auf dem Markt gibt. Viele Teilnehmer stürzen sich auf Aktien die gut laufen und beliebt sind, und dann wieder wegeilen, wenn sie es am Ende doch nicht sind. Sobald die Preise fallen und sich jedes einzelne Unternehmen schnell in Richtung "Bärenmarkt" bewegt ist es wichtig, tiefer zu schauen um zu sehen, was die Gründe dafür sein könnten. Ein Investor zu sein bedeutet oft, konträr nach "günstigen" Wertpapieren zu suchen und dies habe ich im abgelaufenen Monat versucht umzusetzen.

Beginnen möchte ich mit dem Unternehmen 3M, was ich gleich am Anfang des Monats März gekauft habe. Hier habe ich ausführlicher berichtet. Bei einer aktuellen Dividendenrendite von 4 % und einer günstigen Bewertung musste ich einfach 17 Aktien zu einem Kurs von 129,50 € abgreifen. Die Investitionssumme lag hier inklusive Gebühren bei 2.150 €.

Mitte des Monats ging es weiter mit einem 1:1 Fuchs Petrolub Tax-Harvesting. Sprich: ich habe meine Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt. Durch diese Aktion musste ich meine bestehenden Buchverluste in Kauf nehmen, könnte diese aber mit eventuellen Gewinnen, die andernorts auflaufen, verrechnen. Mein Gedankengang ist hier, dass ich durch den Tausch eine höhere Dividendenrendite von 3,8 % erhalte und von den günstigeren Aktien langfristig mehr profitieren könnte. Da noch einige Dividenden aufgelaufen sind, habe ich die Position gleich um weitere 23 Aktien aufgestockt. Die Investitionssumme lag hier inklusive Gebühren bei 604 €.

Zu guter Letzt kommt noch der passivste Teil. Nämlich die Sparplanausführungen auf Unilever und 3M. Da diese Positionen mit jeweils 10.000 € voll investiert sind, können die erhaltenen Dividenden nun automatisch ohne mein Zutun wieder reinvestiert werden (der klassische Schneeball-Effekt). Hier beläuft sich die Summe auf 157 €.

Kurz und bündig zusammengefasst komme ich auf eine Investitionssumme im Monat März von 2.916 €.

Erfreuliche Dividendenerhöhung:

Nachdem in den letzten zwei Monaten 12 Unternehmen ihre Dividendenerhöhung angekündigt haben, schloss sich im Februar nochmals 1 Unternehmen an. Somit werden jetzt 13 von 29 Unternehmen ihre Dividenden steigern.

Folgende Dividendenerhöhung wurde im März verkündet:

  1. ,Fuchs Petrolub Vz (FPE3.DE) erhöht die jährliche Dividende um 4 %

Einnahmen:

Mit meinem Angestellten-Einkommen weitere Einkommensquellen zu schaffen und diese zu vergrößern, macht mir bekanntlich am meisten Spaß. Das zeigte sich vor allem im Monat März, der mit 11 Zahltagen sehr erfreulich war. Die Gesamtsumme an erhaltenen Netto-Dividenden betrug 360,50 €. Die Betrachtung im Vergleich zum März 2021 zeigt, wie sich regelmäßige Nachkäufe bemerkbar machen.

114 % Steigerungsrate sind nicht die Norm, aber in solchen Monaten motivieren mich diese Raten ungemein.

Meine "P2P-Geschäfte" werde ich hingegen nicht mehr updaten, da ich mich nach wiederholten Kredit-Ausfällen von der Plattform Mintos verabschiedet habe. Leider hat der eingestellte Auto-Invest sämtliche Kredite in die Ukraine und nach Russland vergeben, was mir wohl einige Verluste einbringen wird. Von den eingezahlten 2.000 € werde ich gut 1.000 € wieder erhalten. Der angehäufte Gewinn von 1.000 € ging leider im Corona-Crash drauf. Der Rest wird aufgrund der Sanktionen gegenüber Russland noch Monate oder auch Jahre auf sich warten lassen. Schade! Aber ein Versuch im P2P-Markt war es mir trotzdem wert, um darin Erfahrungen zu sammeln.

Zum Depot:

Auch wenn der Monat März wieder sehr volatil und turbulent verlaufen ist, haben viele meiner Unternehmen wieder ordentlich in der Preissteigerung zugelegt. Die großen Gewinner waren Fastenal mit gut + 16 %, Union Pacific und die Canadian National Railway rollten mit + 15 % und + 12 % gleich auf ein neues Allzeithoch. Auf der Verliererseite standen dafür Home Depot mit - 2 % und Unilever mit - 7 % gegenüber.

Im Vergleich zum Vormonat Februar gab es in meinem Depot einen guten Buchgewinn von 8.470 €. Dies bedeutet eine Monatsperformance von Plus 4,83 %. Oder anders ausgedrückt, das Portfolio steht dank meines großen US-Anteiles nun wieder auf dem Stand von Januar 2022.

Zusammen macht dies unterm Strich seit dem Start meines Depots ein Plus von

47.776 € bzw. von 37,5 %.

Die Gesamtsumme an investiertem Kapital für das Jahr 2022 liegt aktuell bei 6.890 €.

Für das Jahr 2022 habe ich wieder den Anspruch, 29.000 € an der Börse zu investieren. Somit sind nach diesem Monat März 24 % des Zieles erreicht.

Aktueller Depotwert: 174.800 €

Monatsübersicht März 2022

Veröffentlicht am 31.03.2022, Der Dividendenjäger

Zukäufe

17 3M (2.155 €)

184 Fuchs Petrolub ST (4.777 €)

0,4 3M (57 €) *Dividende reinvestiert

2,4 Unilever PLC (100 €) *Dividende reinvestiert

Verkäufe

130 Fuchs Petrolub VZ (4.173 €)

Insgesamt investiert im Monat März: 2.916 €

Dividenden im Monat März

3M (57,71 €)

Amgen (67,91 €)

Church & Dwight (15,93 €)

Fastenal (17,76 €)

Home Depot (21,99 €)

Johnson & Johnson (33,00 €)

Mc Donalds (16,81 €)

Microsoft (18,92 €)

Old Dominion Freight Line (4,16 €)

Rollins Inc. (10,37 €)

Unilever PLC (95,94 €)

Einnahmen im März 2022: 360,50 € Einnahmen im März 2021: 167,85 € Jahr zu Jahr Steigerung: + 114 % ​ 2022er Dividenden bis jetzt (YTD, Year to date): 565 € (188,33 Euro/Monat) Alle Dividenden seit Beginn (All-time income): + 5.095 €

Dividendenerhöhungen im Monat März

Fuchs Petrolub + 4 %

Cashbestand

Freies Kapital zum Investieren: 2.500 € monatlich

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<![CDATA[MMM - Mein zweites Unternehmen im Portfolio, das die 10.000 € an Investitionssumme erreicht hat!]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/mmm-mein-zweites-unternehmen-im-portfolio-das-die-10-000-an-investitionssumme-erreicht-hat62209227b068cce449b8e6e3Sun, 06 Mar 2022 17:44:00 GMTDer Dividendenjäger

Der Monat März hat begonnen und es ist wieder an der Zeit gewesen, meine hart verdienten Brötchen zu investieren.

Wie schon in den Monaten Oktober und Dezember 2021, ging mein frisches Kapital nun auch im März in das Unternehmen Minnesota Mining and Manufacturing Company oder kurz 3M. Meine Gründe für diese Entscheidung möchte ich hier gerne teilen.

Einer meiner Gründe war, dass die Korrektur von 2022 weitgehend darauf zurückzuführen ist, dass sich der Markt auf drei Risikofaktoren konzentriert.

Erstens gibt es die russische Invasion in der Ukraine, die die Ukraine dazu veranlasst hat, den Ausnahmezustand auszurufen und eine Wehrpflichtanordnung für alle Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren zu erlassen.

Zweitens gibt es Bedenken, dass die Federal Reserve die Zinssätze erhöht und schließlich gibt es noch die Tatsache, dass der Markt einfach immer noch historisch überbewertet ist, auch nach einer Korrektur von 10 %.

In einem meiner letzten Artikel hatte ich schon einmal erwähnt, dass es laut JP Morgan einen weiteren Rückgang um 11 % erfordern würde, damit die Aktien wieder auf den historischen Zeitwert zurückkehren. Sprich, der Warenkorb ist in der Gesamtbetrachtung immer noch zu teuer was für mich heißt, dass ich genau prüfen muss, was und wann ich kaufe.

Bei 3M brauche ich mir keine Sorgen machen

3M ist für viele Investoren eine der größten Blue-Chip-Aktien der Welt. Das Unternehmen spielt in unserem Leben zum großen Teil eine wichtige Rolle, auch wenn wir es nicht immer bewusst wahrnehmen. Was mir besonders gut an 3M gefällt, ist, dass das Unternehmen seit der Gründung 1902 insgesamt 2 Depressionen, 23 Rezessionen sowie Inflationen von -2,5 % bis 15 % und Zinssätzen von 0,5 % bis 16 % überlebt hat; die dutzenden Umstrukturierungen im Unternehmen mit eingeschlossen. Und das beste und verständlichste dabei ist, dass die Dividendenwachstumsserie von 3M seit 1958 (64 Jahre) alles überstanden hat.

Tatsächlich ist es die beste Zeit für mich, 3M zu kaufen. Gerade bei der hochattraktiven Bewertung.

Bewertungskennzahlen (KGV der letzen 10 Jahre)

Das bereinigte KGV (P/E Ratio) beträgt beim heutigen Kurs (145 USD) 13,9 und liegt damit ordentlich unterhalb des Durchschnittes der letzten Jahre (19,25). Das letzte Mal, als 3M ein KGV von unter 14 aufweisen konnte, war im Corona-Crash. In den letzten 2 Jahren konnte sich 3M wieder erholen und stoß wieder in Richtung KGV 19. Doch nun stehen wieder Probleme in Form einer Sammelklage an. Diese Nachricht schickte die Aktie wieder auf Talfahrt, da nun einige Risiken auf dem Programm stehen.

Die Sammelklagen gegen 3M

Im Fall von 3M "könnten" die Probleme mit der Sammelklage enorm werden. Doch meine Recherche nach anderen Klagen zeigt mir auch, dass nicht jede Klage gegen ein Unternehmen Erfolg hat.

3M stellte jahrzehntelang PFAS-Substanzen her und verwendete sie in Produkten wie Scotchgard und Feuerlöschschäumen, bevor die Produktion ab 2000 gestoppt werden musste, weil die Substanzen mit Krebs und Funktionsstörungen des Immunsystems in Verbindung gebracht werden konnten. Dies schlug damals eine Welle von Empörungen und Klagen gegen 3M hervor, was große Aufmerksamkeit auslöste, selbst bei der Umweltschutzbehörde. Dieser Fall ist bis heute nicht gelöst und niemand weiß, wie groß diese Haftung letztendlich sein könnte.

Und nun? Jetzt klagen 300.000 betroffene Personen 3M wegen Ohrstöpselstreitigkeiten an! Wie diese Klage ausgehen wird, weiß ich nicht. Schlagzeilen von Sammelklagen sind oft erschreckend. Was ich aber ausfindig machen konnte, ist, dass fast alle Entschädigungen bei Sammelklagen um 50 % bis 99 % reduziert werden konnten. Bei einigen Berufungsgerichten wurden sie sogar ganz aufgehoben. Von diesem Punkt aus betrachtet, schätze ich auch hier eine mildere Strafzahlung ein und nutze diesen Abschlag zum Nachkaufen aus.

Die Dividendenentwicklung der letzten Jahre

3M ist ein Dividendenaristokrat, der seine Dividende nun zum 64. Mal in Folge erhöht hat. Die aktuelle Dividendenrendite betrug bei meinem Kauf 4,2 % und lag somit weit über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Die 10-Jahres- und 5-Jahres-Dividenden-Wachstumsraten betragen 10,5 % bzw. 5,7 %. Hier merkt man, dass die Steigerungsrate nach den erfolgreichen Jahren zwischen 2014 und 2019 ein wenig nachgelassen hat. Der Grund für das Abflachen der Steigerung könnte auch etwas mit den Rückstellungen für die Klagen zu tun haben. Genau weiß ich das leider nicht, aber für das Jahr 2021 und 2022 gab es trotz guter Geschäfte eine Steigerung der Dividende von nur 0,7 %. Für die kommenden 2-3 Jahre rechne ich nur noch mit 2 % Dividendenwachstum, da das Unternehmen daran arbeitet, seine aktuelle Ausschüttungsquote von 58 % auf einem sicheren Niveau zu halten.

Meine Erwartungen von großen Dividenden-Sprüngen musste ich im Laufe der Zeit leider kürzen. Aber lieber so, als ein großer Komplettausfall, wie es ihn in der Geschichte schon öfters gegeben hat.

Die Umsatzentwicklung von 3M

Ein wichtiges Augenmerk lege ich bei 3M auf die Entwicklung des Umsatzes. Nach meinem letzten Nachkauf sind die Jahreszahlen offengelegt worden und hier konnte 3M in der Umsatzentwicklung voll überzeugen. Die Erwartungen lagen für das Geschäftsjahr 2021 bei 34,7 Mrd. USD und wurden mit 35,3 Mrd. USD sogar übertroffen. Für das Jahr 2022 strebt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 3,5 % an.

Im Jahr 2019 erkannte das Management, dass 1-3 % Umsatzwachstum pro Jahr nicht ausreichend sind. Mit den neuen Investitionen in MModal und Acelity kann 3M nun vom stabilen und ständig wachsenden Gesundheitsmarkt profitieren.

Aussage vom CEO Michael F. Roman: "Wir glauben, dass das Unternehmen seinen Umsatz dank der breit angelegten Stärke mittelfristig um über 4 % steigern kann."

Sollte CEO Michael F. Roman mit seiner Aussage recht behalten können, dann würde man zum Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 41,1 Mrd USD erzielen.

Gewinn-Entwicklung von 3M

Ein weiterer Blick geht immer auf den Gewinn eines jeden einzelnen Unternehmens. Der lange Betrachtungszeitraum zeigt, dass die Gewinne von 3M - bis auf die Jahre der Finanz- und Corona-Krise - stetig gewachsen sind. In den letzten 10 Jahren kletterten die Gewinne je Aktie kontinuierlich von 5,96 USD auf 10,12 USD, was 5-6 % p.a. entspricht.

Schaut man sich die Erwartungen der Analysten für die kommenden Jahre an, könnte man mit einem weiteren Gewinnanstieg auf 12,13 USD pro Aktie bis zum Jahr 2025 rechnen. Dies wäre für so einen Konglomerat-Riesen ein weiterer Anstieg von 5 % p.a. und entspricht dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Entwicklung des fairen Wertes von 3M

In den letzten 10 Jahren haben Investoren so gut wie außerhalb von Bärenmärkten einen hohen Preis für MMM gezahlt. Unter anderem auch ich im Jahr 2018, als ich diese Position eröffnete. Zu dieser Zeit machte ich mir noch keine Gedanken um irgendwelche Bewertungen, was auch der Grund dafür ist, warum 3M bis heute in meinem Depot zu den Schlusslichtern gehört. Dank guter Nachkäufe in den letzten Jahren, konnte ich meinen Einstiegswert immer weiter verringern. So wie hoffentlich jetzt auch ;-)

Dieser Chart, den ich aus dem Aktienfinder.net erhalten habe, zeigt, dass der aktuelle Kurs von 3M (schwarze Linie) immer wieder vom bereinigten Wert davonläuft und wieder zurückkommt. Zudem sieht man auch schön, dass sich der bereinigte Fair Value (orange Linie) bis auf die letzten 2 Jahre kontinuierlich weiter nach oben schraubt. Doch nun liegt der Kurs weit unterhalb dieses Fair Value Bereiches (orange Linie), was mich hoffen lässt, 3M zu einem günstigen Preis gekauft zu haben.

Analysten glauben, dass 3M seine historische Wachstumsrate von 8 % in Zukunft wiedererlangen kann. Sollte dies wirklich bei diesem Dividendenkönig eintreten, würde ich voll und ganz an seinem Wachstum teilhaben. Falls dies bis zum Ende des Jahres 2024 geschehen sollte, so hätte meine Investition ein Potential von gut 70 %.

Dies würde einer jährlichen Rendite von über 20 % entsprechen. Sollte dieser Fall nicht eintreten, beruhigt mich die angenehme Dividendenrendite von 4,5 %.

Mein Nachkauf:

Für mich ist es gerade die beste Zeit, 3M auf eine Investitionssumme von 10.000 € zu bringen. Eine sichere Dividendenrendite von über 4 % gab es in den letzten 25 Jahren bei 3M nur ganze zwei Mal. Die Bewertung ist günstig und die Aussichten für die kommenden Jahre sind ausgesprochen gut. Nicht viele ertragreiche Aristokraten und Dividendenkönige würden Einkommensinvestoren eine Gesamtrendite von 70 % bieten.

Warren Buffett sagte bekanntlich, dass er gierig sei, wenn andere Angst haben. Nun, im Moment ist der Marktpessimismus über 3M auf einem historischem Niveau. Einem Niveau, das zuletzt im März 2020 zu sehen war, als die USA kurz in eine Depression stürzte!

Die aktuellen Klagen gegen das Unternehmen werden wahrscheinlich noch viele Jahre bestehen bleiben. Das sollte man nie vergessen. Aber man sollte auch daran denken, dass der freie Cashflow von 3M nach der Dividende 3,5 Milliarden Dollar betragen wird, pro Jahr! Mit anderen Worten, selbst das Worst-Case-Szenario einer Klage wird die Dividende von 3M wahrscheinlich nicht gefährden, geschweige denn, dass Unternehmen in den Bankrott ziehen.

Im Moment bewertet der Markt 3M, als ob es für immer nur um 2,7% jährlich wachsen würde. Ich glaube aber eher an eine Spanne von 6 % bis 9 %.

Aus diesem Grund habe ich mir weitere 17 Aktien zu einem Kurs von 125,90 € ins Depot gekauft. Inklusive Gebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 2.150 €.

Da ich nun seit 4 Jahren Aktionär von 3M bin und mit diesem Nachkauf auf insgesamt 67 Aktien komme, lassen sich die jährlichen Dividenden von 360 € ordentlich sehen. Somit liegt auch meine persönliche Dividendenrendite bei 3,6 %.

Durch diesen Nachkauf schiebt sich 3M auf Platz 5 von der Positionsgröße her. Der Depotanteil liegt bei 5,3 %.

Weitere Aktienkäufe sind in diesem Monat März nicht geplant.

LG Falk

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<![CDATA[Depotupdate 02.22 - "Lass dich nicht ablenken" ist meine Devise!]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/depotupdate-02-22-lass-dich-nicht-ablenken-ist-meine-devise6214ef361e35807e41cb3633Wed, 02 Mar 2022 08:01:10 GMTDer Dividendenjäger

Der Markt und die globale Welt präsentieren sich zur Zeit in einer verrückten Phase. Heftige Kursausschläge sind an der Tagesordnung was zur Folge hat, dass man in den letzten 4 Wochen täglich bei der turbulenten Talfahrt zusehen konnte, wie einige Buchgewinne wieder verschwunden sind. Auch wenn die Bilder und Nachrichten, die rund um die Welt gehen, schrecklich sind, öffnet dies für langfristig orientierte Anleger die Tür für große Chancen!

Die Kernkomponente meiner Anlagestrategie ist es, meinen Ertrag durch Dividenden kontinuierlich zu steigern. Und es funktioniert jetzt schon, weil das Portfolio nach 5 Jahren der Aufbauphase nun regelmäßig Geld generiert.

Wenn die Märkte wie heute volatil sind, bieten Dividenden den dringend benötigten Komfort, denn es ist immer schön zu wissen, dass der nächste Gehaltsscheck gleich um die Ecke wartet.

Was ist das Ziel? Für Einkommensinvestoren wie mich geht es hauptsächlich nur darum, einen wiederkehrenden Strom von Dividendenerträgen aufzubauen. Dieser sollte groß genug sein, um meinen Lebensstil im Ruhestand zu finanzieren.

"Lass dich nicht ablenken" ist meine Devise!

Es ist leicht, sich beim Investieren ablenken zu lassen. Es gibt viele verschiedene blinkende Lichter und Bad News am Parkett, die meine Aufmerksamkeit und meine Zeit verschwenden. Dies klingt vielleicht hart, aber ich habe keinen Einfluss auf Inflation, Energiepreise, Zinswende, Sanktionen gegen russische Oligarchen, Unternehmen, Banken oder die Zentralbank. Als angehender Einkommensinvestor habe ich kein Problem damit darauf zu warten, dass das "Missverständnis" geklärt ist. Denn ich werde dafür bezahlt, geduldig zu sein und bei guten Gelegenheiten zuzuschlagen.

Daher versuche ich weiterhin mein Einkommen von Dividende zu Dividende zu steigern, ich reinvestiere was ich kann und sehe zu, wie die Magie der Compoundierung mein Einkommen erhöht. Alles was es braucht, um es richtig zu machen, ist Disziplin! Daher bewerte ich meine Auswahl umsichtig und verfolge einen disziplinierten Ansatz für meine Nachkäufe.

Investitionen im Februar:

Wie schon im Januar habe ich auch im abgelaufenen Monat Februar nur eine einzige Investition getätigt. Dieses Mal war die Kaffeehaus-Kette Starbucks an der Reihe, die ich schon seit 2 Jahren nicht mehr nachgekauft habe. Die zum Teil heftig volatilen Märkte bieten in dieser Zeit gute Möglichkeiten, um genau solche Unternehmen aufzustocken. Daher habe ich bei Starbucks 21 Aktien zu einem Preis von 86,99 € aufgestockt.

Da dies wieder meine einzige Handlung in diesem Monat war, kann ich zusammengefasst sagen, dass meine Investitionssumme im Monat Februar bei einem Wert von 1.839 € lag.

Mehr gab es für mich im Februar nicht zu tun. Ich bleibe meiner Linie weiterhin treu und komme nur dann raus, wenn ich entsprechend meiner Kriterien etwas finde, was in mein Depot passt. Auf dies Weise maximiere ich trotzdem mein Einkommen und habe alles erledigt. Das einzige, was ich dabei herausfinden muss, ist, wie ich all meine wunderbaren Stunden der Freizeit verbringen kann :-)

Erfreuliche Dividendenerhöhung:

Nachdem im Januar 5 Unternehmen ihre Dividendenerhöhungen angekündigt haben, schlossen sich im Februar erneut 7 Unternehmen an. Somit werden jetzt 13 von 29 Unternehmen ihre Dividenden steigern.

Folgende Dividendenerhöhungen wurden im Februar verkündet:

  1. Home Depot Inc. (HD) erhöht die vierteljährliche Dividende um 15,15 %
  2. 3M Company (MMM) erhöht die vierteljährliche Dividende um 0,68 %
  3. Danaher Corp. (DHR) erhöht die vierteljährliche Dividende um 19,05 %
  4. SAP (SAP.DE) erhöht die jährliche Dividende um 32,43 %
  5. L'Oréal S.A. (OR.PA) erhöht die jährliche Dividende um 20 %
  6. Coca-Cola Company (KO) erhöht die vierteljährliche Dividende um 4,76 %
  7. Old Dominion Freight Line Inc. erhöht die vierteljährliche Dividende um 50 %

Einnahmen:

Der Monat Februar war für mich wieder ein beeindruckender Monat, gerade was die Dividendeneinnahmen betrifft. Der Ertrag von 118,25 € ist jetzt zwar noch gering, aber die Steigerungsrate bei der Betrachtung im Vergleich zum Februar 2021 zeigt, wie sich diese kleinen und regelmäßigen Nachkäufe bemerkbar machen. 85 % Steigerung motivieren mich ungemein und dies bei nur 5 Zahltagen in diesem Monat. Ausschlaggebend waren zum größten Teil die Dividendenerhöhungen im abgelaufenen Jahr und die Nachkäufe von Starbucks und der Bank of Canada. Die Börse ist immer ein psychologisches Spiel, wobei die Dividenden das Problem mit der Psyche doch enorm erleichtern, da man regelmäßig Bar-Renditen auf das eigene Konto erhält. So kann es gerne weitergehen.

Das Zinsgeschäft (P2P) ist dafür nicht ganz so prickelnd. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar gab es ein klares Minus von 70 %! Da die Zahlungen seit gut 2 Jahren immer unregelmäßiger zurückkommen, werde ich mir nun doch Gedanken darüber machen, ob die Plattform Mintos meine erste Wahl bleiben soll oder ich mich doch vielleicht ganz aus dem P2P-Markt zurückziehen werde. Auffällig ist auf jeden Fall, dass es bei Krisen immer wieder zu Ausfällen kommt. Auf der einen Seite ist dies verständlich, aber auf Dauer wird es mir einfach zu blöd.

Zusammengefasst sind im Februar Zinsen aus dem P2P-Markt in Höhe von genau 12,60 € zusammengekommen und meine Netto-Dividendeneinnahmen betrugen 118,25 €.

Zum Depot:

Im Zuge der Turbulenzen an den Aktienmärkten wurden zuletzt auch viele meiner Unternehmen kräftig durchgeschüttelt. Die jüngste allgemeine Schwäche hat wieder einmal meine Werte im Depot verschoben. Trotzdem profitierten auch Unternehmen von dieser Marktlage. Die großen Gewinner waren Stryker mit gut +6 %, Rollins mit +5 % sowie Berkshire Hathaway mit +3 %. Auf der Verliererseite standen dafür Home Depot mit -15 %, Intuit mit -12 %, 3M mit -10 % und zu guter Letzt LVMH Moët Hennessy-Louis Vuitton mit -9 %.

Im Vergleich zum Vormonat Januar gab es einen Buchverlust von 7.146 €. Dies bedeutet eine Monatsperformance von Minus 4,12 %. Oder anders ausgedrückt, das Portfolio steht nun wieder auf dem Stand von Oktober 2021. Von den schrecklichen Ereignissen in der Ukraine und auch von den Sanktionen gegen Russland sind meine Unternehmen dank starken Wettbewerbspositionen und überwiegend konjunkturunabhängigen Geschäftsfeldern kaum betroffen.

Zusammen macht dies unterm Strich seit dem Start meines Depots ein Plus von

39.312 € bzw. von 31,6 %.

Die Gesamtsumme an investiertem Kapital für das Jahr 2022 liegt aktuell bei 3.974 €.

Für das Jahr 2022 habe ich wieder den Anspruch, 29.000 € an der Börse zu investieren. Somit sind nach diesem Monat Februar 14 % des Zieles erreicht.

Aktueller Depotwert: 163.500 €

Monatsübersicht Februar 2022

Veröffentlicht am 28.02.2022, Der Dividendenjäger

Zukäufe

​21 Starbucks (1.839 €)

Verkäufe

Keine

Insgesamt investiert im Monat Februar: 1.839 €

Dividenden im Monat Februar

Apple (10,12 €)

Royal Bank of Canada (46,95 €)

Starbucks (26,37 €)

Texas Instruments (16,19 €)

Procter & Gamble (18,62 €)​

Einnahmen im Februar 2022: 118,25 € Einnahmen im Februar 2021: 63,69 € Jahr zu Jahr Steigerung: + 85 % ​ 2022er Dividenden bis jetzt (YTD, Year to date): 204,16 € (102,08 Euro/Monat) Alle Dividenden seit Beginn (All-time income): + 4.735 €

Dividendenerhöhungen im Monat Februar

Home Depot +15 %

3M +0,7 %

Danaher +19 %

SAP +32,4 %

L'Oréal +20 %

Coca-Cola +4,8 %

Old Dominion Freight Line +55 %

Zinseinnahmen mit P2P

Einnahmen im Februar 2022: 12,60 € Einnahmen im Februar 2021: 21,50 € Jahr zu Jahr Steigerung: - 70 % ​ 2022er Zinsen bis jetzt (YTD, Year to date): 32 € (16 Euro/Monat) Alle Zinsen seit Beginn (All-time income): + 1.206 €

Cashbestand

Freies Kapital zum Investieren: 2.500 € monatlich

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<![CDATA[Starbucks - 1,90 % Dividendenrendite - Ich kaufe nach!]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/starbucks-1-90-dividendenrendite-ich-kaufe-nach61fa5e2578611495dfebf12aFri, 04 Feb 2022 09:12:50 GMTDer Dividendenjäger

Die aktuelle Marktlage mit einer hohen Volatilität gibt mir die Möglichkeit, bei bestimmten bestehenden Positionen einen weiteren Nachkauf zu tätigen. Immerhin gibt es einige Unternehmen in meinem Portfolio, bei denen ich schon seit längerer Zeit nicht mehr zugreifen konnte. Einer dieser Werte ist Starbucks.

Starbucks befindet sich seit den ersten Tagen des Jahres 2017 in meinem Depot und mein letzter Nachkauf liegt nun schon wieder ganze zwei Jahre zurück. Ein Grund, der aktuell dafür spricht, ist der Aktienkurs, welcher in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres in Spitze um ganze 22 % zurückgekommen ist und die Bewertung nach längerer Zeit wieder attraktiv erscheint. Die letzten Nachkäufe konnte ich kurz vor der Corona-Pandemie ausführen. Hier habe ich nahe der Allzeithochs im Jahr 2020 für Starbucks-Aktien genau den Preis bezahlt (78 € und 80 €), den wir nun "fast" wieder erreicht haben. Doch Starbucks kämpft weiterhin mit einigen Hürden.

Unternehmen in der Gastronomie wurden hart von COVID-19 getroffen, und die Starbucks Corporation (SBUX) bildet da keine Ausnahme. Der Kurs fiel auf weit unter 60 Dollar pro Aktie und erholte sich dann auf ein 52-Wochen-Hoch von über 126 Dollar. Doch leider ist der Aufstieg für diejenigen, die an dem Unternehmen beteiligt sind, erstmal gestoppt, da Starbucks nun wieder mit weniger als 100 Dollar gehandelt wird.

Warum ist Starbucks gefallen und wie stehen die Chancen, dass es sich erholen wird?

Der jüngste Quartalsbericht enthielt eine Reihe von positiven Ergebnissen. Auch der Quartalsbericht von heute war in meinen Augen gar nicht so schlecht. Trotzdem machen Gewerkschaftsbewegungen, die Schritte des Managements zur Lohnerhöhung, die steigende Inflation und ein wenig herausragender Bericht aus dem chinesischen Geschäft des Unternehmens einigen Investoren Sorgen.

Anzeichen von Wachstum an mehreren Fronten

Auf den ersten Blick waren die Nachrichten aus China ein Rückschlag.

Das Wiederaufleben des Coronavirus führte zu Beschränkungen, die 80 % der Geschäfte des Unternehmens verpflichteten, mit reduzierter Kapazität zu arbeiten oder komplett zu schließen. In diesem Umfeld könnte man vernünftigerweise argumentieren, dass die Reduzierung der Coffee-Shops um 7 % die Stärke des Unternehmens widerspiegelt, anstatt Anlass zur Sorge zu geben.

China bietet weiterhin eine enorme Wachstumschance. Immerhin betreibt Starbucks jetzt 5.360 Geschäfte in China, davon 654 neue Geschäfte im GJ21. Allein im vierten Quartal wurden 225 neue Shops eröffnet. Infolgedessen steigerte Starbucks den Umsatz in China zum Vorjahr um 11 %.

Ein weiterer positiver Punkt ist, dass Rewards-Mitglieder eher über ihr Mobiltelefon bestellen und Zahlungsinformationen hinterlegt haben. Dies führt zu reduzierten Wartezeiten sowie zur Reduzierung der Arbeitskosten, da weniger Personal benötigt wird, um Bestellungen entgegenzunehmen.

Zudem stellte das Management fest, dass allein die Größe und das Wachstum des Marktes eine langwierige Wachstumsrampe bieten.

Erstens ist der gesamte adressierbare Kaffeemarkt groß und wächst schnell. Es wird erwartet, dass der Markt in den nächsten drei Jahren weltweit auf weit über 400 Milliarden Dollar wachsen wird.

...und weitere positive Vorzeichen

Wer kann sich eigentlich noch an Luckin Coffee erinnern? Lucking Coffee war bis ins Jahr 2020 einer der Hauptrivalen von Starbucks in China. Doch im Jahr 2020 wurde das Unternehmen von der NASDAQ gestrichen und ging kurz darauf Konkurs. Sprich, hier hat sich die Konkurrenz selbst verdünnisiert und den Grundstein für Starbucks gelegt, weiter expandieren zu können.

Auch ein Blick in den Heimatmarkt zeigt, das Dunkin' Donuts etwa 8 % seiner Geschäfte geschlossen hat. Dies würde ich als ein Zeugnis für die Stärke von SBUX deuten, da sie die Ladenanzahl erhöhen konnten, während unabhängige und große Wettbewerber dem Coronavirus-Gegenwind erlagen.

Zusammengefasst würde ich die aktuelle Situation als überwiegend positiv einschätzen, es gibt bei Starbucks immer etwas zu tun und die Hürden und Aufgaben werden nie kleiner. Ich denke, die eigentliche Frage für Investoren ist, ob Starbucks weiterhin schnell wachsen wird und die zum Teil hohe Bewertung gerechtfertigt ist. Meine Antwort ist ein eindeutiges Ja.

Der Schlüssel zum Wachstum liegt in der Expansion in internationale Märkte. Starbucks plant, das Tempo des Wachstums neuer Geschäfte im Geschäftsjahr 2022 fast zu verdoppeln, wobei der Großteil dieser Geschäfte in Übersee entstehen wird.

Gewinn- und CashFlow-Entwicklung von Starbucks

Doch vor einem Kauf werfe ich noch einmal einen Blick zurück. Hier fallen ganz klar die Gewinneinbrüche aus den Jahren 2013 und 2020 ins Auge. Diese Einbrüche konnten aber wieder aufgeholt und im darauffolgenden GJ sogar ausgebaut werden. Um ein besseres Gefühl für das Gewinnwachstum zu bekommen, schaue ich die prozentuale Steigerung der letzten 10 und 5 Jahre an.

Im 10-jährigen Betrachtungszeitraum stiegen die Gewinne jährlich im Schnitt um 33,7 % (0,81 USD-3,54 USD). Betrachtet man dagegen nur die letzten 5 Jahre, so sieht man hier eine klare Abflachung der Gewinne. So wurden diese "nur noch" um 17,2 % jährlich (1,90 USD-3,54 USD) gesteigert. Man kann also erkennen, dass sich das extreme Wachstum im Laufe der Zeit verlangsamt und Starbucks nun eine Größe erreicht hat, wo dieses ein wenig abgebremst wird.

Für das GJ 2024 werden 4,42 USD und für das GJ 2025 5,00 USD pro Aktie erwartet, was eine Gewinnsteigerung um 41 % bedeutet oder 13,6 % im Jahr.

Die Umsatzentwicklung von Starbucks

Wie hier aus der Grafik vom Aktienfinder.net zu sehen ist, kletterten die Umsätze kontinuierlich nach oben. Betrachtet man die letzten 5 Jahre, so sind die Umsätze von 21,3 Mrd. USD auf 29,0 Mrd. USD (+ 7,2 % im Jahr) gestiegen. Der Rückschlag durch Corona wurde dabei gut aufgefangen.

Für das Jahr 2024 wird ein Umsatz von 38,3 Mrd. USD (+ 32 %) erwartet. Sollten diese Erwartungen eintreffen, so hätte Starbucks ein weiteres konstantes Umsatzwachstum von 10 % jährlich.

Bewertungskennzahlen (KGV der letzen 10 Jahre)

Das bereinigte KGV (P/E Ratio) beträgt beim aktuellen Kurs 29,2 und liegt damit leicht unter dem Schnitt der letzten Jahre von 32,7. Die Aktie von Starbucks pendelte in den vergangenen Jahren oft zwischen 20 und 32. Bei einem KGV von über 32 fand ich Starbucks uninteressant. Da die hohen Bewertungen nun etwas abgenommen haben, spielt mir die aktuelle ein wenig in die Karten.

Der große Ausriss ist der Corona-Situation geschuldet und muss nicht groß beachtet werden.

Die Dividendenentwicklung der letzten Jahre

Starbucks zahlt eine jährliche Dividende von 1,69 € pro Aktie und die aktuelle Dividendenrendite liegt bei dem derzeitigen Preis bei 1,90 %. Starbucks hat seine Dividende in den letzten 11 Jahren jährlich erhöht und seine zehnjährige Wachstumsrate liegt bei durchschnittlich 20 % pro Jahr. Die Gewinnausschüttungsquote beträgt dabei 53 %. Daher glaube ich, dass die Dividenden entsprechend dem Gewinnwachstum weiter wachsen werden. Dies spricht weiterhin für die Möglichkeit eines zweistelligen Dividendenwachstums in den kommenden Jahren, von denen ich profitieren möchte.

In den letzten 10 Jahren hat die Dividende von Starbucks jedoch die meiste Zeit in einer Bandbreite zwischen 1,37 % und 1,84 % verbracht. Basierend auf der aktuellen Rendite von 1,90 % könnte es für Dividendeninvestoren gerade jetzt attraktiv sein, hier eine Aufstockung zu planen. Ob es zu einer Rendite um weit über 2 % - 2,25 % kommt, ist schwer einzuschätzen.

Entwicklung des fairen Wertes von Starbucks

Selbst das beste Unternehmen der Welt kann schlechte Renditen erzielen, wenn Investoren Aktien zu empörend hohen Preisen kaufen. Sobald ich eine qualitativ hochwertige Aktie gefunden habe gibt es einige Möglichkeiten, die Bewertung zu untersuchen, um festzustellen, ob Aktien das Potenzial für langfristige zweistellige Renditen bieten. Obwohl vergangene Ergebnisse keine Garantie für zukünftige sind, ist die historische Betrachtung oft der beste Maßstab, den wir für die Bewertung einer Aktie haben.

Dieser Chart, den ich aus dem Aktienfinder.net erhalten habe, zeigt, dass der aktuelle Kurs von Starbucks (schwarze Linie) immer wieder vom bereinigten Wert davonläuft und wieder zurückkommt. Zudem sieht man auch schön, dass sich der bereinigte Fair Value (orange Linie) auch immer weiter nach oben schraubt. Doch nun liegt der Kurs wieder auf der bereinigten Fair Value Linie, was mich hoffen lässt, Starbucks zu einem fairen Preis gekauft zu haben. Da ich in den letzten zwei Jahren immer einen Einstieg als zu ungünstig betrachtet habe, könnte sich nun eine tolle Gelegenheit ergeben.

Da ich die Zukunft leider nicht kenne, kann ich nur die Schätzungen der Analysten übernehmen. Diese sehen bis zum Ende des Jahres 2024 ein Kurspotential von gut 31 %. Dies würde einer jährlichen Rendite von 10 % entsprechen. Sollte Starbucks seine Dividenden weiter steigern, könnte hier bis ins Jahr 2024 sogar eine Rendite von 37,5 % möglich sein und meine persönliche Dividendenrendite auf 2,5 % hochschrauben. Wenn dies so eintreffe sollte, wäre es ein lukratives Geschäft für mich.

Mein Nachkauf:

Seit der Eröffnung des ersten Ladens 1971 und mit mehr als 33.000 Geschäften im Jahr 2021, ist Starbucks zum beliebtesten Café der Welt geworden und zeigt wahre Ausdauer. Während der Großteil der Gewinne derzeit in den USA gemacht werden, sollten die Möglichkeiten auf den internationalen Märkten Starbucks ermöglichen, das zweistellige Wachstum für viele Jahre aufrechtzuerhalten. Während COVID-19 die Starbucks-Geschäfte auf der ganzen Welt stark beeinflusst hat, bereitet das Management das Unternehmen darauf vor, sich weiterzuentwickeln und in Zukunft gut positioniert zu sein.

Kurzfristige Probleme gibt es bei Starbucks schon immer, man ist in einer hart umkämpften Branche. Langfristig bleibe ich weiterhin bullish und füge meiner bestehenden Position ein paar neue Aktien zum aktuellen Preis hinzu. Für mich bleibt Starbucks ein solides Unternehmen: sichere Dividende, günstige Marktposition inklusive starker Branding-Vorteile.

Daher habe ich mir weitere 21 Aktien zu einem Kurs von 86,99 € gekauft. Inklusive Gebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 1.839 €.

Da ich nun seit 5 Jahren Aktionär von Starbucks bin und mit diesem Nachkauf auf insgesamt 71 Aktien komme, lassen sich die jährlichen Dividenden nun doch gut sehen. Meine persönliche Dividendenrendite liegt bei 2,40 %. So erhalte ich eine jährliche Dividende im Wert von 120 €.

Durch diesen Nachkauf schiebt sich Starbucks auf Platz 12 von der Positionsgröße her. Der Depotanteil liegt bei 3,57 %.

Weitere Aktienkäufe sind in diesem Monat Februar nicht geplant.

LG Falk

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<![CDATA[Depotupdate 01.22 - Die kleine Korrektur ist da!]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/depotupdate-01-22-die-kleine-korrektur-ist-da61f648b84c6667d80ab09f44Tue, 01 Feb 2022 11:35:08 GMTDer Dividendenjäger

2022 beginnt ganz anders, als das abgelaufene Jahr 2021 geendet hat. Schon im letzten Jahr habe ich in meinen Artikeln oft geschrieben, dass ich den US-Aktienmarkt als extrem überbewertet empfand. Daher hatte ich mich stets geweigert, in die meist hochgelaufenen Aktien zu investieren, da das Risiko bei einer Korrektur für mich einfach zu groß war.

Meine Schlussfolgerung war immer mit Vorsicht vorzugehen und nur in Unternehmen und Aktien zu investieren, die fair oder unterbewertet sind.

Nun ist die Marktkorrektur da, und die Geschwindigkeit und Schwere des Ausverkaufs haben viele Investoren erschreckt. Ich bin kein Börsenprophet der vorhersagen kann, was der Markt in einem bestimmten Jahr tun wird. Doch schon 2021 waren einige Analysten ziemlich zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr eine höhere Volatilität und wahrscheinlich eine Korrektur von 10 % bis 20 % sehen würden. Ok, die 20 % sind noch weit weg, aber man weiß ja bekanntlich nie, was Mr. Market noch vor hat.

Diese Korrektur wurde nicht nur erwartet, sondern ist auch historisch gesehen normal, gesund und bietet eine wunderbare Gelegenheit, genau die Unternehmen zu kaufen, deren Qualität zu vernünftigen Bewertungen ins Depot passen. Das Warten könnte sich bezahlt machen, doch laut JP Morgan sind die Aktien auf der Grundlage des 25-Jahres-Durchschnitts noch immer um 16 % überbewertet. Also bleibe ich weiterhin vorsichtig und gehe behutsam vor.

Investitionen im Januar:

Meine einzige Investition im abgelaufenen Monat Januar war der Nachkauf von Old Dominion Freigth Line. Nachdem der Aktienkurs von ODFL von 324 € auf 283 € sank, hatte ich 8 Aktien nachgeordert und wollte diesen DIP ausnutzen. Im Nachhinein wäre das Warten besser gewesen, doch ich bin trotzdem zufrieden mit diesem Nachkauf. Vielleicht kommt ja noch einmal die Gelegenheit zum Aufstocken. Langfristig bin ich auf jeden Fall überzeugt und freue mich über das größere "Aktienpaket", das ich nun mein Eigen nennen darf.

Da es meine einzige Handlung in diesem Monat war, kann ich zusammengefasst sagen, dass meine Investitionssumme im Monat Januar bei einem Wert von 2.283 € lag.

Das war's :-)

Erfreuliche Dividendenerhöhung:

Ein neues Jahr beginnt und somit gibt es auch wieder erfreuliche Dividendenerhöhungen, die mir persönlich am meisten gefallen. Ich müsste lügen, wenn ich schreiben würde, dass mir steigende oder fallende Kurse egal wären. Doch am Ende zählt das, was in die eigene Brieftasche wandert und wenn es jährlich konstant steigt, umso besser.

Folgende Dividendenerhöhungen wurden im Januar verkündet:

  1. Fastenal Company (FAST) erhöht die vierteljährliche Dividende um 10,71%
  2. LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton erhöht die Schlussdividende um 75 %
  3. Canadian National Railway Company (CNR) erhöht die vierteljährliche Dividende um 19,11 %
  4. Diageo (DGE.L) erhöht die Zwischendividende um 5,01 %
  5. Church & Dwight (CHD) erhöht die vierteljährliche Dividende um 3,96 %

Einnahmen:

Der Monat Januar - wie auch der Monat Juli - sind bei mir die eher schwächeren Dividendenmonate. Grund dafür ist, dass hier nur die Unternehmen mit den geringsten Dividendenrenditen ausschütten. Aber trotzdem war es wieder ein erfreulicher Monat, da die Dividenden im Vergleich zum Januar 2021 um 26 % gesteigert werden konnten! Dabei waren es insgesamt wieder 7 Zahltage. Auch das Zinsgeschäft (P2P) war wieder erfreulich. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar gab es zwar ein kleines Minus von 10 %, doch die Zahlungen kommen zum Start des Jahres wieder regelmäßiger rein.

Zusammengefasst sind im Januar Zinsen aus dem P2P-Markt in Höhe von genau 20 € zusammengekommen und meine Netto-Dividendeneinnahmen betrugen 86,36 €.

Zum Depot:

Die jüngste allgemeine Schwäche hat einige Werte im Depot verschoben. Trotzdem profitierten auch Unternehmen von dieser Marktlage. Die großen Gewinner waren die Royal Bank of Canada mit gut +9 %, Berkshire Hathaway mit +6 % sowie Church & Dwight mit +4 %. Auf der Verliererseite standen dafür Danaher mit -12 %, SAP mit -12 %, Starbucks mit -15 % und zu guter Letzt Intuit mit -16 %.

Im Vergleich zum Vormonat Dezember gab es einen Buchverlust von 8.707 €. Dies bedeutet eine Monatsperformance von Minus 4,93 %. Oder anders ausgedrückt, das Portfolio steht nun wieder auf dem Stand von November 2021. Also kein Grund für Panik, denn viel passiert ist bisher noch nichts.

Zusammen macht dies unterm Strich seit dem Start meines Depots ein Plus von

46.267 € bzw. von 37,6 %.

Die Gesamtsumme an investiertem Kapital für das Jahr 2022 liegt aktuell bei 2.283 €.

Für das Jahr 2022 habe ich wieder den Anspruch, 29.000 € an der Börse zu investieren. Somit sind nach diesem Monat Januar 8 % des Zieles erreicht.

Aktueller Depotwert: 169.000 €

Monatsübersicht Januar 2022

Veröffentlicht am 31.01.2022, Der Dividendenjäger

Zukäufe

​8 Old Dominion Freight Line (2.283 €)

Verkäufe

Keine

Insgesamt investiert im Monat Januar: 2.283 €

Dividenden im Monat Januar

Canadian National Railway (21,57 €)

Danaher (3,52 €)

Illinois Tool Works (14,45 €)

Intuit (4,95 €)

Nike (4,62 €)

Stryker (6,00 €)

Union Pacific (30,91 €)

Einnahmen im Januar 2022: 86,00 € Einnahmen im Januar 2021: 68,38 € Jahr zu Jahr Steigerung: + 26 % ​ 2022er Dividenden bis jetzt (YTD, Year to date): 86,36 € (86,36 Euro/Monat) Alle Dividenden seit Beginn (All-time income): + 4.616 €

Dividendenerhöhungen im Monat Januar

Fastenal +10,7 %

Canadian National Railway +19 %

Church & Dwight +4 %

LVMH +75 % (Schlussdividende)

Diageo +5 % (Zwischendividende)

Zinseinnahmen mit P2P

Einnahmen im Januar 2022: 20,00 € Einnahmen im Januar 2021: 22,00 € Jahr zu Jahr Steigerung: -10 % ​ 2022er Zinsen bis jetzt (YTD, Year to date): 20 € (20,00 Euro/Monat) Alle Zinsen seit Beginn (All-time income): + 1.193 €

Cashbestand

Freies Kapital zum Investieren: 2.500 € monatlich

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<![CDATA[Old Dominion Freight Line - Das Biest Teil II - Ich kaufe nach!]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/old-dominion-freight-line-das-biest-teil-ii-ich-kaufe-nach61def15b70ed9200178b629fThu, 13 Jan 2022 13:17:00 GMTDer Dividendenjäger

Das Jahr 2022 startet ein wenig ruppig an den Börsen und einige Werte in meinem Depot haben sich preislich korrigiert. Gerade im Tech-Sektor wären für mich einige Unternehmen interessant gewesen, um aufzustocken. Doch bis jetzt finde ich keinen Preis so richtig verlockend, um meine bestehenden Kandidaten (Apple, Microsoft, Intuit) nachzukaufen. Daher werde ich hier weiter abwarten und habe mich stattdessen noch einmal mit Old Dominion Freight Line beschäftigt.

In meinem Artikel vom August 2021 hatte ich berichtet, dass ich einen Einstieg bei ODFL getätigt habe. Am Anfang betitelte ich ODFL als Biest und wenn ich die zurückliegenden sechs Monate genauer betrachte, dann hat der Titel durchaus seine Berechtigung gehabt: Old Dominion Freight Line - Das Biest

Old Dominion Freight (ODFL) ist eines der größten Transportunternehmen in den Vereinigten Staaten. Der LTL-Trucking-Riese aus North Carolina wurde 1934 von Earl und Lillian Congdon gegründet und hat sich bis heute zu einem nationalen LTL-Frachtführer (Less Than Truck Load) und globalen Transportunternehmen entwickelt. Die Werte, die die Gründer vor Jahrzehnten mit nur einem LKW antrieben, inspirieren auch heute noch. Und diese Inspiration begann auch bei mir im Depot.

Gleich nach meiner Positionseröffnung im August 2021 marschierte ODFL in Spitze um 33 % in die Höhe. Ein fabelhafter Start für mich und auch ausschlaggebend für die gute Performance im Gesamtdepot! In der Zwischenzeit hat das Management von Old Dominion Freight Line das Geschäft weiter ausgebaut indem es sein Bargeld verwendete, um die Servicebasis zu erweitern.

Im dritten Quartal 2021 erzielte Old Dominion ein starkes und profitables Wachstum, welches neue Unternehmensrekorde für Quartalsumsatz und Rentabilität umfasste. Es war gleichzeitig das dritte Quartal in Folge mit einem zweistelligen Umsatzwachstum und das fünfte Quartal in Folge eines zweistelligen Gewinnwachstums pro Aktie.

Infolgedessen gehe ich davon aus, dass sich diese Dynamik auch weiter fortsetzen wird.

Nach Aussage von CEO Greg Gantt soll es weiteren profitablen Wachstum geben. Es sei wichtig, den langfristigen strategischen Plan, unter dem ODFL seit vielen Jahren arbeitet, weiterhin umzusetzen. Diese Strategie konzentriert sich darauf, den Kunden einen wertversprechenden, starken Service zu einem fairen Preis anzubieten. Dies würde natürlich bedeuten, dass weiteres Kapital geschaffen wird, um in Kapazität und Technologie weiter auszubauen und die Bedürfnisse der Kunden zu unterstützen.

Gewinn-Entwicklung von Old Dominion:

Ein Blick in die Vergangenheit von ODFL zeigt, dass die Gewinne pro Aktie kontinuierlich von links unten nach rechts oben gestiegen sind.

Betrachte ich nur den Zeitraum von 2011 bis heute, so stiegen die Gewinne jährlich im Schnitt um 23 % (1,08 USD-8,09 USD). Betrachtet man die letzten 5 Jahre, so sieht man die konstante Steigerung des Gewinns von ebenfalls 23 % jährlich (2,37 USD-8,09 USD).

Analysten schätzen für das Jahr 2023 einen Gewinn von 11,75 USD pro Aktie, was eine Steigerung um sagenhafte 47 % bedeutet - oder 23,5 % im Jahr. Diese Schätzung finde ich sportlich und es bleibt abzuwarten, wie sich die makroökonomische Lage entwickelt.

Die Umsatzentwicklung von ODFL:

Das Geschäft von Old Dominion Freight Line hat sich in den letzten Jahren außergewöhnlich entwickelt. Zwischen den Jahren 2015 und 2021 konnte der Umsatz von 2,97 Mrd. USD auf 4,91 Mrd. USD gesteigert werden. Dies ist ein Anstieg von 65 %!

Auch für die Jahre 2022/2023 wird ein Umsatz von 6,44 Mrd. USD (+ 31 %) erwartet. Sollten diese Erwartungen eintreffen, so hätte ODFL hier zwar eine Abflachung beim Umsatzwachstum zu verzeichnen, aber ein Umsatzwachstum von 15,5 % jährlich halte ich immer noch für prächtig. Da ODFL regelmäßig die Erwartungen übertrifft, könnte auch mehr zu erzielen sein.

Weiterhin beeindruckend ist der Blick auf die operativen Margen, die Hoffnung auf Wachstum für die nächsten Jahre machen. Für das Jahr 2023 werden die operativen Margen bei 26,3 % erwartet (2016 lag sie noch bei 16 %). Dies zeigt wunderbar auf, welche Preispower ODFL mit seinem Geschäft erzielen kann.

Mein Nachkauf

Die Lkw-Industrie ist einer der bedeutendsten Märkte in der modernen Wirtschaft. Ohne sie wäre es äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich, dass ein moderner Handel existiert. Die Old Dominion Freight Line - ODFL - ist aus vielerlei Gründen ein Biest auf dem Börsenparkett. Der wichtigste ist ihre Fähigkeit, Werte für die Aktionäre zu generieren, und das machen sie in einem exorbitanten Ausmaß. In den letzten 10 Jahren konnten Aktionäre mit Kapitalgewinnen von 1.530 % profitieren. Die Gesamtrendite betrug sogar 1.560 %, da die erste Dividende des Unternehmens im Jahr 2017 eingeleitet wurde. Das Thema Dividende lasse ich hier einmal bewusst weg, auch wenn die letzte Erhöhung im Februar bei stolzen 33,3 % lag. Ein Einkommensinvestor wird hier enttäuscht sein, da die Dividendenrendite weiterhin nur bei 0,3 % liegen bleibt. ODFL kaufte ich nicht wegen seiner Dividende, sondern, um vom Wachstum zu profitieren.

Entwicklung des fairen Wertes von ODFL:

Ich habe in dieser Woche den Rücksetzer genutzt, um meine bestehende Position zu verdoppeln. Preislich halte ich ODFL für teuer, glaube aber, dass die Erfolgsaussichten weiterhin voll intakt sind. Wie immer geht mein letzter Blick auf diesen Chart, den ich aus dem Aktienfinder.net erhalten habe. Dieser zeigt, dass der aktuelle Kurs von ODFL (schwarze Linie) immer schön im Gleichschritt nach oben läuft. Zudem sieht man auch gut, dass sich der bereinigte Fair Value (orange Linie) immer weiter nach oben schraubt.

Sollten meine Erwartungen Bestand haben, dann könnte ich bis Ende des Jahres 2023 ein Kurspotential von gut 20 % erwarten, was immerhin gut 10 % p.a. ausmacht.

Daher habe ich den sogenannten DIP genutzt, um mir bei ODFL weitere 8 Aktien zu einem Kurs von 283,30 € zu kaufen. Inklusive Gebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 2.283 €.

Durch diesen Nachkauf habe ich meine Stückzahl von 10 auf 18 Aktien ausgebaut. Die Investitionssumme beläuft sich auf insgesamt 4.572 €. Die persönliche Dividendenrendite liegt bei 0,30 %. So erhalte ich eine jährliche Dividende im Wert von 13,74 €.

Der Depotanteil von Old Dominion Freight Line liegt bei 2,91 %.

LG Falk

Der Dividendenjäger

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<![CDATA[Auch im Jahr 2022 gibt es nicht viel zu verändern - Meine Ausrichtung und Ziele bleiben gleich!]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/auch-im-jahr-2022-gibt-es-nicht-viel-zu-ver%C3%A4ndern-meine-ausrichtung-und-ziele-bleiben-gleich61d1b15ed3754600170b40ebSun, 02 Jan 2022 18:00:22 GMTDer Dividendenjäger

Die letzten Tage sind wie im Fluge vergangen. Die meisten haben ihre Ziele für das Jahr 2022 bereits verkündet, doch zwischen Weihnachten und Neujahr hatte ich mich nicht wirklich mit dem Thema Börse auseinandergesetzt.

Zwei Tage ist das neue Jahr schon alt und nun ist es auch bei mir soweit, dass ich meine Gedanken hier niederschreibe. Ich hatte mir insgeheim schon im November darüber Gedanken gemacht, was und wie ich etwas verändern könnte. Doch mir ist ehrlich gesagt nie wirklich etwas eingefallen. Das abgelaufene Börsenjahr war für mich so perfekt, dass ich nichts zu beanstanden habe.

Ich hatte im Rückblick 2020 geschrieben:

Den Fokus wieder auf das zu richten, was vor Corona gut war, mich während Corona nicht im Stich gelassen und wirklich bewiesen hat, dass es ein Fundament ist!

Und genau diese Zeilen kann ich auch für das letzte Jahr wieder verwenden. Corona - oder jetzt Omikron - beschäftigt uns noch heute. Nun sind die Inflation, Probleme mit den Lieferzeiten und der Chipmangel mit dazu gekommen, aber trotzdem konnte ich eines der besten Börsenjahre (32,9 % Rendite) erleben, das ich bis jetzt hatte.

Habe ich etwas verändert? Nein!

Handelsaktivität: Ich habe im Jahr 2021 - wie bereits in 2020 - die Gewinner im Depot einfach laufen lassen, auch weil mir die meisten Bewertungen zu hoch waren. Den Rest haben meine Wachstumswerte selbst erledigt, indem sie einfach weiter stiegen. Neuaufnahmen im Portfolio gab es insgesamt 2 Stück. Mit der Aufnahme von Unilever PLC und Old Dominion Freight Line konnte ich das Portfolio von 28 auf 30 Werte bringen. Diese 30 Werte sind für mich noch sehr überschaubar. Eine weitere Aufstockung auf mehr Positionen benötige ich aus heutiger Sicht nicht.

Der Grundstein für den langfristigen Erfolg wird ja bekanntlich durch die richtige Wahl der Aktien gelegt. Daher hatte ich mich kurz vor Ende des vergangenen Jahres noch zu einem Tausch zweier Werte entschieden. Hier wurde Fresenius SE durch Rollins Inc. ersetzt. Ob diese Entscheidung am Ende richtig war, wird sich zeigen.

Zusammengefasst war es ein unaufgeregtes Jahr. Die Handelsaktivität war mit 25 Käufen und einem Verkauf für mich optimal. Somit waren es 2 Neukäufe, 22 Nachkäufe und ein Aktientausch. Ein positiver Effekt war zudem, dass die Handelskosten zum ersten Mal gesunken sind.

Der Ertrag:

Eines der wichtigsten Anliegen ist ja der Dividenden-Ertrag, denn man erzielen möchte. Hier kann ich stolz vermelden, dass dieses weit übertroffen wurde. Einige Anleger könnten die Auswirkungen von Corona eventuell noch gespürt haben. Auch hier bin ich glücklicherweise glimpflich davon gekommen. 29 von 30 Beteiligungen kündigten eine Erhöhung an (die 30. Beteiligung - Berkshire Hathaway - schüttet keine Dividende aus).

Der Durchschnitt aller Dividendenerhöhungen betrug im Jahr 2021 genau 10 %.

Das ursprüngliche Ziel war es, 1.700 € Netto an Dividenden zu erhalten. Zum Schluss wurden es sogar 1.880 €.

Erfreulich und motivierend zugleich ist auch, die Dividendensteigerung von 44,4 % gegenüber dem Vorjahr zu sehen. Das Ziel im Jahr 2022 sollte daher sein, die Dividendenerträge durch gezielte Zukäufe bis zum Jahresende auf 2.500 € auszubauen.

Investiertes Kapital:

Eines der wichtigsten Ziele ist meist die Höhe des frisch investierten Kapitals. Auch bei mir steht die Summe, die man gerne investieren kann und möchte, an erster Stelle. Doch hier habe ich nun eine Grenze erreicht, wo es nicht mehr viel höher geht.

Klar kann man sich weitere Möglichkeiten schaffen um seine Einkommensquellen zu erhöhen. Doch ein noch "Höher, Schneller, Weiter!" möchte ich an diesem Punkt nicht.

Im abgelaufenen Jahr bin ich auf eine Summe von 31.555 € gekommen, die ich von meinem hart verdienten Arbeitslohn bereitgestellt habe. Einen höheren Aufwand möchte ich nicht leisten, daher werde ich an der Summe an investiertem Kapital nichts ändern. So sollen, wenn alles normal läuft, im Jahr 2022 erneut 29.000 € an der Börse investiert werden. Einen Bonus werden und müssen dann die erhaltenen Dividenden leisten.

Zum Abschluss mein Fazit:

Auch im Jahr 2022 gibt es nicht viel zu verändern - Meine Ausrichtung und meine Ziele bleiben gleich!

Nach gängiger Meinung erreicht man das, was man sich vornimmt - wie z.B. bessere Fitness, beruflichen Erfolg, mehr Entspannung und weniger Sorgen, einen höheren Konto- oder Depotstand - wenn man sich konkrete und erreichbare Ziele setzt. Doch bei Zielen geht es immer um die Ergebnisse, die man erreichen will, beim System dagegen um die Abläufe, die zu diesen Ergebnissen führen.

Da meine Ziele nicht weiter nach oben geschraubt werden (für mich aber trotzdem hochgesteckt bleiben), geht es im Jahr 2022 damit weiter, mein eigenes System zu optimieren. Wie dies genau aussieht, ist mir bis heute nicht ganz klar. Ich werde versuchen, die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Nach 5 Jahren Börse und dem Aufbau meines Fundamentes heißt es nun, mit dem Bau der ersten Etage zu beginnen. Sprich, besser bei den eigenen Analysen zu werden, sich mehr in die eigenen Investments reinzufuchsen, geduldiger bei manchen Entscheidungen zu werden oder bei gegebenem Anlass auch mal nichts zu tun. Einfach ausgedrückt: es geht genauso weiter wie bisher :-)

LG

Falk

Der Dividendenjäger

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<![CDATA[Depotupdate 12.21 - Ein fantastischer Abschluss]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/depotupdate-12-21-ein-fantastischer-abschluss61cecb0597f5ed0016da332cFri, 31 Dec 2021 12:29:47 GMTDer Dividendenjäger

Seit ein paar Stunden ist das Börsenjahr 2021 beendet. Nun ist die Zeit da, um den letzten Monat Dezember noch einmal Revue passieren zu lassen.

Der Dezember hatte es mal wieder in sich: neue Rekorde wohin man schaut - und das nicht nur allein wegen der Jahresendrally. Es gab wieder neue Allzeithochs, Ankündigungen von Dividendensteigerungen, 11 Dividenden-Zahltage, ein neues Unternehmen und eines, was leider gehen musste.

Angesichts rekordverdächtiger Inflationsdaten und anhaltend niedrigen Zinsen oder gar Strafzinsen in 2021, ist es richtig und wichtig, die persönliche langfristige Geldanlage weiter aktiv anzugehen. Daher sind Aktien/Beteiligungen bei mir die erste Wahl. Denn: jeder Anleger, der einen langen Atem mitbringt, wird am Ende belohnt und diese Belohnung wurde das ganze Jahr schon eingefahren.

Auch die persönlichen Finanzziele wurden alle erreicht! So konnte ich die angepeilten 1.700 Euro Netto-Dividenden für das Jahr 2021 in diesem Monat sogar übertreffen. Auch die jährliche Summe an frisch investiertem Kapital wurde im Dezember erreicht. Meine Erwartungen für das Jahr 2021 wurden dank diesem außergewöhnlichen Börsen-Jahr weit übertroffen. Mein Grundgedanke war eigentlich, dass bis Ende des Jahres 2022 ein Depotwert von 140.000 Euro erreicht werden soll. Nun beende ich das Jahr 2021 mit einem Depotwert von 175.545 Euro! Grandios!

Investitionen im Dezember:

Im Monat Dezember gab es einige Investitionen, die ich getätigt habe und auch einen Positionstausch innerhalb meiner 30 Werte. Anfangen möchte ich mit dem Kauf von Johnson & Johnson. Hier habe ich 9 Aktien im Wert von 1.277 € nachgekauft. Ein weiteres Unternehmen aus der Branche Gesundheit war Amgen. Hier gab es im abgelaufenen Monat ebenfalls 9 Aktien. Für die 9 Amgen-Aktien habe ich 1.622 € bezahlt. Der dritte Kauf ging in die Industriebranche, genauer gesagt in 3M. Dank der anhaltend "günstigen" Bewertung konnte ich hier 10 Aktien für eine Summe von 1.530 € erwerben.

Zum Abschluss gab es noch einen Aktientausch. Fresenius SE musste das Depot zum Monatsende verlassen und wurde durch die Neuaufnahme von Rollins Inc. ersetzt. Hier habe ich im letzten Artikel darüber berichtet. Für den Verkauf der Fresenius-Aktien habe ich 3.633 € erhalten. Für die neuen 135 Rollins Inc. Papiere habe inklusive Gebühren 3.852 € bezahlt.

Zusammengefasst konnte ich im Monat Dezember Aktien im Wert von 4.748 € kaufen.

Erfreuliche Dividendenerhöhung:

Eigentlich hatte ich nur noch mit einer Dividendenerhöhung gerechnet, doch am Ende gab es in diesem Monat gleich 4 Erhöhungen. So verkündete die Royal Bank of Canada (RY), die Dividende um 11,11 % von 1,08 C$ auf 1,20 C$ pro Aktie zu erhöhen. Eine weitere Ankündigung kam von Amgen Inc. (AMGN), die ihre vierteljährliche Dividende um 10,23 % von 1.76 $ auf 1.94 $ pro Aktie erhöhten. Stryker Corp. (SYK) teilte eine Steigerung von 10,32 % mit, was 0.63 $ auf 0.695 $ pro Aktie entspricht. Den Schlusspunkt setzte das Eisenbahnunternehmen Union Pacific (UNP). Sie erhöhten ihre vierteljährliche Dividende um 10,28 % von 1.07 $ auf 1.18 $ pro Aktie.

Nun sind wirklich alle 29 Dividendenzahler für dieses Jahr durch. Am Ende gab es sogar 32 Dividendensteigerungen! Im letzten Update schrieb ich, dass die ausgerechneten Dividendenerhöhungen einen Schnitt von 8,9 % ausmachten. Dies muss ich zum Glück revidieren, da der Schnitt nun zum Jahresende bei genau 10 % liegt.

Zweistellig, was will man mehr!?!

Einnahmen:

Der Monat Dezember war sehr ertragreich. Insgesamt gab es 11 Zahltage, wobei die erhaltenen Dividenden im Vergleich zum Dezember 2020 um 100 % gesteigert werden konnten. Der Hauptgrund für diese prozentuelle Steigerung war, dass direkt nach dem Erwerb von Unilever deren erste vierteljährliche Ausschüttung eingetroffen ist.

Etwas schlechter sah es bei den Zinsen aus. Nach 4 Jahren Aktivität bei Mintos musste ich zum ersten Mal Verluste hinnehmen. So stehen nun 64 € auf der Seite der "uneinbringlichen Forderungen". Geld, das ich leider als Verlust buchen muss. Auch die Einnahmesteigerung im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember war mit einem Minus von 46 % wieder nicht erfreulich. Nichtsdestotrotz bleibe ich im neuen Jahr weiterhin bei Mintos engagiert, werde aber kein neues Kapital nachlegen.

Zusammengefasst sind im Dezember Zinsen aus dem P2P-Markt in Höhe von genau 20,01 € zusammengekommen und meine Netto-Dividendeneinnahmen betrugen 309,20 €.

Zum Depot:

Der Dezember war wieder ein sehr volatiler Monat. Gleich zum Start des Monats schoben die Märkte das Depot um über 3 % an. Doch zur Monatsmitte hin waren die Buchgewinne durch die Nachrichten von Omikron wieder zunichte gemacht. Dank der Jahresendrally wendete sich das Blatt jedoch, sodass das Portfolio am letzten Handelstag wieder neue Höchststände erreichte.

Betrachte ich wieder die Gewinner und Verlierer aus diesem Monat, dann sieht man schön, dass es ein ausgewogenes Bild ergibt. Gewinner war vor allem die Gesundheitsbranche. So konnte Amgen den Monat mit einem Plus von 13 % beenden. Dicht darauf gefolgt kam Stryker mit einem Plus von 12 %. Die anderen zwei Gewinner kommen aus der Konsumbranche. Hier waren die Unternehmen Coca-Cola und Procter & Gamble mit jeweils 12 % am stärksten. Auf der Verliererseite standen dagegen Nike mit - 1 %, Intuit mit - 2 % und Texas Instruments mit - 3 %.

Im Vergleich zum Vormonat November gab es eine große Wertsteigerung von 8.188 €. Dies bedeutet eine Monatsperformance von Plus 5,5 %.

Zusammen macht dies unterm Strich seit dem Start meines Depots ein Plus von

54.097 € bzw. von 45,5 %.

Da nun der letzte Monat des Jahres 2021 vorbei ist, komme ich auf eine Gesamtsumme an frisch investiertem Kapital von 31.555 €.

Da mein für 2021 ausgerufenes Ziel wieder die 29.000 € waren, wurden 109 % des Zieles nach Ende des Monats Dezember erreicht. Jetzt heißt es, sich in den nächsten Tagen Gedanken für das Jahr 2022 zu machen. Darüber werde ich natürlich berichten, aber zuvor werden heute die Sektkorken knallen und das Jahr 2021 wird würdig verabschiedet :-)

Aktueller Depotwert: 175.545 €

Monatsübersicht Dezember 2021

Veröffentlicht am 31.12.2021, Der Dividendenjäger

Zukäufe

​9 Amgen (1.622 €)

9 Johnson & Johnson (1.277 €)

10 3M (1.530 €)

135 Rollins Inc. (3.852 €)

2 Unilever PLC (100 €) *Dividende reinvestiert

Verkäufe

110 Fresenius SE (3.633 €)

Insgesamt investiert im Monat Dezember: 4.748 €

Dividenden im Monat Dezember

3M (44,51 €)

Amgen (47,58 €)

Church & Dwight (15,31 €)

Home Depot (18,58 €)

Johnson & Johnson (24,75 €)

LVMH (17,64 €)

Mc Donalds (16,39 €)

Microsoft (18,47 €)

Old Dominion Freight Line (1,50 €)

Unilever PLC (92,82 €)

Einnahmen im Dezember 2021 : 309,20 € Einnahmen im Dezember 2020 : 154,00 € Jahr zu Jahr Steigerung : + 100 % ​ 2021er Dividenden bis jetzt (YTD, Year to date) : 1.879 € (156,58 Euro/Monat) Alle Dividenden seit Beginn (All-time income) : + 4.530 €

Dividendenerhöhungen im Monat Dezember

Royal Bank of Canada +11 %

Amgen +10,3 %

Stryker +10,3 %

Union Pacific +10,3 %

Zinseinnahmen mit P2P

Einnahmen im Dezember 2021 : 20,00 € Einnahmen im Dezember 2020 : 29,27 € Jahr zu Jahr Steigerung : - 46 % ​ 2021er Zinsen bis jetzt (YTD, Year to date) : 271 € (22,58 Euro/Monat) Alle Zinsen seit Beginn (All-time income) : + 1.173 €

Cashbestand

Freies Kapital zum Investieren: 2.500 € monatlich

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<![CDATA[Rollins: Starke Marken, Rezessionssicherheit und ein zukunftssicheres Geschäft]]>https://www.derdividendenjaeger.com/post/rollins-starke-marken-rezessionssicherheit-und-ein-zukunftssicheres-gesch%C3%A4ft61c8671f6bb741001635d948Sun, 26 Dec 2021 23:00:00 GMTDer Dividendenjäger

Nach meinem Verkauf von Fresenius (Medizintechnik- und Gesundheitskonzern) stellte ich mir natürlich die Frage: Was und wer ersetzt die 30. Position in meinem Portfolio?

Nachdem mir das komplexe Thema Gesundheit etwas über den Kopf gestiegen ist, wollte ich wieder etwas banal Einfaches, etwas, mit dem man sich leichter identifizieren kann. Etwas, was in langweiligen Branchen tätig ist und trotzdem vielversprechende Gelegenheiten und Perspektiven bietet. Ein Unternehmen mit intrinsisch attraktiven Werten, das sich im täglichen Gebrauch oder in Sichtweite verbirgt.

Ein Unternehmen, das es im Laufe der Zeit geschafft hat, sich einen gewissen breiten Burggraben zu erschaffen und in Bereichen tätig ist, wo unvermeidliche Einnahmequellen sprudeln. Ich glaube, dass Rollins Inc. ein solches Geschäft hat, was von "Natur aus" profitiert und auch weiterhin profitieren wird: Schädlinge!

Über seine Tochtergesellschaft (Orkin) ist Rollins in der Schädlings- und Termitenbekämpfung tätig. Rollins ist auf die Vernichtung dieser Schädlinge in Wohn- und Gewerbeimmobilien spezialisiert. Neben der stärksten Marke Orkin genießt Rollins auch eine weltweite Präsenz durch Franchise und Tochtergesellschaften wie Western Pest Services, The Industrial Fumigant Company und HomeTeam Pest Defense.

Warum Schädlingsbekämpfung ein großartiges Geschäft ist:

Allein im Südwesten der USA sind Termiten schätzungsweise für jährlich 1,5 Milliarden Dollar Sachschaden verantwortlich. Termiten sind mit sehr wenigen Ausnahmen (extrem kalte und heiße Klimazonen) eines der evolutionärsten Insekten. Sie genießen eine globale Verbreitung und sind schlecht für Hausbesitzer - aber gut für Rollins. Und großartig für Aktionäre.

Für jemanden der ein Holzhaus besitzt gibt es wenige Dinge, die gefährlicher sind als ein Termitenbefall. Termiten, soziale Insekten, können aus Holz gebaute Strukturen zerstören - was in vielen Fällen dazu führt, dass das Gebäude aus Sicherheitsgründen sogar abgerissen werden muss, da es wirtschaftlich oft nicht mehr reparabel ist.

Alles, was in einem Haus aus Holz besteht, steht auf dem Speiseplan von Termiten.

Sobald ein Haus befallen ist, können sich Termiten auch auf benachbarte Häuser ausbreiten, wenn ihre Population unkontrolliert bleibt und die Königin nicht zerstört wird.

https://youtu.be/3iQXeBzRcS8

Mit 19 Tochtergesellschaften bedient Rollins Inc. mehr als 2,5 Millionen Kunden und erwirtschaftet damit einen Jahresumsatz von über 2,4 Mrd. US-Dollar. Rollins Inc. steht für hohe Qualität und guten Service. Daher kann Rollins nicht nur einen etwas höheren Preis als die Konkurrenz verlangen, sondern die Preise auch jedes Jahr erhöhen ohne dabei Kunden zu verlieren.

Rollins Inc. ist Marktführer in einer kleinen Nische und wird nicht mit Konkurrenten konfrontiert. Der gesamte Schädlingsbekämpfungsmarkt ist ein kleiner Markt und von daher unattraktiv für große Unternehmen. In seinem kleinen Nischenmarkt hat Rollins eine nahezu unübertroffene Größe was dabei hilft, bestimmte Fixkosten (wie Schulungs- oder Marketingkosten) effizienter einzusetzen. Dies ist auch an den Zahlen erkennbar. Nicht nur Umsatz, Ergebnis je Aktie und Free Cashflow steigen mit extrem hoher Konstanz, auch die Margen sind äußerst stabil und steigen im Zeitverlauf sogar leicht an.

All diese Gründe haben mich dazu bewegt, mein Kapital von Fresenius SE in Rollins Inc. umzuschichten.

In den vergangenen 10 Jahren hat Rollins Inc. 17 % p.a. dazu gewonnen. Das Anlagerisiko in diesen unzyklischen Wert würde ich als moderat einzustufen. Rollins erkannte das Potenzial der Insekten- und Schädlingsbekämpfung schon früh und konnte sich seit 1961 hervorragend entwickeln. In Krisenzeiten wurden stets Gewinn- und Umsatzeinbrüche vermindert. Dies gibt Stabilität in jeder Marktphase.

Rollins Inc. konnte seit 2012 den S&P 500 um Längen übertreffen und war somit ein ideales Investment für jeden Total-Return-Investor.

Eine aktuelle und weitere ausführliche Analyse über Rollins Inc. gibt es vom Sparfuchs: ,hier

Gewinn- und CashFlow-Entwicklung von Rollins Inc.

Ein Blick in die Vergangenheit von Rollins Inc. zeigt, dass die Gewinne und der operative Cashflow pro Aktie kontinuierlich von links unten nach rechts oben gestiegen sind.

Bis auf das Jahr 2019 laufen die Gewinne wie am Schnürchen. Betrachte ich nur den Zeitraum von 2011 bis heute, so stiegen die Gewinne jährlich im Schnitt um 13,5 % (0,20 USD-0,71 GBP). Betrachtet man die letzten 5 Jahre, so sieht man sogar noch eine Steigerung des Gewinns von 16,6 % jährlich (0,37 USD-0,71 USD).

Analysten schätzen für das Jahr 2023 einen Gewinn von 0,82 USD pro Aktie, was eine Steigerung um 15,5 % bedeutet - oder 7,75 % im Jahr. Diese konservative Annahme würde ich mal so unterschreiben.

Die Umsatzentwicklung von Rollins Inc.

Da Rollins Inc. zum großen Teil als Franchise-Modell operiert, ist Rollins bei genauer Betrachtung ein schlankes Unternehmen. Die Kosten für kapitalintensive Aspekte des Geschäfts (wie Fahrzeuge, Personal und Chemikalien) werden auf die Kunden übertragen und die Kosten dabei jährlich um über 1 % angehoben. Da die Kostensteigerungen von den Kunden akzeptiert werden ist auch klar, dass die Margen jährlich steigen. Betrachtet man die letzten 5 Jahre, so sind die Umsätze von 1,57 Mrd. USD auf stolze 2,36 Mrd. USD angewachsen. Dies entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 8,9 %.

Für das Jahr 2023 wird ein Umsatz von 2,75 Mrd. USD (+ 16,5 %) erwartet. Sollten diese Erwartungen eintreffen, so hätte Rollins ein weiteres konstantes Umsatzwachstum von 8,25 % jährlich.

Weiterhin beeindruckend ist der Blick auf die operativen Margen, die weiter Hoffnungen auf Wachstum für die nächsten Jahre machen. Für das Jahr 2023 werden die operativen Margen bei 20 % erwartet (2016 lag sie noch bei 16 %).

Nun muss sich zeigen, ob dies auch gelingt.

Umsatzentwicklung von Rollins Inc. nach Ländern und Regionen

Diese Grafik zeigt die Umsatzentwicklung der letzten 20 Jahre. Auch wenn Rollins seine Geschäfte zu 93 % in den Vereinigten Staaten ausübt, wachsen die Zahlen in den Regionen wie Kanada, Mittelamerika, Südamerika, der Karibik, dem Nahen Osten, Asien, dem Mittelmeerraum, Europa, Afrika, Mexiko und Australien immer weiter.

Aufgeteilt nach Regionen sieht es wie folgt aus:

  • USA 2,0 Mrd.
  • Rest 0,16 Mrd.
  • Gesamtumsatz 2020: 2,16 Mrd.
  • Umsatz erwartet 2024: 2,75 Mrd. (+ 27,3 %)

Bewertungskennzahlen (KGV der letzen 10 Jahre)

Das bereinigte KGV (P/E Ratio) beträgt beim aktuellen Kurs von 28 € knackige 48,74 und liegt damit nur minimal unter dem Schnitt der letzten Jahre von 49,77. Die Aktie von Rollins lag mit einigen Ausreißern schon weit darüber. In Spitze sogar bei über 80!

Auch bei Betrachtung der letzten 20 Jahre ist eine Bewertung von einem KGV von 35 der Durchschnitt. Trotz der aktuellen hohen Bewertungen wage ich hier den Einstieg.

Die Dividendenentwicklung der letzten Jahre

Seit 1961 zahlt das familiengeführte Unternehmen ununterbrochen eine Dividende an seine Aktionäre aus. Bis auf die Jahre 1998 und 2019 wurden die Dividenden von Jahr zu Jahr gesteigert. Seit dem Jahr 2012 erhalten Aktionäre eine zusätzliche Sonderdividende, diese kann aber bei einem Abschwung wieder gestrichen werden. Die Dividenden wurden in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt um mehr als 16% erhöht. Die Ausschüttungsquote liegt im Mittel bei 56 %, was für dieses Geschäftsmodell sehr akzeptabel erscheint. Nach dem letzten Kurs-Rücksetzer stieg die Dividendenrendite von 0,8 % auf nun 1,35 %.

Entwicklung des fairen Wertes von Rollins Inc.

Mein letzter Blick geht wieder auf diesen Chart, den ich aus dem Aktienfinder.net erhalten habe. Dieser zeigt, dass der aktuelle Kurs von Rollins (schwarze Linie) immer wieder vom bereinigten Wert davonläuft und wieder zurückkommt. Zudem sieht man auch schön, dass sich der bereinigte Fair Value (orange Linie) auch immer weiter nach oben schraubt. Doch seit einigen Tagen liegt der Kurs wieder knapp oberhalb des bereinigten Fair Value, was mich hoffen lässt, Rollins zu einem noch anständigen Preis gekauft zu haben.

Wie die Entwicklung bei Rollins genau weitergeht, kann ich nicht vorhersagen. Daher orientiere ich mich auch hier wieder an den Schätzungen der Analysten. Diese sehen bis zum Ende des Jahres 2023 ein Kurspotential von gut 18 %. Dies würde einer jährlichen Rendite von 9 % entsprechen. Sollte Rollins seine Dividenden weiter steigern, könnte hier bis ins Jahr 2023 sogar eine Rendite von 19,1 % möglich sein. Mal schauen, ob dies so eintrifft...

Mein Nachkauf:

Ich habe einen Nachfolger für Fresenius gesucht und gefunden. Mir geht jetzt zwar ein europäischer Wert für die Länderstreuung ab und auch die Branchenstreuung ist im Bereich "Gesundheit" nun kleiner als zuvor. Doch das Kapitel ist nun abgeschlossen und die neue Ausrichtung im Depot gibt mir zum Jahresende ein besseres Gefühl. Ich erhoffe mir dadurch weniger und vergleichsweise geringere Rücksetzer, eine höhere Gewinn-Konstanz sowie überdurchschnittliche Renditen. Rollins macht gerade eine Verschnaufpause (Konsolidierung) durch. Dadurch eröffnet sich in meinen Augen gerade eine gute Einstiegsgelegenheit, um bei der neuen Rekordjagd dabei zu sein.

Daher habe ich bei Rollins Inc. 135 Aktien zu einem Kurs von 28,39 € gekauft. Inklusive Gebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 3.852 €.

Die persönliche Dividendenrendite liegt bei 1,35 %. So erhalte ich eine jährliche Dividende im Wert von 50 €.

Das Kapital von Fresenius wurde zu 100 % wieder in Rollins investiert. Somit liegt der Depotanteil von Rollins bei 2,28 %.

Das Portfolio bleibt weiterhin bei 30 Positionen.

LG Falk

Der Dividendenjäger

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